Zahlen und Faktenzur Pflegeversicherung
Die soziale Pflegeversicherung (SPV) steht wie alle Sozialversicherungssysteme vor großen Herausforderungen. Wie schon 2024 schloss die SPV auch das Jahr 2025 im Minus ab. 2023 gab es einen Überschuss.
Mitglieder und Leistungsbezieher
Etwa 83,7 Millionen Menschen in Deutschland waren Ende im April 2026 durch die soziale Pflegeversicherung Die Pflegeversicherung wurde 1995 als fünfte Säule der Sozialversicherung eingeführt. Ihre Aufgabe… (SPV) abgesichert. 9,14 Millionen Menschen waren Ende Dezember 2024 privat pflegeversichert. Aktuelle Zahlen für 2025 sind frühestens im Juni 2026 zu erwarten.
6,01 Millionen Menschen erhalten monatlich Leistungen aus der SPV, davon 5,2 Millionen ambulant und 710.674 stationär. Zusammen mit den privat Versicherten sind es knapp 640 Millionen Menschen, die Pflegeleistungen beziehen.
Dem Statistischen Bundesamt (Destatis) zufolge wird die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland allein durch die zunehmende Alterung bis 2055 um 37 Prozent zunehmen. Im Jahr 2055 sei mit etwa 6,8 Millionen Pflegebedürftigen zu rechnen. Dabei würden bereits 2035 etwa 5,6 Millionen erreicht. Nach 2055 sind laut Destatis keine starken Veränderungen mehr zu erwarten, da die geburtenstarken Jahrgänge aus den 1950er- und 1960er-Jahren, die sogenannten Babyboomer, dann durch geburtenschwächere Jahrgänge im höheren Alter abgelöst werden.
Die Finanzen der Pflegeversicherung
Zum Jahresende 2025 verzeichnete die SPV ein Defizit von von rund 490.000 Millionen Euro Euro. Die Einnahmen lagen den Angaben des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) bei 73,33 Milliarden Euro, die Ausgaben bei 73,82 Milliarden. Das Jahr 2023 hatte mit einem Überschuss abgeschlossen, die Jahre 2022 und 2021 jeweils mit einem Defizit. Die liquiden Mittel lagen Ende 2025 bei 5,4 Milliarden Euro.
Insbesondere seit der Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs 2017 ist die Zahl der Leistungsbezieher gestiegen. 2016 waren es knapp 2,75 Millionen Pflegebedürftige, Ende 2024 knapp 5,6 Millionen. Entsprechend stiegen die Ausgaben von 31 Milliarden 2016 auf 68,2 Milliarden 2024. 1997, dem ersten vollständigen Jahr mit Pflegeleistungen, betrugen die Einnahmen 15,94 Milliarden Euro, die Ausgaben lagen bei 15,14 Milliarden Euro.