Krebs bleibt zweithäufigste Todesursache in Deutschland
Die Sterblichkeit aufgrund von Krebserkrankungen ist in Deutschland zwar wegen verbesserter Behandlungsmöglichkeiten und Prävention in den letzten 20 Jahren leicht zurückgegangen. Dennoch bleibt Krebs laut einer Auswertung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) anlässlich des Weltkrebstags am Mittwoch die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Demnach starben im vergangenen Jahr 230.400 Menschen hierzulande an Krebs, rund zehn Prozent mehr als im Jahr 2004.
Dieser Anstieg ist laut Destatis vor allem auf die Alterung der Bevölkerung zurückzuführen, denn die Sterblichkeit aufgrund der Krankheit selbst ging in nahezu allen Altersgruppen zurück. Zudem ist die sogenannte altersstandardisierte Zahl der Krebstodesfälle, die die Todesrate unabhängig vom Alter angibt, auf 273,5 Krebstote je 100.000 Einwohner gesunken (2004: 322,4). Gestiegen ist die Anzahl der Krebstoten je 100.000 Einwohner nur in den Altersgruppen der Fünf- bis Neunjährigen und bei Menschen ab 90 Jahren.
Insgesamt lag der Anteil der an Krebs Gestorbenen an allen Todesfällen im Jahr 2024 bei insgesamt 22,9 Prozent. 20 Jahre zuvor waren es noch 25,6 Prozent. Ursachen hierfür liegen Destatis zufolge mutmaßlich in verbesserten Behandlungsmethoden, Möglichkeiten zur Früherkennung und Prävention.
Krebs bleibt dennoch nach den Krankheiten des Kreislaufsystems, an denen 339.200 Menschen oder 33,7 Prozent aller Menschen im Jahr 2024 starben, die zweithäufigste Todesursache. Lungenkrebs ist laut der Auswertung für ein Fünftel aller krebsbedingten Todesfälle verantwortlich (45.100 Todesfälle). An Darmkrebs starben 23.600 Menschen, an Bauchspeicheldrüsenkrebs 19.500, an Brustkrebs 18.700 und an Prostatakrebs 15.500 Menschen. Abweichend vom Trend wurden im Jahr 2024 besonders mehr jüngere Menschen mit Darmkrebs behandelt als noch im Jahr 2004.
Insgesamt versorgten die Krankenhäuser in Deutschland im vergangenen Jahr 1,45 Millionen Patientinnen und Patienten aufgrund von Krebserkrankungen. Das waren 1,2 Prozent mehr als im Vorjahr, aber deutlich weniger als im Jahr 2004, wo noch 1,54 Millionen Menschen in den Kliniken behandelt worden waren (5,6 Prozent mehr als 2024).
Drei Viertel aller wegen Krebs im Krankenhaus behandelten Patientinnen und Patienten waren 60 Jahre und älter. Die unter 40-Jährigen bildeten mit 5,2 Prozent der Patientinnen und Patienten die am geringsten stationär behandelte Altersgruppe. Der 26. Weltkrebstag am kommenden Mittwoch steht 2026 unter dem Motto „Gemeinsam einzigartig“. (tie)
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