Update

Nach Berliner Stromausfall: Mehr Bevölkerungsschutz gefordert

07.01.2026 2:30 Min. Lesedauer

Der jüngste Stromausfall in Berlin hat eine Debatte über Defizite im Bevölkerungsschutz ausgelöst. Der Vorfall zeige, „wie wichtig Ausweichmöglichkeiten und eine ausreichende Bevorratung an Materialien zur Bewältigung solcher Lagen sind“, sagte der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Hermann Gröhe, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Auch Wirtschafts-, Ärzte- und Pflegeverbände sehen erheblichen Nachholbedarf.

Auslöser war ein Brandanschlag auf eine Kabelbrücke im Berliner Südwesten. Rund 45.400 Haushalte, 2.200 Gewerbekunden, vier Krankenhäuser und 74 Pflegeeinrichtungen waren betroffen. Die Kliniken wurden bereits am Sonntag wieder ans Netz angeschlossen. Am Mittwoch wurden auch die Haushalte wieder Schritt für Schritt mit Strom versorgt.

Nach Ansicht von Bundesärztekammer-Präsident Klaus Reinhardt hat der Stromausfall gezeigt, wie verwundbar Deutschland ist. Zu lange sei vernachlässigt worden, ob Notfallkreisläufe „schnell einschaltbar und benutzbar sind“. Gerade das Gesundheitswesen sei auf eine funktionierende kritische Infrastruktur angewiesen. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe fordert eine stärkere Einbindung von Pflegefachpersonen in die Krisenvorsorge. Ihnen sei es zu verdanken gewesen, dass es in Pflegeeinrichtungen in Berlin nicht zu schwerwiegenden Zwischenfällen gekommen sei, betonte DBfK-Präsidentin Vera Lux. (sr)

Optionale Felder sind gekennzeichnet.

Beitrag kommentieren

Alle Felder sind Pflichtfelder.

Datenschutzhinweis

Ihr Beitrag wird vor der Veröffentlichung von der Redaktion auf anstößige Inhalte überprüft. Wir verarbeiten und nutzen Ihren Namen und Ihren Kommentar ausschließlich für die Anzeige Ihres Beitrags. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht, sondern lediglich für eventuelle Rückfragen an Sie im Rahmen der Freischaltung Ihres Kommentars verwendet. Die E-Mail-Adresse wird nach 60 Tagen gelöscht und maximal vier Wochen später aus dem Backup entfernt.

Allgemeine Informationen zur Datenverarbeitung und zu Ihren Betroffenenrechten und Beschwerdemöglichkeiten finden Sie unter https://www.aok.de/pp/datenschutzrechte. Bei Fragen wenden Sie sich an den AOK-Bundesverband, Rosenthaler Str. 31, 10178 Berlin oder an unseren Datenschutzbeauftragten über das Kontaktformular.

Pressekonferenz

Vorstellung des neuen Public Health Index

Wo steht Deutschland beim Thema Prävention im internationalen Vergleich?