Gefährliche Lungenerkrankung ungleich verteilt
Zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai: COPD wird in Nord- und Mittelhessen überproportional oft diagnostiziert
Es ist eine Entwicklung in die richtige Richtung: Fast 11.000 hessische Bürgerinnen und Bürger ab 40 Jahren waren 2024 weniger von der Lungenerkrankung COPD (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung) betroffen als noch im Jahr 2022. Das ergibt sich aus dem jetzt aktualisierten AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… -Gesundheitsatlas. Die Zahlen wurden mit einem speziellen statistischen Verfahren durch das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO Das WIdO (Wissenschaftliches Institut der AOK) liefert als Forschungs- und Beratungsinstitut der… ) auf die gesamte Wohnbevölkerung hochgerechnet. Nördliche Teile Hessens sowie die Region Limburg-Weilburg sind besonders betroffen. Die geringsten Werte werden im Main-Taunus-Kreis und im Hochtaunuskreis registriert.
Regionale Verteilung der COPD-Prävalenz in Hessen
Die Häufigkeit der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) bei Menschen ab dem 40. Lebensjahr variiert innerhalb der hessischen Landkreise und kreisfreien Städte um mehrere Prozentpunkte. Der Werra-Meißner-Kreis verzeichnet mit 8,16 Prozent die höchste Krankheitshäufigkeit in ganz Hessen. Dahinter folgen die Landkreise Waldeck-Frankenberg mit 7,77 Prozent und Limburg-Weilburg mit 7,56 Prozent. Die geringsten Werte des Landes werden im Main-Taunus-Kreis mit 5,38 Prozent und im Hochtaunuskreis mit 4,58 Prozent registriert (siehe Tabelle am Ende des Textes).
Deutlich mehr Männer betroffen
Die Prävalenz ist eine Messgröße aus der Epidemiologie, die die Häufigkeit einer Krankheit zu einem bestimmten… der COPD in Hessen unterscheidet sich auch zwischen den Geschlechtern. Während der Anteil erkrankter Menschen in der hessischen Gesamtbevölkerung ab dem 40. Lebensjahr bei 6,34 Prozent liegt, beträgt der Wert bei der männlichen Bevölkerung 6,97 Prozent. Bei der weiblichen Bevölkerung in Hessen beläuft sich der Anteil der an COPD erkrankten Personen auf 5,77 Prozent.
Lebenszeit kann drastisch verkürzt sein
„Das Krankheitsbild der COPD zeichnet sich durch die typische Symptomatik aus Atemnot, Husten und vermehrtem Auswurf aus, die im Volksmund oft verharmlosend als ‚Raucherhusten‘ bezeichnet wird. Es handelt sich jedoch um eine schwerwiegende, entzündliche Erkrankung, bei der sich die Atemwege dauerhaft verengen und das Lungengewebe unumkehrbar zerstört wird“, erklärt Dr. Christoph Stein aus dem Medizinischen Kompetenz-Center der AOK Hessen. Besonders gefürchtet sind akute Verschlimmerungen, sogenannte Exazerbationen, die für einen Großteil der lungenspezifischen Krankenhauseinweisungen in den hessischen Kliniken verantwortlich sind und die Lebenserwartung der Betroffenen drastisch verkürzen.
Die AOK Hessen hilft konkret
Das Behandlungsprogramm „AOK-Curaplan COPD“ unterstützt Betroffene konkret. Es wurde entwickelt, um eine Verschlechterung der Krankheit wird in der Medizin als Abweichung von Gesundheit oder Wohlbefinden verstanden. Allerdings stößt die… zu verhindern und den Betroffenen mehr Lebensqualität zu ermöglichen. Die Patientinnen und Patienten besprechen gemeinsam mit dem Arzt Die ärztliche Berufsausübung, die Ausübung der Heilkunde, setzt nach der Bundesärzteordnung… oder der Ärztin den Behandlungsverlauf und vereinbaren Therapieziele, die auf ihre persönliche Lebens- und Krankheitssituation abgestimmt sind. Die behandelnde Praxis koordiniert die gesamte Therapie der COPD. Dazu gehört auch die Einbindung von Fachärzten, Kliniken und weiteren an der Behandlung Beteiligten. Und: Die Patientinnen und Patienten lernen mit der Krankheit umzugehen, zum Beispiel in Schulungen für Atem- und Inhalationstechniken.