Pressemitteilung

Eine persönliche Cardiolotsin begleitet die Patientinnen und Patienten am Sana-Herzzentrum Cottbus

27.05.2026 AOK Nordost 5 Min. Lesedauer

Bessere Betreuung für AOK-versicherte Herzkranke

Gemeinsame Presseinformation

Sana-Herzentrum Cottbus
AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… Nordost - Die Gesundheitskasse

Im Sana-Herzzentrum Cottbus bekommen herzkranke Patientinnen und Patienten, die bei der AOK Nordost versichert sind, auf Wunsch eine spezielle Betreuung durch eine Cardiolotsin. Bei Cardiolotsinnen und -lotsen handelt es sich um medizinisches Fachpersonal, das sich auf die Betreuung und Beratung von Herzkranken spezialisiert hat. Die AOK Nordost hat damit ein neues Berufsbild entwickelt und in einem Innovationsfondsprojekt erfolgreich erprobt.

Viele Herzpatientinnen und -patienten durchlaufen vor und nach einem Krankenhausaufenthalt komplexe Behandlungs- und Versorgungswege. Termine bei unterschiedlichen Fachärztinnen und -ärzten, neue Medikamente, Kontrolluntersuchungen und Unsicherheiten im Alltag prägen diese Phase. Genau hier setzt das neue Angebot am Sana-Herzzentrum Cottbus an. Eine speziell ausgebildete Cardiolotsin begleitet AOK-versicherte Patientinnen und Patienten auf Wunsch bis zu einem Jahr nach ihrem Klinikaufenthalt. Bereits während des stationären Aufenthalts erfolgt der erste persönliche Kontakt, um Vertrauen aufzubauen und einen nahtlosen Übergang in die Nachsorge zu ebnen.

Wichtige Schnittstelle bei der Nachsorge

Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus Krankenhäuser sind Einrichtungen der stationären Versorgung, deren Kern die Akut- beziehungsweise… meldet sich Cardiolotsin Diana Greiner in regelmäßigen Abständen telefonisch bei den Patientinnen und Patienten und erkundigt sich nach deren Befinden. Darüber hinaus kümmert sie sich um eine gute Nachsorge. So prüft sie zum Beispiel die Einbindung in ein geeignetes Disease-Management-Programm, hilft bei der Terminfindung für ärztliche Kontrolluntersuchungen oder unterstützt bei der regelmäßigen und richtigen Einnahme der Medikamente. Außerdem unterstützt sie bei der Suche nach Herzsportgruppen oder weiterbetreuenden niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten.
 
Cardiolotsinnen und -lotsen bilden zudem eine wichtige Schnittstelle zwischen Krankenhaus, niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie Therapeutinnen und Therapeuten. Sie beraten ergänzend, ersetzen jedoch keine bestehenden Versorgungsstrukturen. Vielmehr unterstützen sie die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten, um eine kontinuierliche und koordinierte Versorgung sicherzustellen.

Versorgung konsequent weitergedacht

„Wir erleben immer wieder, dass Patienten nach einem Eingriff medizinisch gut versorgt sind, sich im Alltag aber trotzdem unsicher fühlen. Genau an dieser Stelle dürfen wir sie nicht sich selbst überlassen“, sagt Markus Lehnigk, Kaufmännischer Direktor am Sana-Herzzentrum Cottbus. „Mit der Etablierung des Programms ‚Cardiolotse‘ schaffen wir gemeinsam eine Struktur, die Orientierung gibt und Versorgung konsequent weiterdenkt – weit über die eigentliche Behandlung hinaus.“

„Ich habe in den vergangenen Jahrzehnten viele Entwicklungen in der Herzmedizin erlebt. Was sich nie verändert hat, ist die Situation unserer Patienten: Sie brauchen nicht nur eine gute Behandlung, sondern auch jemanden, der sie versteht und begleitet“, sagt Pflegedirektorin Manuela Lehmann, die seit fast 30 Jahren im Sana-Herzzentrum Cottbus tätig ist. „Mit unserer Cardiolotsin geben wir genau dieser Begleitung einen festen Platz. Sie bleibt an der Seite unserer Patienten – auch dann, wenn diese das Krankenhaus längst verlassen haben.“

Sicherheit im Alltag und beim Umgang mit der Erkrankung

Die zwischenmenschliche Beziehung zwischen den Patientinnen und Patienten und ihren Lotsinnen und Lotsen ist das Herzstück des Versorgungsprogramms „Cardiolotse“. Das unterscheidet es von App-basierten Coachingprogrammen. Die enge persönliche Begleitung hilft, Unsicherheiten abzubauen und Orientierung in einer häufig belastenden Lebensphase zu geben. 

„Nach einem Krankenhausaufenthalt wegen einer Herzerkrankung fühlen sich viele Menschen allein gelassen, verunsichert und überfordert. Sie haben Fragen, Sorgen – und oft nicht die Kraft, sich selbst um alles zu kümmern“, sagt Daniela Teichert, Vorstandsvorsitzende der AOK Nordost. „Gerade dann ist es entscheidend, jemanden an der Seite zu haben, der zuhört, Orientierung gibt und Schritt für Schritt unterstützt.“ Die enge Betreuung kann auch medizinische Auswirkungen haben: „Auswertungen zeigen, dass diese persönliche Begleitung dazu beitragen kann, erneute Krankenhausaufenthalte zu vermeiden. Vor allem aber gewinnen die Patientinnen und Patienten Sicherheit im Alltag und Vertrauen im Umgang mit ihrer Erkrankung zurück“, so Teichert. „Das verbessert nicht nur die Lebensqualität, sondern entlastet auch die Klinikteams und sorgt dafür, dass vorhandene Ressourcen gezielter eingesetzt werden können.“

Hintergrund

Das Programm „Cardiolotse“ wurde ursprünglich als Innovationsfondsprojekt der AOK Nordost gemeinsam mit dem Vivantes Netzwerk für Gesundheit entwickelt und erfolgreich erprobt. Die wissenschaftliche Evaluation zeigte deutliche positive Effekte: darunter eine signifikant reduzierte Wiederaufnahmerate ins Krankenhaus, kürzere Verweildauern sowie geringere stationäre Behandlungskosten.

Ansprechpartner

Sana-Herzzentrum Cottbus
Benjamin Seidemann
Tel.: 0151/11629833
benjamin.seidemann(a)sana.de

AOK Nordost - Die Gesundheitskasse
Dirk Becker
Tel.: 0800 265 080 22202
presse(a)nordost.aok.de

Veröffentlicht am 13.05.2026
13.05.2026AOK Nordost4 Min
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