Zahlen und Fakten zur Pflegeversicherung
Die soziale Pflegeversicherung (SPV) steht wie alle Sozialversicherungssysteme vor großen Herausforderungen. Wie schon 2024 schloss die SPV auch das Jahr 2025 im Minus ab. 2023 gab es einen Überschuss.
Mitglieder und Leistungsbezieher
Etwa 74,6 Millionen Menschen in Deutschland waren 2025 durch die soziale Pflegeversicherung Die Pflegeversicherung wurde 1995 als fünfte Säule der Sozialversicherung eingeführt. Ihre Aufgabe… (SPV) abgesichert. 9,17 Millionen Menschen waren Ende Dezember 2025 privat pflegeversichert.
6,01 Millionen Menschen erhielten monatlich Leistungen aus der SPV, davon 5,2 Millionen ambulant und 710.674 stationär. Zusammen mit den privat Versicherten waren es knapp 6,43 Millionen Menschen, die Pflegeleistungen bezogen.
Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zufolge wird die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland bis 2055 auf etwa 7,6 Millionen Pflegebedürftigen steigen. Nach 2055 sind laut Destatis keine starken Veränderungen mehr zu erwarten, da die geburtenstarken Jahrgänge aus den 1950er- und 1960er-Jahren, die sogenannten Babyboomer, dann durch geburtenschwächere Jahrgänge im höheren Alter abgelöst werden.
Die Finanzen der Pflegeversicherung
Zum Jahresende 2025 verzeichnete die SPV ein Defizit von rund 490 Millionen Euro. Die Einnahmen lagen nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) bei 73,33 Milliarden Euro, die Ausgaben bei 73,82 Milliarden. Die liquiden Mittel lagen Ende 2025 bei 5,4 Milliarden Euro.
Insbesondere seit der Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs 2017 ist die Zahl der Leistungsbezieher der SPV gestiegen. 2016 waren es knapp 2,75 Millionen Pflegebedürftige, Ende 2025 über 6,01 Millionen. Entsprechend stiegen die Ausgaben von 31 Milliarden 2016 auf 73,82 Milliarden 2025. Zum Vergleich: 1997, dem ersten vollständigen Jahr mit Pflegeleistungen, betrugen die Einnahmen 15,94 Milliarden Euro, die Ausgaben lagen bei 15,14 Milliarden Euro.