#Bewegung am 14.09.2018 aktualisiert am 06.11.2018

Crossboccia: Boulen mit der ganzen Familie

Bunte Crossbocciabälle liegen vor einer Treppe
wdv / Jan Lauer

Die Bälle fliegen über Stock und Stein. Alle möglichen Locations eröffnen dir immer wieder neue Wurfsituationen. Lerne Crossboccia kennen.

Ob rückwärts durch die Beine, in der U-Bahn-Unterführung oder kreuz und quer übers Feld: Wie und wo du Crossboccia spielst, bleibt deiner Fantasie überlassen. Anders als beim klassischen Boccia oder Boule musst du hier keine schweren Kugeln durch die Gegend wuchten. Die mit Granulat gefüllten Bälle kannst du überall hin mitnehmen: in den Park, an den See oder ins Schwimmbad. Keine Sorge beim Spiel mit den weichen Bällen geht so schnell nichts zu Bruch.

Für kleine und große Werfer

Crossboccia ist ein Spiel für die ganze Familie. Auch kleine Kinder können mitspielen, sobald sie werfen können. Das Tolle daran: Alle kommen spielerisch in Bewegung und haben Spaß. Kinder trainieren nebenbei Motorik und Koordination. Wenn das Match in einer Schlammschlacht endet? Kein Ding, denn Kinder und Bälle lassen sich waschen.

Die Regeln

Du brauchst mindestens ein Crossboccia-Set und einen Mitspieler. Es können aber auch Teams gegeneinander antreten. Ziel ist es, die Kugel möglichst nah an eine Zielkugel (den Marker) heranzuwerfen.

Alle Spieler bekommen jeweils drei gleich aussehende Bälle. Ein Spieler darf den Marker von einem beliebigen Ausgangspunkt aus x-beliebig werfen. Von dort werfen dann auch alle folgenden Spieler dieser Runde.

Der Spieler, der den Marker platziert hat, beginnt. Danach werfen reihum die anderen Mitspieler einen Ball.

Dann müsst ihr messen: Der Spieler, dessen Ball am weitesten vom Marker entfernt liegt, darf seinen zweiten und dritten Spielball werfen. Dann sind reihum die anderen Spieler dran abhängig von der Entfernung ihres Spielballs zum Marker.

Punkte zählen

Jeder Spielball, der näher zum Marker liegt als einer der gegnerischen Bälle, zählt einen Punkt.

Liegen mehrere Bälle verschiedener Spieler gleich weit vom Marker entfernt („Draw“), gibt es jeweils einen Punkt.

Die Besonderheit bei weichen Bällen: Liegt ein Spielball auf einem gegnerischen Ball, nennt man das „Kill“. Der gegnerische Ball bekommt keinen Punkt.

Mit Kombinationen („Combos“) kannst du schneller Punkte sammeln. Berühren sich zwei deiner Bälle und einer von ihnen liegt näher zum Marker als ein gegnerischer Ball, dann zählt die Combo 3 Punkte. Liegen sogar drei Bälle so zusammen, bringt dir das 6 Punkte.

 

Bist du der erste Spieler der Runde, wird es spannend: Du darfst Sonderregeln festlegen, die für alle gelten. Denk dir was aus: Du kannst zum Beispiel über Bande spielen, rückwärts über die Schulter oder zwischen zwei Ästen hindurch. Lass den Ball über Stufen springen oder schließe beim Werfen die Augen. Was immer dir einfällt, die anderen müssen es dir nachmachen. Hält sich ein Spieler nicht daran, wird sein Ball nicht gewertet.

Wer gewinnt?

  • Sind alle Bälle geworfen, werden die Punkte zusammengezählt. Der Spieler mit den meisten Punkten eröffnet die nächste Spielrunde.
  • Liegen die Bälle mehrerer Spieler gleich weit vom Marker entfernt, ist das ein „Draw“ (Unentschieden). Jeder Spieler bekommt alle Punkte, die ihm zustehen. Die nächste Runde beginnt derselbe Spieler wie in der Vorrunde.
  • Ein Satz endet, sobald ein Spieler 13 Punkte hat. Er muss zwei Punkte Vorsprung zum Zweitbesten haben. Wer zwei Sätze gewonnen hat, ist Sieger.

Crossboccia-Sets gibt es in unzähligen Varianten. Du bekommst sie im Spiel- und Sporthandel sowie online ab 15 Euro. Ein Set besteht aus sechs Bällen und einem Marker. Die Bälle sind sehr robust. Das Besondere: Sie können sogar auf der Wasseroberfläche springen.

veröffentlicht am 14.09.2018 aktualisiert am 06.11.2018
AOK-Experte Sport
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