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AOK startet Initiative für ein pflegefreundliches Deutschland

19.02.2026 2 Min. Lesedauer

Vor dem Hintergrund der Debatte um eine nachhaltige Reform der Sozialen Pflegeversicherung (SPV) zeigt eine neue Initiative der AOK-Gemeinschaft, wie konkrete Probleme regional schon jetzt aufgegriffen und gelöst werden. „Mit der Initiative ‚Pflege vor Ort‘ möchten wir als größte Pflegekasse Deutschlands den politisch Verantwortlichen im Bund und in den Ländern Mut machen, endlich die richtigen Weichen für eine gute Pflegereform zu stellen“, sagte heute Carola Reimann, Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, zum Start der Kampagne.

Kernstück von „Pflege vor Ort“ ist ein neuer Bereich im Presse- und Politikportal der AOK, in dem regionale Projekte der einzelnen AOKs anschaulich und teils mit Grafiken angereichert vorgestellt werden. „Wir wollen mit praktischen Impulsen zeigen, was getan werden muss, damit Pflegebedürftige und Pflegende von der im Koalitionsvertrag angekündigten großen Pflegereform profitieren“, erläuterte Reimann. „Die Reform der SPV ist keine einfache Aufgabe, aber sie muss angesichts des finanziellen Defizits und der strukturellen Herausforderungen endlich vorankommen“, betonte die Vorständin.

Die dargestellten Projekte reichen von Angeboten zur Unterstützung pflegender Angehöriger über den Ausbau von Prävention und sektorübergreifender Rehabilitationspflege bis hin zu niedrigschwelligen Initiativen für die Nachbarschaftshilfe und die Verbesserung der kommunalen Sorgestrukturplanung mit Hilfe von AOK-Routinedaten. 

Zur Initiative, die sich an Politiker auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene sowie weitere Pflegeverantwortliche, Verbände und Leistungserbringer richtet, gehören auch regionale Veranstaltungen zu Themen der SPV. Zudem informiert die AOK-Gemeinschaft über ihre eigenen Reformvorschläge. Die Website wird fortlaufend um weitere Projekte ergänzt. 

Anlass der Initiative ist nach Angaben der AOK, dass sich die gemeinsame Arbeitsgruppe von Bund und Ländern zum „Zukunftspakt Pflege“ im Dezember 2025 lediglich auf unverbindliche Vorschläge und Optionen hatte einigen können. Der AOK-Bundesverband sprach von „Ratlosigkeit auf höchster politischer Ebene“ angesichts eines Finanzdefizits von rund 3,2 Milliarden Euro im laufenden Jahr. Die vorgelegte „Roadmap“ stifte in vielen Bereichen eher Verwirrung, anstatt Orientierung zu geben. (tie)

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