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Landesweite Info-Tour mit Abschluss in Potsdam – Aufklärung am laufenden Darm-Meter

Die Gesundheitskasse hat ihr Angebot für Versicherte seit vergangenem Jahr über die gesetzlichen Vorgaben hinaus erweitert und das Alter für die Inanspruchnahme einer präventiven Darmspiegelung (Koloskopie) für Männer auf 40 Jahre und für Frauen auf 45 Jahre gesenkt. Bisher liegt das gesetzliche Vorsorgealter bei 55 Jahren. Studien belegen allerdings, dass Darmkrebs bereits ab einem deutlich jüngeren Alter auch in Bevölkerungsgruppen immer häufiger auftritt, die nicht familiär belastet sind.

Gemeinsame Presseinformation

Landesarbeitsgemeinschaft Onkologische Versorgung Brandenburg e.V.
Initiative „Brandenburg gegen Darmkrebs“
AOK Nordost – Die Gesundheitskasse

Früher zur Früherkennung – Darmkrebsvorsorge rettet Leben

Potsdam, 11. Oktober 2018. Darmkrebsfrüherkennung – viele Menschen wissen nichts von den Möglichkeiten der Vorsorge, für andere ist es noch immer ein Tabuthema. Unter dem Motto „Laufend vorsorgen“ laden die Landesarbeitsgemeinschaft Onkologische Versorgung Brandenburg e.V. (LAGO) mit ihrer Initiative „Brandenburg gegen Darmkrebs“ und die AOK Nordost am heutigen Donnerstag in Potsdam zu einem Gang durch das begehbare DARMMODELL der Felix Burda Stiftung ein. Die Aktion ist Auftakt für die Stern-Center-Ausstellung „Faszination Mensch“.

Im Potsdamer Stern-Center können Besucher von 10 bis 18 Uhr Teile des begehbaren Darms durchlaufen, sich anschauen wie ein gesunder Darm, Polypen oder sogar ein Tumor aussehen. Fachleute informieren zum Aufbau des Hochleistungsorgans, über Ursachen für die Entstehung von Darmkrebs und über den Ablauf einer Darmspiegelung. Im Stern-Center findet die fünfte Aufklärungsaktion und gleichzeitig der Abschluss einer gemeinsamen Informationstour der LAGO und der AOK Nordost durch mehrere Städte des Landes statt. Die Aktion soll im kommenden Jahr fortgesetzt werden.

Gesundheitsstaatssekretär Andreas Büttner: „Vorsorgeuntersuchungen können dazu beitragen, lebensgefährliche Krankheitszeichen frühzeitig zu erkennen und damit Heilungschancen zu verbessern. Das gilt auch für die Darmkrebsvorsorge. Über 90 Prozent aller Darmkrebsfälle können so verhindert oder geheilt werden. Ich kann nur jedem raten, die Vorsorge ernst zu nehmen und sich untersuchen zu lassen. Ich freue mich darüber, dass es die Aufklärungskampagne „Brandenburg gegen Darmkrebs“ gibt und danke allen daran Beteiligten für ihre kreativen, interessanten und anschaulichen Ideen, mit denen sie Brandenburgerinnen und Brandenburger motivieren, zur Darmkrebsvorsorge zu gehen.“

„Dank der Darmkrebsvorsorge konnte die Zahl der Neuerkrankungen seit 2002 deutlich gesenkt werden. Aber immer noch nutzen zu wenig Bürger diese Chance. Deshalb sind öffentlichkeitswirksame Aktionen so wichtig“, so MU Dr./ČS Peter Noack, Sprecher der Initiative „Brandenburg gegen Darmkrebs“ und Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg.

AOK Nordost senkt Vorsorgealter auf 40 Jahre

Die Gesundheitskasse hat ihr Angebot für Versicherte seit vergangenem Jahr über die gesetzlichen Vorgaben hinaus erweitert und das Alter für die Inanspruchnahme einer präventiven Darmspiegelung (Koloskopie) für Männer auf 40 Jahre und für Frauen auf 45 Jahre gesenkt. Bisher liegt das gesetzliche Vorsorgealter bei 55 Jahren. Studien belegen allerdings, dass Darmkrebs bereits ab einem deutlich jüngeren Alter auch in Bevölkerungsgruppen immer häufiger auftritt, die nicht familiär belastet sind.

„Wir wollen noch mehr für die Darmkrebsvorsorge sensibilisieren und für die guten Vorsorgemöglichkeiten bei diesem Krankheitsbild werben. Das erweiterte Beratungs- und Versorgungsangebot ist deshalb nicht nur für Menschen mit familiärer Vorbelastung sinnvoll. Es sollte von jedem Einzelnen möglichst früh in Anspruch genommen werden, denn Darmkrebsvorsorge kann Leben retten“, sagt Anja Behr, u.a. für Prävention zuständige Bereichsleiterin bei der AOK Nordost.

Darmkrebs kann durch konsequente Vorsorge weit besser verhütet werden als andere Krebsarten. Wird er in einem frühen Stadium erkannt, sind die Heilungsaussichten hoch. Bei einer Darmspiegelung (Koloskopie) sind Krebsvorstufen gut zu entdecken und können noch während der Untersuchung entfernt werden. Insgesamt lassen sich etwa 90 Prozent der Darmerkrankungen durch eine einmalige Darmspiegelung so früh erkennen, dass man sie heilen kann.

Um für die gesetzlichen Vorsorgeuntersuchungen etwa zum Darmkrebs zu informieren, hat die AOK Nordost im vergangenen Jahr bereits ihre Aufklärungskampagne für Männergesundheit unter dem Motto „#hosenrunter“ gestartet. Für diesen Aufklärungsansatz und verbesserte Darmkrebsvorsorge-Angebote hat die Krankenkasse im Mai den „Felix Burda Award“ in der Kategorie „Engagement des Jahres“ und im Juni den „dfg Award®“ verliehen bekommen. Für die Kommunikation der Aufklärungskampagne wurde die AOK Nordost zudem im September mit einem Health:Angel ausgezeichnet.

Ex-Fußballprofi Jimmy Hartwig wirbt: „Tut was Jungs! Geht zur Vorsorge.“

Prominenter AOK-Gesundheitsbotschafter für das Thema und auch Gesprächspartner am 11. Oktober im Stern-Center ist Ex-Fußballprofi Jimmy Hartwig: „Ich will dabei helfen, dass insbesondere die männlichen Gesundheitsmuffel die angebotenen Vorsorgeuntersuchungen besser wahrnehmen. Das tun zurzeit noch viel zu wenige. Man(n) fühlt sich stark und unverwundbar oder hat vielleicht auch Angst vor der Untersuchung. Das ist natürlich Quatsch, ich spreche da aus leidvoller Erfahrung. Daher meine Botschaft: Tut was Jungs! Geht zur Vorsorge.“

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Weitere Informationen unter www.jetzt-hosenrunter.de

Pressekontakt

AOK Nordost – Die Gesundheitskasse
Pressesprecher: Matthias Gabriel 
Telefon: 0800 265 080 - 22202
E-Mail: presse@nordost.aok.de

Landesarbeitsgemeinschaft Onkologische Versorgung Brandenburg e.V.
Dr. Anja Bargfrede
Telefon: 0331 2707172
E-Mail: post@lago-brandenburg.e.V.

Initiative Brandenburg gegen Darmkrebs
Kampagnensprecher: MUDr./ČS Peter Noack, Dr. med. Andreas Becker
Telefon: 0331-2707172
E-Mail: info@brandenburg-gegen-darmkrebs.de
www.brandenburg-gegen-darmkrebs.de