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Hauptstadtkongress 2019 vom 21. bis 23. Mai im CityCube Berlin

„Die Zukunft gehört der vernetzten Versorgung“

Berlin, 20. Mai 2019. Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Frank Michalak, Vorstand der AOK Nordost, spricht auf drei Veranstaltungen des Kongresses zu den aktuellen Strategien und Chancen im Gesundheitswesen im Zeitalter der Digitalisierung. 

„Die AOK Nordost macht sich bereits seit Jahren als Impulsgeber für digitale Innovationen im Gesundheitswesen stark. Die Zukunft gehört der vernetzten Versorgung. Deshalb nutzen wir die Chancen der Digitalisierung für die Entwicklung weiterer Programme und Angebote für unsere Versicherten“, sagte Frank Michalak im Vorfeld des HSK. Gemeinsam mit vielen Partnern arbeitet die Dreiländerkasse beispielsweise an einer praxisorientierten Lösung für die digitale Vernetzung der Versorgungsstrukturen in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.  2018 sind in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin die regionalen Modellprojekte für das Gesundheitsnetzwerk der AOK Nordost gestartet.

Vom eRezept bis zur „Digitalen Pflegeassistenz“


Aber auch in Bereichen wie Pflege und Arzneimittel gestaltet die Gesundheitskasse den digitalen Wandel mit. So wird beispielsweise ein digitaler Pflegeberater – die „Digitale Pflegeassistenz“ entwickelt, der pflegende Angehörigen rund um die Uhr Zugang zu relevanten Informationen rund um das Thema Pflege erleichtern soll. Im Bereich Arzneimittel hat die Gesundheitskasse mit dem Rollout eines sektorübergreifenden softwarebasierten Medikationsmanagements mit integriertem Medikationscheck begonnen. Das nutzt Patienten, die regelmäßig fünf und mehr Medikamente einnehmen. Und in weiteren Stufen plant die AOK Nordost unter anderem ein eRezeptmodell. „Das wird deutlich mehr sein, als die bloße Übermittlung eines Muster 16 in digitaler Form. Ziel wird es auch hier sein, deutlichen Nutzen und Mehrwert zu schaffen und dies sowohl für den Patienten und den Arzt als auch für den Apotheker“, so Michalak.


Die AOK Nordost auf dem Hauptstadtkongress

AOK Nordost-Vorstand Frank Michalak zur elektronischen Patientenakte | "Ein Arzt wird sich nicht entscheiden wollen, ob eine AOK-Akte oder TK-Akte bespielt wird"

Berlin, 21. Mai 2019. „Elektronische Patientenakte - Wunschdenken oder gelebte Realität?“ lautete der Titel einer Podiumsdiskussion am ersten Tag des Hauptstadtkongresses 2019. Gemeinsam mit Dr. Andrea Grebe (Vorsitzende der Geschäftsführung, Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH), Dr. Nils Hellrung (Geschäftsführung symedaGmbH), Christian Korff (Mitglied der Geschäftsleitung Cisco DE) und Dr. Thomas Kriedel (Mitglied des Vorstandes der Kassenärztlichen Bundesvereinigung) diskutierte Frank Michalak, Vorstand der AOK Nordost, das Thema.

„Die elektronische Patientenakte ist bereits Realität! Sie wird jedoch unterschiedlich gelebt sowie ausgestaltet und ist sicherlich noch nicht überall in der Versorgung angekommen. Wir haben beispielsweise bereits im Frühling 2018 den Livebetrieb unseres Digitalen Gesundheitsnetzwerkes aufgenommen und unter anderem gemeinsam mit Vivantes bewiesen, dass eine Vernetzung sektorenübergreifend, technisch und organisatorisch umsetzbar ist und bereits von Kliniken und Ärzten gelebt wird. Aktuelle Vernetzungslösungen wie das Digitale Gesundheitsnetzwerk der AOK-Gemeinschaft oder Aktenlösungen wie der TK-Safe oder Vivy ermöglichen Patienten heute schon ihre Gesundheitsdaten zu managen - in unterschiedlichen Ausprägungen.

