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Pflege-Arbeitgeber warnen vor Wartelisten

18.02.2025 3 Min. Lesedauer

Der Arbeitgeberverband Pflege (AGVP) warnt vor einem zunehmendem Mangel an Pflegeheim-Plätzen. Nach heute veröffentlichten Zahlen des Verbandes ging die Zahl der Pflegeheime in den vergangenen vier Jahren erstmals seit 1999 real zurück. In den nächsten Jahren brauche Deutschland jedoch angesichts eines „rasant steigenden Bedarfs“ jährlich 17.000 zusätzliche Pflegeplätze. Das entspreche „über 200 Heimen mit je 78 Plätzen“. „Ohne Kurswechsel droht Deutschland zum Wartelisten-Land zu werden“, warnte AGVP-Präsident Thomas Greiner. Der AGVP fordert wirtschaftliche Anreize für den Bau von Pflegeeinrichtungen und weniger Detailvorgaben für die Betreiber.

Seit 2021 ist die Zahl der Pflegeheime laut AGVP-Berechnungen real um 126 gesunken. Zwischen 2015 und 2021 waren noch 194 Einrichtungen hinzugekommen. Nach Daten des Analysedienstes pflegemarkt.com gab es in Deutschland Mitte 2024 knapp 11.700 vollstationäre Alten- und Pflegeheime, in denen rund 918.000 Plätze zur Pflege angeboten wurden. Während der Zuwachs bei den Pflegeheimen stagnierte, legten andere Pflegeangebote jedoch deutlich zu. Laut pflegemarkt.com nahm die Zahl der Pflegedienste zwischen 2018 und 2023 um 16 Prozent zu. 35 Prozent betrug das Wachstum bei Angeboten für betreutes Wohnen. Tagespflege-Angebote verzeichneten mit 48 Prozent den größten Zuwachs.