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Präventionsausgaben bleiben noch unter Vor-Corona-Niveau

29.11.2023 3 Min. Lesedauer

Die gesetzlichen Krankenkassen haben für Gesundheitsförderung und Prävention 2022 neun Prozent mehr als im Jahr davor ausgegeben. Das Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019 erreichten die Ausgaben jedoch nicht. Gleichwohl ist die 2021 begonnene Stabilisierung fortgesetzt worden.

Das geht aus dem heute veröffentlichten Präventionsbericht von GKV-Spitzenverband (GKV-SV) und Medizinischem Dienst Bund (MD Bund) hervor. Ein großer Posten sei auf den Bereich der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) entfallen, den größten prozentualen Anstieg habe es bei Angeboten an einzelne Versicherte gegeben.

Insgesamt unterstützten die Kassen dem Bericht zufolge „Aktivitäten zur Gesundheitsförderung in Lebenswelten, Betrieben und für einzelne Versicherte“ mit rund 584 Millionen Euro nach rund 538 Millionen Euro im Jahr davor. 2019 waren es noch 631 Millionen Euro. Für BGF habe die GKV 2022 rund 257 Millionen Euro ausgegeben, vier Prozent mehr als 2021. So seien knapp zwei Millionen Beschäftigte in mehr als 26.000 Betrieben angesprochen worden. Rund 159 Millionen Euro und damit acht Prozent mehr als 2021 flossen laut Bericht in primärpräventive und gesundheitsförderliche Maßnahmen, insbesondere in Kindertagesstätten, Schulen und Kommunen. Diese Angebote hätten rund 9,3 Millionen Menschen in mehr als 50.000 Lebenswelten erreicht.

Den größten Zuwachs gab es laut Bericht bei Kursangeboten zu Bewegungsförderung, Stressbewältigung, Ernährung und Suchtmittelreduktion, die sich an einzelne Versicherte wenden. Dafür gaben die Kassen demnach rund 168 Millionen Euro und somit 17 Prozent mehr als im Vorjahr aus. Von den Angeboten hätten rund 1,3 Millionen Menschen profitiert –  60 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Ausgaben der Pflegekassen seien 2022 um etwa 13 Prozent auf rund 18,5 Millionen Euro gesteigert worden.

„Prävention und Gesundheitsförderung sind zentrale Instrumente, um Krankheiten gar nicht erst entstehen zu lassen oder zumindest abzumildern. Wir freuen uns, dass der Trend hierbei nun im zweiten Jahr in Folge nach oben zeigt“, erklärte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-SV, Gernot Kiefer. Er sei überzeugt, „dass gerade für die so wichtige lebensweltbezogene Gesundheitsförderung ab 2024 weitere positive Impulse vom gesetzlich neu aufgestellten GKV-Bündnis für Gesundheit ausgehen werden“. MD-Chef Stefan Gronemeyer hob die Bedeutung der Prävention für eine alternde Gesellschaft hervor, „um die Gesundheit der Menschen in allen Lebensphasen möglichst lange zu erhalten und zu stärken“.

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