Digitale Vernetzung der Leistungserbringer entscheidender Faktor für Qualität

Mit unserem Ansatz wollen wir die digitale Vernetzung von Gesundheitsinformationen in der Versorgung ermöglichen und den Versicherten dabei einbinden. Denn meiner Meinung nach ist der entscheidende Faktor zum Ausbau der Qualität in der Versorgung, die digitale Vernetzung der Leistungserbringer miteinander, sodass relevante Behandlungsinformationen dort bereitstehen, wo diese in der Versorgung benötigt werden. Damit verbunden ist dann auch die Einbindung der Patienten mittels moderner Betreuungs- und Interaktionsangebote.

Auch ohne Smartphone von der intersektoralen Vernetzung partizipieren

Es ist wichtig, dass der Patient auf seine sonst so verteilten medizinischen Daten endlich zugreifen kann. Noch wichtiger ist es jedoch, dass die an der Behandlung beteiligten Akteure mit diesen Informationen arbeiten können, wenn der Patient zustimmt. Es darf jedoch nicht davon abhängen, ob der Patient ausschließlich digital teilnimmt. Wir möchten hier niemanden ausschließen und es ebenso Menschen ohne Smartphone ermöglichen, von der intersektoralen Vernetzung partizipieren zu können. Gemeinsam mit unseren Partnern (wie Vivantes und Cisco - beide auf dem Podium vertreten) arbeiten wir daran, keine zusätzlichen Hürden aufzubauen, sondern unseren Ansatz in den Arbeitsalltag der Beteiligten mit einzubringen. Vivantes ist dafür ein Paradebeispiel.

Größte Herausforderungen Interoperabilität und Vertrauen

Zwei der größten Herausforderungen bei der Umsetzung der ePA sind wohl zum einen Interoperabilität sowie das Thema Vertrauen. Vertrauen durch Transparenz und echte IT-Sicherheit. Die zweite größere Herausforderung ist das Thema Interoperabilität. Es dürfen keine „Silo-Akten“ entstehen, die im Falle eines Kassenwechsels keine Übernahme bzw. einen Austausch der Daten mit anderen Gesundheitsakten ermöglichen. Es müssen Standards definiert und eingehalten werden. Zu diesen Punkten wurden erst in der vergangenen Woche, mit dem Referentenentwurf zum DVG, zusätzliche Maßnahmen und Anforderungen formuliert, die genau diese Themen ansprechen, welche ich zunächst grundlegend begrüße.

Kein Wettbewerb für eine vernetzte, digitale Versorgung über die Infrastruktur

Der Wettbewerb für eine vernetzte, digitale Versorgung darf nicht über die Infrastruktur erfolgen. Wir wollen Interoperabilität und Standardisierung bei der Vernetzung, so dass bestehende Sektorengrenzen nicht weiter zementiert, sondern durchbrochen werden. Das Ziel muss es sein, dass über alle Lösungen hinweg einheitliche, interoperable und vor allem internationale Schnittstellen bestehen, die eine übergreifende Kommunikation zwischen den Sektoren und den unterschiedlichen Aktenangeboten erst ermöglicht. Ein Arzt wird sich nicht entscheiden wollen, ob eine AOK-Akte oder TK-Akte bespielt wird. Nur so können der sichere und digitale Austausch von Daten zwischen den Akteuren im Gesundheitswesen gefördert und Flickenteppiche verschiedener Lösungen vermieden werden.

