AOK-Welt: Neues aus den Regionen
Mit verschiedenen Initiativen und Studien setzen sich die AOKs bundesweit für eine bessere Versorgung ein.
AOK-Bundesverband
Mehr Orientierung in der Pflege
Eine neue Funktion im AOK-Pflegenavigator verschafft Pflegegeldbeziehenden einen Überblick über die Anbieter von Beratungsbesuchen, die für Pflegegeld-Beziehende verpflichtend sind. Die Erweiterung erleichtert Betroffenen die Suche nach qualifizierter Unterstützung in der häuslichen Pflege. Die Besuche finden in der Regel vor Ort in der häuslichen Umgebung statt, können aber auch nach dem ersten Besuch zuhause per Videokonferenz durchgeführt werden. Sie dienen dazu, Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen oder pflegenden Bezugspersonen Hilfe und praktische Unterstützung anzubieten. Dazu zählen Tipps zu Pflegehilfsmitteln, Mobilisation, Ernährung, Hygiene sowie Entlastung für Pflegende. Der Navigator bietet auch Informationen über geeignete Pflegedienste oder Pflegeheime in der Umgebung. Mit fast 19.000 gelisteten Diensten schafft das Portal mehr Orientierung in einem unübersichtlichen Pflegemarkt. Allein Im vergangenen Jahr wurde das Tool über eine Million Mal genutzt.
AOK NordWest
Viele Schulanfänger brauchen Sprachförderung
Im Nordwesten Deutschlands erhält etwa jedes fünfte Kind zum Schuleintritt eine Sprachtherapie. Das belegt eine aktuelle Auswertung der AOK NordWest, nach der 19,4 Prozent (Schleswig-Holstein) beziehungsweise 21,1 Prozent (Westfalen-Lippe) der sechsjährigen Kinder 2024 eine entsprechende Therapie bekamen. Jungen waren häufiger in Behandlung als Mädchen. Sprachstörungen erschweren den Alltag und bringen schulische Herausforderungen mit sich. Die sprachliche Entwicklung „bildet das Fundament für die gesamte geistige, soziale und emotionale Entwicklung“, machte der Vorstandsvorsitzende der AOK NordWest, Tom Ackermann, deutlich. Sie präge Lernen, Interaktion und Selbstvertrauen. Die frühe Diagnose sowie eine Therapie ab etwa vier Jahren seien zentral.
AOK Rheinland/Hamburg
Krankenstand im Einzelhandel auf Rekordhoch
In den Regionen Rheinland und Hamburg waren 2024 mehr als sieben von 100 Angestellten im Einzelhandel pro Tag arbeitsunfähig. Das zeigt eine Auswertung des Instituts für Betriebliche Gesundheitsförderung der AOK Rheinland/Hamburg. Demnach erreichte der Krankenstand mit 7,14 Prozent einen neuen Höchstwert. Besonders auffällig ist der starke Anstieg der Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen: Beschäftigte fehlten durchschnittlich 5,7 Tage – eine Zunahme um fast 50 Prozent innerhalb von zehn Jahren. Als Gründe nennt die AOK hohe psychische Belastungen, Personalmangel und wachsenden Wettbewerbsdruck.
Baden-Württemberg
Portal zu Landtagswahl gibt Überblick
Wenige Monate vor der Landtagswahl hat die AOK Baden-Württemberg ein interaktives Informationsportal zur regionalen Gesundheitsversorgung gestartet. Auf 70 Regionalseiten werden Versorgungslage, Umfrageergebnisse aus der Bevölkerung sowie Positionen von Landtagskandatinnen und -kandidaten vorgestellt. „Gesundheit ist ein Grundrecht“, betonte der Vorstandsvorsitzende der AOK Baden-Württemberg, Johannes Bauernfeind. Diese solle nicht vom Wohnort oder Einkommen abhängen. Er forderte mehr Investitionen des Landes in Krankenhäuser und den Ausbau der Primärversorgung. Gesundheitspolitik müsse im Wahlkampf eine zentrale Rolle spiele
AOK Hessen
Zeitdruck beim Arzt gefährdet Verständlichkeit
In Hessen sind sieben von zehn Menschen (73 Prozent) mit der Kommunikation im letzten Arztgespräch zufrieden, nur neun Prozent sind unzufrieden. Das zeigt eine Befragung der AOK Hessen unter 1.000 Patientinnen und Patienten. Knapp die Hälfte der Unzufriedenen bemängelt, dass Ärztinnen und Ärzte zu wenig Zeit für Erklärung, Beratung und Rückfragen gehabt hätten. Ältere beurteilten die Gespräche häufiger positiv als Jüngere. Die Ergebnisse verdeutlichen, wie wichtig eine verständliche Beratung für Vertrauen sowie für eine gute Entscheidungsfindung ist.
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