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Warken will effizientere, globale Gesundheitsarchitektur

08.04.2026 2 Min. Lesedauer

Die Bundesregierung will notwendige Reformen für eine leistungs- und zukunftsfähigere Gestaltung des globalen Gesundheitssystems mit vorantreiben. Die globale Gesundheitsarchitektur müsse leistungsfähiger werden, betonte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) am Dienstag zum Abschluss des „One Health Summit“ in Lyon. „Komplexe Gesundheitsgefahren entwickeln sich am Schnittpunkt von Mensch, Tier sowie Umwelt und werden für die Gesundheit zu einer immer komplexeren Herausforderung. Alle Anstrengungen der Vorbeugung können nur in einem multilateralen Ansatz erfolgreich sein“, unterstrich die Ministerin.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO kündigte Maßnahmen an, um künftig Bedrohungen wirksamer vorzubeugen und auf sie zu reagieren. Deutschland werde diesen Prozess mit der WHO aktiv gestalten, so Warken. Dafür seien handlungsfähige Institutionen, klare Verantwortlichkeiten und ein gemeinsames Vorgehen der Mitgliedstaaten nötig. Die Bundesregierung unterstütze daher „ausdrücklich“ die Initiative der französischen Regierung, während ihrer G7-Präsidentschaft das Thema „One Health“ auf höchster Ebene voranzubringen.

Laut WHO markiert der Gipfel einen wichtigen Schritt zur Umsetzung des „One Health“-Ansatzes in konkrete Maßnahmen. „One Health“ betont die enge Verknüpfung von menschlicher Gesundheit, Tiergesundheit sowie Umwelt und zielt darauf ab, Gesundheitsrisiken durch mehr fachübergreifende Zusammenarbeit zu vermeiden. Die Dringlichkeit sei offensichtlich, mahnte die WHO. Rund 60 Prozent der bekannten Infektionskrankheiten beim Menschen hätten einen tierischen Ursprung, und etwa 75 Prozent der neu auftretenden Infektionskrankheiten seien Zoonosen.

Die WHO kündigte die Gründung eines neuen globalen Netzwerkes sowie die Stärkung wissenschaftlicher Expertise an. Zudem wurde eine neue Initiative zur Ausrottung der Tollwut bis 2030 gestartet und eine einheitliche Strategie zur Bekämpfung der Vogelgrippe vorgestellt. Die Ergebnisse des Gipfels würden in die laufenden internationalen Diskussionen über Vorsorgemaßnahmen und koordinierte Reaktionen auf Gesundheitsgefahren an der Schnittstelle zwischen Mensch, Tier und Ökosystem einfließen, erläuterte die WHO.

Der „One Health Summit“ wurde im Rahmen der G7-Präsidentschaft Frankreichs in Lyon ausgerichtet. Er fand in enger Kooperation mit der sogenannten Quadripartite-Allianz statt, bestehend aus WHO, der Weltorganisation für Tiergesundheit WOAH, der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen FAO sowie dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen UNEP. (bhu)

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