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Grippewelle sorgte Anfang 2025 für deutlich mehr Todesfälle

14.01.2026 2 Min. Lesedauer

Im vergangenen Jahr sind in Deutschland rund eine Million Menschen gestorben. Nach heute veröffentlichten vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sank die Zahl der Todesfälle um 4.600 (0,5 Prozent) im Vergleich zu 2024. Deutlich mehr Sterbefälle als im Mittel der vier Vorjahre wurden im ersten Quartal registriert. Im Februar lag die Zahl zehn Prozent über dem Schnitt, im März waren es noch sechs Prozent mehr. Destatis bringt dies mit der Anfang April ausgelaufenen heftigen Grippewelle in Verbindung.

Mit der Ausnahme „einer Hitzewoche Anfang Juli“ lagen die Sterbefallzahlen laut Destatis im weiteren Jahresverlauf unter denen der vier Vorjahre oder in deren Bereich. Auffällig: Im Dezember sank die Zahl der Todesfälle um 13 Prozent deutlich unter die Vergleichswerte. Die meisten Todesfälle (330.000) gab es 2025 in der Altersgruppe von 85 bis 89 Jahren. Im vergangenen Jahr verstarben aber auch 3.164 Kinder, etwas weniger als 2024 (3.394). 

Nach Angaben der Statistiker schwächte in den vergangenen Jahren die steigende Lebenserwartung einen durch den Alterungseffekt verstärkten Anstieg der Sterbefallzahlen ab. Diese langjährige Entwicklung sei lediglich durch die Pandemiejahre 2020 bis 2022 unterbrochen worden. „Ausgehend von einem entsprechend hohen Niveau von rund 1,07 Millionen Gestorbenen im Jahr 2022 sind die Sterbefallzahlen in den Jahren 2023 und 2024 deutlich gesunken“, erläutert Destatis. 

Die Lebenserwartung habe fast wieder das Vor-Corona-Niveau erreicht. 2024 geborene Mädchen haben laut Destatis eine durchschnittliche Lebenserwartung von 83,5 Jahren; bei gleichaltrigen Jungen sind es 78,9 Jahre. Das entspreche einem leichten Plus von 0,2 Jahren für Frauen und 0,4 Jahren bei Männern gegenüber 2023. Daten für 2025 kündigte das Bundesamt für Juli an. (toro)
 

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