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Zahngesundheit: Immer mehr Menschen sind kariesfrei

14.04.2026 2 Min. Lesedauer

Die Mundgesundheit in Deutschland hat sich in allen Alters- und Bildungsgruppen aufgrund konsequenter Präventionsausrichtung der Zahnmedizin erheblich verbessert. Jedoch bestünden weiterhin soziale Ungleichheiten. Das sind die zentralen Ergebnisse der sechsten Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS 6) des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ), der Bundeszahnärztekammer und der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV). Demnach waren bei den Probanden nur sehr wenige Zähne neu von Karies betroffen. Zudem würden in allen Altersgruppen ein Großteil über viele Jahre hinweg alle eigenen Zähne behalten.

Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verlören allerdings überdurchschnittlich oft Zähne. Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass Prävention der Schlüssel zum Erfolg bei der Mundgesundheit sei, betonte Martin Hendges, Vorstandsvorsitzender des KZBV. Daher sei es höchste Zeit, dass die Politik Prävention zum Leitbild gesundheitspolitischen Handelns mache.

Für die erstmals erhobenen Längsschnittergebnisse DMS 6 wurden rund 3.400 Menschen aus der vorherigen fünften Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS V) von 2014 erneut befragt und zahnmedizinisch-klinisch untersucht. Folgende Altersgruppen nahmen 2014 teil: ältere Kinder (zwölf Jahre), jüngere Erwachsene (35 bis 44 Jahre), ältere Erwachsene (43 bis 52 Jahre), jüngere Seniorinnen und Senioren (65 bis 74 Jahre) und ältere Seniorinnen und Senioren (73 bis 82 Jahre).

Laut Befragung erkrankte bei zum Zeitpunkt der DMS V kariesfreien Kindern, also die heute 20-Jährigen, innerhalb des Untersuchungszeitraums im Schnitt maximal ein Zahn an Karies. „Dieses erfreuliche Ergebnis zeigt, dass diese Altersgruppe bereits vollständig vom zahnmedizinischen Präventionsangebot profitiert“, heißt es in der Studie. Bei den heute jüngeren Erwachsenen (35- bis 44-Jährige) zeige sich erstmals der volle Effekt der präventionsorientierten Versorgung seit den 1990er-Jahren, erläuterte Rainer Jordan, Wissenschaftlicher Direktor des IDZ. „Hatten die 35- bis 44- Jährigen der 1990er-Jahre bereits mehr als fünf Zähne verloren, fehlt den jüngeren Erwachsenen heute gerade mal ein Zahn.“

Neben Karies ist laut Autoren Parodontitis die epidemiologisch bedeutsamste chronische Erkrankung der Mundhöhle. Sie verlaufe lange chronisch; jedoch kippten viele Verläufe im Alter zwischen 40 und 50 Jahren in schwere Formen, sagte Jordan. Frühe Diagnostik und rechtzeitige therapeutische Maßnahmen seien daher wichtig, um parodontale Verschlechterungen zu verhindern. (bhu)

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