Daten sinnvoll nutzbar machen, Versorgung anreichern und aus Daten lernen

Wir sind überzeugt davon, dass es nicht um den „digitalen Leitz-Ordner“ geht, also die digitale Ablage von Daten. Es geht vielmehr darum, Daten sinnvoll nutzbar zu machen, Versorgung anzureichern und auch aus Daten lernen zu können. Das geht schwer, wenn diese „weggeschlossen“ werden. Deshalb glauben wir an ein Netzwerk, das sich hinsichtlich der Daten und Anwendungen stetig weiter entwickeln kann. Daten bilden die Basis um daraus zu lernen, zu lernen wie Versorgung noch zielgerichteter, hochwertiger und damit auch effizienter erfolgen kann.“

AOK Nordost-Vorstand Frank Michalak zur Zukunft der Apotheken vor Ort | "Nutzen für Patienten und Apotheker schaffen"

Berlin, 22. Mai 2019. „Digitalisierung im Gesundheitswesen - Chancen für die Apotheke vor Ort“ lautete der Titel einer Podiumsdiskussion beim Apothekerforum des Hauptstadtkongresses 2019. AOK Nordost-Vorstand Frank Michalak diskutierte unter der Leitung von DAZ.online-Chefredakteur Benjamin Rohrer mit Dr. Kerstin Kemmritz (Inhaberin und Apothekenleiterin der Falken-Apotheke Weißensee und Vorsitzende der Apothekerkammer Berlin), Dr. Günther Hanke (Präsident der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg), Dr. Peter Schreiner (u.a. Geschäftsführung der GEHE Pharma Handel GmbH) und Dr. Hermann Sommer (Vorsitzender des Vorstands der NOVENTI Health SEunter).

Das Eingangsstatement von AOK Nordost-Vorstand Frank Michalak:

„Sinnvolle Digitalisierung ist immer nutzen- und nutzerorientiert. Hierfür haben wir unser Digitales Gesundheitsnetzwerk geschaffen. Ein wichtiger Bestandteil wird hier unser flächendeckendes und sektorübergreifendes Medikationsmanagement für Patienten mit Multimedikation „eLiSa“ sein. Das rollen wir aktuell bereits in der ersten Stufe mit niedergelassenen Ärzten und stationären Einrichtungen aus. In weiteren Stufen planen wir u.a. eine Implementierung von eLiSa in ein eRezeptmodell, das deutlich mehr sein wird als die bloße Übermittlung eines Muster 16 in digitaler Form. Hauptfokus wird auch hier sein, deutlichen Nutzen und Mehrwert zu schaffen und dies sowohl für den Patienten und den Arzt als auch für den Apotheker. Spätestens hier gibt es dann auch die Ansätze und Möglichkeiten die Apotheker in unser Medikationsmanagement „eLiSa“ mit einzubeziehen. Ich weiß, dass es aus Apothekersicht kritisch gesehen wird, dass wir in der Stufe 1 die Apotheker noch nicht integriert haben. In der primären Ausbaustufe war es uns wichtig, die Behandler zu unterstützen, die Arzneimitteltherapie bei Multimedikationspatienten genauer einzuschätzen und in einem stetigen/dauerhaften Prozess zu optimieren. Neben diesem Grundbaustein, der auch einen softwarebasierten Medikationscheck enthält, wird es dann in der Zukunft weitere Anknüpfungspunkte, auch für die Apotheker geben, insbesondere in Bezug auf die Thematik eGA/ePA. Basis ist hier aus meiner Sicht ein nutzenorientiertes eRezeptmodell für die Apotheken um dann, zum Beispiel als Partner im Gesundheitsnetzwerk, gemeinsam mit unseren anderen Leistungspartnern die Versorgung ihrer Kunden und unserer Versicherten zu verbessern. Voraussetzung ist hier aber eine Integration der Apotheken in die digitalen Strukturen. Genau das hat auch der Gesetzgeber erkannt und reagiert im aktuellen Gesetzgebungsverfahren zum DGV mit der Anbindungsverpflichtung der Apotheker an die TI bis zum 31. März 2020.“

AOK Nordost-Vorstand Frank Michalak zu digitalen Präventionslösungen | „Schnellere Reaktion auf die Entwicklungen der digitalen Praxis notwendig“

