Pneumokokken: Stiko gleicht Impfempfehlungen an
Die Ständige Impfkommission (Stiko) erweitert den Impfschutz bei Pneumokokken. Sie hat ihre Empfehlung zur Pneumokokken-Impfung für Kinder und Jugendliche mit Risikofaktoren aktualisiert. Das teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) gestern mit. Ab sofort sollen Zwei- bis 17-Jährige mit Vorerkrankungen denselben Impfstoff (20-valenter Pneumokokken-Impfstoff) erhalten, der bisher nur für Erwachsene vorgesehen war. Die Stiko hebt damit die bisherige Alterslogik zwischen Kindern und Erwachsenen bei Risikogruppen auf.
Die Grundimmunisierung von Säuglingen unter zwei Jahren bleibt unverändert und erfolgt weiterhin mit dem Impfstoff PCV13 oder PCV15. Gesunde Kinder ab zwei Jahren sowie Erwachsene ohne Vorerkrankungen werden nach wie vor nicht geimpft. Erst ab einem Alter von 60 Jahren empfiehlt die Stiko gesunden Menschen wieder die Impfung. Pneumokokken (Streptococcus pneumoniae) können schwere Erkrankungen wie Lungenentzündungen, Sepsis oder Hirnhautentzündungen auslösen. Besonders gefährdet sind Menschen mit Immundefekten, fehlender oder mangelhaft funktionierender Milz sowie mit chronischen Erkrankungen, da bei ihnen Infektionen häufig schwer verlaufen. Die Stiko-Empfehlung muss nun noch vom Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) bestätigt werden, bevor sie verbindlich wird und in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen werden kann. (ts)
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