„Manchen Menschen fällt es schwer, sich gesund zu verhalten“
In der Rubrik „Neues aus der Uni“ stellt G+G-Digital Institute und Lehrstühle vor. Dieses Mal mit drei Fragen an Prof. Dr. Mirko Wegner, Leiter des Arbeitsbereichs Gesundheitswissenschaft im Institut für Bewegungswissenschaft der Universität Hamburg.
Leiter des Arbeitsbereichs Gesundheitswissenschaft im Institut für Bewegungswissenschaft der Universität Hamburg
Herr Professor Wegner, was ist derzeit Ihre wichtigste wissenschaftliche Fragestellung?
Prof. Dr. Mirko Wegner: Im Arbeitsbereich Gesundheitswissenschaft/Health Science der Universität Hamburg beschäftigen wir uns zum einen damit, wie man die psychischen Gesundheitswirkungen körperlicher Aktivität optimieren kann – beispielsweise im Bereich der kognitiven Leistungsfähigkeit. Zum anderen untersuchen wir, wie individuelle Selbststeuerungskompetenzen das Gesundheitsverhalten im Alltag beeinflussen. Manchen Menschen fällt es tatsächlich trotz viel Wissen darum häufig schwer, sich auch gesund zu verhalten.
Wie fördern Sie an Ihrer Einrichtung die Kooperation wissenschaftlicher Disziplinen und die Netzwerkbildung?
Wegner: Es gibt inneruniversitär verschiedene Formate auf vielen Ebenen, die Austausch zwischen den einzelnen Disziplinen und Arbeitsbereichen fördern. Daneben sind Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen in Fachverbänden organisiert, die mit Akteuren und Akteurinnen von Politik, Leistungserbringenden und -finanzierenden im Bereich Gesundheit im Austausch sind, um zielgerichtet identifizierte Bedarfe zu adressieren.
„Gute Lösungen entstehen, wenn Politik und Wissenschaft eng zusammenarbeiten.“
Leiter des Arbeitsbereichs Gesundheitswissenschaft im Institut für Bewegungswissenschaft der Universität Hamburg
Zur Person
Prof. Dr. Mirko Wegner studierte in Berlin Sportwissenwissenschaft. Nach einem Post-Doc-Aufenthalt an der Universität Bern/Schweiz hat er seit 2017 die Professur für Sportpsychologie an der Humboldt-Universität zu Berlin vertreten. Seit 2022 bekleidet er die Professur für Gesundheitswissenschaft an der Universität Hamburg.
Ist die Politik gut beraten, wenn sie auf die Wissenschaft hört?
Wegner: Man kann davon ausgehen, dass sowohl Politik als auch Wissenschaft ihr Bestes geben, um Herausforderungen im Gesundheitsbereich bestmöglich anzugehen. Man muss aber auch anerkennen, dass die Herausforderungen hier häufig sehr komplex und die Wirksamkeit von Maßnahmen manchmal nicht so schnell überprüfbar ist. Wissenschaft versucht diese Komplexität bestmöglich abzubilden und vorsichtig Empfehlungen abzuleiten. Das braucht oft Zeit und Geld. Ich bin überzeugt, dass gute Lösungen entstehen, wenn Politik und Wissenschaft eng zusammenarbeiten.
Forschungsschwerpunkte:
- Implizite Motivations- und Selbststeuerungsprozesse
- Körperliche Aktivität und gesunde Entwicklung im Schulalter
- Wirkung körperlicher Aktivität bei psychischen Erkrankungen
- Verhalten und Erleben unter Belastung und Stress
- Neurobiologische Mechanismen körperlicher Aktivität für die Gesundheit
Jahresetat:
Basisfinanzierung plus Drittmittel in variabler Höhe
Zahl und Qualifikation der Mitarbeitenden:
- 1 Professor
- 4 Wissenschaftliche Mitarbeitende
- 1 Teamassistentin
- 3 studentische Mitarbeitende/Hilfskräfte
Kontaktdaten:
Universität Hamburg
Fakultät für Psychologie und Bewegungswissenschaft
Institut für Bewegungswissenschaft
Mollerstraße 10
20148 Hamburg
Telefon: 0151 20987175
E-Mail: gesundheitswissenschaft.bw@uni-hamburg.de
Web: Arbeitsbereich Gesundheitswissenschaft
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