#Ernährung am 14.09.2018 aktualisiert am 18.09.2019

Wie hilft ein Ernährungstagebuch?

Frau notiert etwas in ihr Ernährungstagebuch.
Stocksy United / Lumina

Nach dem Essen rumort dein Bauch und du hast Milchprodukte in Verdacht? Ein Ernährungstagebuch gibt erste Hinweise auf eine Laktose-Unverträglichkeit.

Zwickt es nach dem Essen unangenehm im Bauch und gluckert der Darm, kann eine Nahrungsmittelunverträglichkeit hinter den Beschwerden stecken. Neben Gluten und Fruktose kann Milchzucker (Laktose) für Magen-Darm-Beschwerden sorgen.

Milchzucker-Unverträglichkeit: Verdauungsenzym Laktase fehlt

Rund 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung sind der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zufolge von einer Laktose-Unverträglichkeit (Laktoseintoleranz) betroffen. Der Dünndarm bildet zu wenig Laktase. Das Enzym spaltet den Milchzucker in Glukose und Galaktose.

Das passiert bei einer Laktoseintoleranz: Gelangt Laktose in den Dickdarm, wird sie von den Darmbakterien zu Milchsäure, Essigsäure und Kohlendioxid abgebaut. Völlegefühle, Magenkrämpfe, Durchfall und Blähungen sind die Folge.

AOK-Ernährungstagebuch

Das AOK-Ernährungstagebuch gibt dir erste Hinweise, ob eine Laktose-Unverträglichkeit hinter deinen Verdauungsproblemen steckt oder ob möglicherweise andere Lebensmittel der Auslöser sind.

Notiere 14 Tage lang alles, was du zu dir nimmst: Lebensmittel, Getränke, Naschereien und Medikamente.

Schreibe auf, wann du was gegessen und was du dabei gemacht hast – beispielsweise um 20 Uhr beim Fernsehschauen einen Becher Joghurt gelöffelt.

Notiere auch die Portionsgrößen und gegebenenfalls die Zutaten – beispielsweise den 150-Gramm-Becher Himbeer-Joghurt mit Schokostückchen.

Schreibe ebenfalls auf, wann die Magen-Darm-Beschwerden auftreten, wie intensiv sie sind und wie sie sich zeigen – beispielsweise 15 Uhr starke Blähungen und Durchfall.

Ernährungstagebuch enthält wichtige Information für den Arzt

Das Ernährungstagebuch dient zur ersten Orientierung. Es ist nicht für die Selbstdiagnose geeignet. Vereinbare einen Termin bei deinem Hausarzt und bringe das ausgefüllte Ernährungstagebuch zum Gespräch mit. Es liefert dem Arzt wichtige Informationen. Für eine abschließende Diagnose sind meist weitere Untersuchungen notwendig. 

Ernährungstagebuch als App: zwei Empfehlungen vom GESUNDNAH-Experten

Cara
My Food DB

Cara: Dein Coach für Bauchgesundheit und Ernährung
(HiDoc Technologies GmbH)

Mit „Cara“ dokumentierst du deine Mahlzeiten, Snacks und Getränke. Du kannst deine Symptome nach Intensität erfassen und deinen Stuhlgang tracken. Außerdem kannst du zwischen Tages- und Wochenübersicht wechseln. Um die App nutzen zu können, registrierst du dich mit deiner E-Mail-Adresse.

Download:
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MyFoodDB - Ernährungstagebuch Symptome
(Christian Koehler)

Mit „MyFoodDB“ kannst du deine Ernährung erfassen und eine Übersicht der Auswertung exportieren. Du hast sogar die Möglichkeit, ein Reizdarmtagebuch zu erstellen. Außerdem gibt es eine Erinnerungsfunktion, damit du nicht vergisst, dein Essen in die App einzutragen.

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veröffentlicht am 14.09.2018 aktualisiert am 18.09.2019
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