AOK-Welt: Neues aus den Regionen
Mit verschiedenen Initiativen und Studien setzen sich die AOKs bundesweit für eine bessere Versorgung ein.
AOK NordWest
Kinder häufiger im Krankenhaus
Die Zahl stationärer Krankenhausbehandlungen von Kindern und Jugendlichen in Schleswig-Holstein und Westfalen-Lippe hat sich erhöht. Nach aktuellen Daten der AOK NordWest wurden 2024 insgesamt 48.363 AOK-versicherte Kinder bis 17 Jahre in einer Klinik behandelt. Das sind rund zwölf (Schleswig-Holstein) beziehungsweise gut 14 Prozent (Westfalen-Lippe) mehr als 2020. Häufigste Einweisungsgründe waren Gehirnerschütterungen sowie akute Atemwegs- und Magen-Darm-Erkrankungen. Eine Begleitperson ist im Bedarfsfall möglich, wenn der Krankenhausarzt die medizinische Notwendigkeit bescheinigt.
Baden-Württemberg
Studie bestätigt Vorteile der HZV
Eine Evaluation der Goethe-Universität Frankfurt und des Universitätsklinikums Heidelberg belegt die Vorteile der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) der AOK Baden-Württemberg. Rund 5.900 HZV-Ärztinnen und -Ärzte versorgen landesweit mehr als zwei Millionen freiwillig eingeschriebene AOK-Versicherte mit einer intensiveren und besser koordinierten Versorgung. Laut Vertragspartnern hat die AOK Baden-Württemberg damit faktisch ein Primärversorgungsmodell eta-bliert. Besonders profitieren ältere und chronisch kranke Patientinnen und Patienten, die über 60 Prozent der Teilnehmenden ausmachen. Die Ergebnisse zeigen eine effizientere Patientensteuerung und eine dauerhaft höhere Versorgungsqualität der eingeschriebenen Menschen – bei geringeren Kosten. „Diesen nachweislichen Qualitätsvorsprung in der Versorgung halten wir seit 17 Jahren, und wir werden diesen Weg weiter fortsetzen“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der AOK Baden-Württemberg, Johannes Bauernfeind.
AOK Nordost
Gesundheitsversorgung auf dem Land stärken
Die medizinische Versorgung im ländlichen Raum gestaltet sich zunehmend schwieriger, vor allem im Hinblick auf fachärztliche Versorgung und ihre Erreichbarkeit. Das belegt das Innovationsfondsprojekt „Prospektive Regionale Sektorenübergreifende Versorgungsplanung“ (ProReVers), an dem die AOK Nordost als Projektpartner beteiligt war. In den Landkreisen Prignitz und Ostprignitz-Ruppin wurden Versorgungsdaten ausgewertet, Versicherte befragt und Workshops veranstaltet. Der positive Rücklauf bei der Befragung „bestätigt uns in unserem versichertenzentrierten Ansatz im Projekt“, machte Daniela Teichert, Vorstandsvorsitzende der AOK Nordost, deutlich. Die im Projekt entwickelten Analysedesigns, Instrumente und Verfahren könnten auch von anderen ländlichen Regionen genutzt werden.
AOK-Gemeinschaft
AOK sichert Salbutamol-Versorgung
Wegen anhaltender Lieferengpässe bei salbutamolhaltigen Arzneimitteln in Dosieraerosolen übernimmt die AOK vorübergehend entstehende Mehrkosten.Ist ein verordnetes Inhalationsspray zur Behandlung von Asthma oder COPD nicht ver-fügbar, entstehen Versicherten bei der Abgabe eines Alternativpräparats keine Zusatzausgaben. Ursachen der Engpässe sind Probleme in der Herstellung und eine gestiegene Nachfrage. Die Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Dr. Carola Reimann, forderte ein Frühwarnsystem mit verpflichtenden Meldungen entlang der Lieferkette – wie es andere Länder bereits umsetzen.
Bayern
Mentale Gesundheit von Pflegenden stärken
Pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz sind oft psychisch stark belastet. Das Innovationsfondsprojekt „AnDem-RoSe“ (Ressourcenrealisierung und Selbsthilfe für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz) unter Leitung der Universität Jena – mit der AOK Bayern als Konsortialpartner – setzt hier an. Ziel ist, die mentale Gesundheit pflegender Angehöriger zu stärken und ihre Selbstfürsorge sowie Resilienz zu fördern. Die Ergebnisse sollen in praxistaugliche Unterstützungsangebote überführt und in der Versorgung verankert werden. Rund 350 Personen nehmen bis Mitte 2029 an der Studie teil.
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