Interview Versorgung

„Aktuell geht es um die weitere Professionalisierung der Pflegeberufe“

18.03.2026 Silke Heller-Jung 3 Min. Lesedauer

In der Rubrik „Neues aus der Uni“ stellt G+G-Digital Institute und Lehrstühle vor. Dieses Mal mit drei Fragen an Prof. Dr. Frank Weidner, kommissarischer Leiter des Instituts für Pflegewissenschaft an der Universität Koblenz.

Foto: Blick in einen Hörsaal, in dem viele Studierende sitzen. Vorne steht ein Mikrofon.
In der Rubrik „Neues aus der Uni“ stellt G+G jeden Monat ein Institut oder einen Lehrstuhl vor.
Prof. Dr. Frank Weidner, kommissarischer Leiter des Instituts für Pflegewissenschaft an der Universität Koblenz
Prof. Dr. Frank Weidner ist Professor für Pflegewissenschaft und kommissarischer Leiter des Instituts für Pflegewissenschaft an der Universität Koblenz.

Herr Professor Weidner, was ist derzeit Ihre wichtigste wissenschaftliche Fragestellung?

Prof. Dr. Frank Weidner: Wir beschäftigen uns mit Fragen an den Schnittstellen zwischen pflegerischer und gesundheitlicher Versorgung, Bildung und Innovation. Aktuell geht es um die weitere Professionalisierung der Pflegeberufe sowie um die berufliche Bildungsarbeit in der Pflege. Ein Hintergrund dazu sind die gesetzlichen Regelungen zu den Vorbehaltsaufgaben und Befugniserweiterungen der Pflege sowie die Bemühungen zur Akademisierung mit Schwerpunkten auf erweiterte Kompetenzen (Stichwort: Advanced Nursing Practice).

Wie fördern Sie an Ihrer Einrichtung die Kooperation wissenschaftlicher Disziplinen und die Netzwerkbildung?

Weidner: Wir kooperieren als Institut für Pflegewissenschaft im Fachbereich Bildungswissenschaften bereits mit den Instituten für Psychologie, Soziologie und Pädagogik. Darüber hinaus bauen wir die Kontakte zur Philologie, den Kulturwissenschaften, den Naturwissenschaften sowie zur Informatik und zum Management aus. In Koblenz und darüber hinaus gibt es zudem hervorragende Möglichkeiten zur Netzwerkbildung, die wir nutzen.

„Wir beschäftigen uns mit Fragen an den Schnittstellen zwischen pflegerischer und gesundheitlicher Versorgung, Bildung und Innovation.“

Prof. Dr. Frank Weidner

Kommissarischer Leiter des Instituts für Pflegewissenschaft an der Universität Koblenz

Zur Person

Prof. Dr. Frank Weidner ist ausgebildeter Gesundheits- und Krankenpfleger. Nach dem Studium der Gesundheitswissenschaften/Lehramt Gesundheit sowie Germanistik forschte und lehrte er ab 1997 als Professor für Pflegewissenschaft an der Katholischen Hochschule in Köln, ab 2006 an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar und seit 2022 an der Universität Koblenz, wo er kommissarisch das im Aufbau befindliche Institut für Pflegewissenschaft leitet. Seit 2000 ist Weidner Vorstandsvorsitzender des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) in Köln. 

Ist die Politik gut beraten, wenn sie auf die Wissenschaft hört?

Weidner: Ich bin davon überzeugt, dass es heute sogar wichtiger ist als noch vor ein paar Jahren, dass es eine gute und intensive Beratung der Politik durch die Wissenschaft gibt. Dies schon allein aus den Gründen wachsender Wissensbedarfe und zugleich zunehmender Fake News. Ich berate mit meinen Teams unter anderem schon seit längerem die Landesregierung in Rheinland-Pfalz zu Fragen der Fachkräftesicherung in Pflege und Gesundheit. Ich denke, wir können damit dazu beitragen, neue und praktikable Wege zu gehen.

Forschungsschwerpunkte:

  • Professionalisierung
  • Fachkräftesicherung
  • Gesundheitsförderung und Prävention
  • Vulnerabilität

 

Jahresetat:

Keine Angabe

 

Zahl und Qualifikation der Mitarbeitenden:

  • 1 Professorin, 1 Professor, 1 Professur N.N.
  • 5 Wissenschaftliche Mitarbeitende, 2 N.N.
  • 1 Sekretärin
  • 2 studentische Mitarbeitende/Hilfskräfte

 

Kontaktdaten:

Universität Koblenz
Fachbereich Bildungswissenschaften
Institut für Pflegewissenschaft
Universitätsstraße 1
56070 Koblenz
Telefon: 0261 287-2976
E-Mail: pflegewissenschaft(at)uni-koblenz.de

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