Klima: Hälfte der Jugendlichen sorgt sich um eigene Gesundheit
Eine Mehrheit von 52 Prozent der jungen Menschen in Deutschland befürchtet gesundheitliche Risiken infolge der Erderwärmung. Das ergab die aktuelle Sinus-Jugendstudie zum Klimawandel. Demnach rechnen sogar acht Prozent davon mit „sehr negativen“ Folgen. Ein Viertel der Befragten gab allerdings an, dass sie eher keine negativen Folgen für ihre Gesundheit befürchten. In der Befragung im Auftrag der Barmer Krankenkasse gaben zudem 31 Prozent der Jugendlichen an, „große Angst“ vor dem Klimawandel zu haben.
Allerdings ist damit die Angst vor den Auswirkungen der Erderwärmung deutlich niedriger als noch im Jahr 2021, als noch 39 Prozent diese Frage mit Ja beantworteten. Auch bei der Bedeutung des Themas sind die Werte gesunken: So bewerten nur noch 42 Prozent der Befragten den Klimawandel als „sehr wichtiges“ Thema, im Jahr 2021 waren es noch 17 Prozentpunkte mehr.
„Der Klimawandel scheint Jugendlichen zwar nicht mehr so starke Angst zu bereiten wie vor einigen Jahren. Gleichwohl fürchten sie nach wie vor dessen Auswirkungen auf ihre Gesundheit“, sagt Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer, zu den Ergebnissen. Es sei gut möglich, dass das Thema Klimawandel durch die akuten anderen weltweiten Krisen emotional etwas in den Hintergrund getreten sei. Die Krankenkasse hatte für die repräsentative Studie 2.000 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 17 Jahren im Herbst 2025 befragt und das Ergebnis zum Klimawandel nun veröffentlicht.
Um die Auswirkungen des Klimawandels zu begrenzen, sind Jugendliche laut der Befragung bereit, ihr Verhalten anzupassen. So könnten sich 80 Prozent der Befragten vorstellen, regionale und Bioprodukte zu bevorzugen. 35 Prozent gaben an, ganz auf Fleisch verzichten zu können, 30 Prozent können sich dies bei Milchprodukten vorstellen.
Vor den negativen gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels hatten vergangene Woche auch die Bundesärztekammer (BÄK) und die Deutsche Allianz für Klimawandel und Gesundheit (Klug) anlässlich der „Conference on Transitioning Away from Fossil Fuels“ im kolumbianischen Santa Marta gewarnt. Europas Abhängigkeit von Kohle, Öl und Gas gefährde die Gesundheit der Bevölkerung in wachsendem Ausmaß, so das Bündnis in einer Mitteilung. Die Bundesregierung sei deshalb aufgefordert, „den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen auch innenpolitisch konsequent voranzutreiben.“ (tie)
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