Berlin, 23. Mai 2019. „Digitale Präventionslösungen für morgen werden nach Leitfaden-Kriterien von gestern bewertet“, betonte AOK Nordost-Vorstand Frank Michalak auf dem Hauptstadtkongress. In seinem Vortrag zum Thema „Digitale Strategien für die Zukunft der Prävention aus Sicht einer Gesundheitskasse“ nahm er vor allem die Qualitätssicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung in den Fokus. Die Zentrale Prüfstelle für Prävention (ZPP) führt die Prüfung und Zertifizierung von Präventionsangeboten nach § 20 Abs. 1 SGB V zentral und kassenartenübergreifend durch. Der Leitfaden Prävention regelt die Qualitäts-anforderungen an Präventionsangebote der GKV. Er schafft dadurch Transparenz und einheitliche Standards. „Jedoch nehmen die Leitfadenkriterien die Vielfalt digitaler Angebote noch nicht zur Kenntnis. Der Leitfaden Prävention ist zu träge gegenüber dem rasanten Wandel in Digitalisierungsprozessen“, so Michalak.  Deshalb sei der Leitfaden derzeit als Leitplanke für den Ausbau der Qualität im Prozess der Digitalisierung von Prävention und Gesundheitsförderung kaum geeignet. „Eigentlich müsste der Leitfaden Regeln für die Digitalisierung der Prävention aufstellen anstatt ihr hinterherzulaufen!“, sagte Michalak.

Mit Blick auf den Referentenentwurf eines Gesetzes für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation (Digitale Versorgung-Gesetz) von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, sagte Frank Michalak: „Eine gesetzliche Positiv-Liste wie Spahn sie für digitalen Therapie-Leistungen einführen will, ist für digitale Präventionsangebote nicht erforderlich. Denn durch das Zertifizierungsgebot für Leistungen der Individualprävention im SGB V ist die Qualitätssicherung grundsätzlich bereits gelöst. Das Potential digitaler Präventionsangebote ist jedoch viel größer, als es die klassischen Qualitätskriterien hergeben. Deshalb müssen, wie gesagt, die Kriterien des GKV-Spitzenverbandes im Leitfaden Prävention dringend auf einen aktuellen Stand gebracht werden.“

Die AOK Nordost ist mit zahlreichen digitalen Angeboten im Präventionsbereich aktiv. Beispielsweise mit dem kostenfreien und anonymen Online-Portal „Selbsthilfe Alkohol“ (www.aok.de/nordost/selbsthilfealkohol), das die AOK Nordost gemeinsam mit den salus kliniken betreibt. Hier kann jeder innerhalb von zwei Minuten durch einen kurzen Selbsttest herausfinden, ob hinsichtlich des eigenen Alkoholkonsums Änderungsbedarf besteht. Mithilfe des Online-Selbsthilfe-programms können Betroffene dann ihren Alkoholkonsum gezielt reduzieren oder ganz aufgeben. Ein weiteres Beispiel ist SQUIN (www.squin.de ) – ein Online-Gruppen-Training zur Rauchentwöhnung. Bei dem verhaltenstherapeutischen Training werden wissenschaftlich erfolgreiche Methoden mit Spiele-Elementen und Community-Funktionen kombiniert.

22. Mai: 11.30 bis 13 Uhr, A5: Podiumsdiskussion Schluss mit Silos und Einzellösungen: Die Zukunft gehört der innovativen, vernetzten Pflege, u.a. mit Hans-Joachim Fritzen, Unternehmenseinheitsleiter Pflege der AOK Nordost und designierter stellvertretender Vorstandsvorsitzender der AOK Nordost

Über die AOK Nordost

Die AOK Nordost ist mit rund 1,8 Millionen Versicherten die größte und eine der günstigsten regionalen Krankenkassen in den Bundesländern Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Mit ihren zahlreichen Versorgungs- und Serviceangeboten gestaltet sie den digitalen Wandel im Gesundheitswesen. Zu den digitalen Angeboten zählen neben dem Gesundheitsnetzwerk, Telemedizin-Programme etwa für Herzinsuffizienz-Patienten und Diabetiker, telebasierte Reha-Nachsorgeschulungen, Online-Videosprechstunden und auch das erste digitale Prämienprogramm „FitMit AOK“.  Zudem fördert die AOK Nordost die Künstliche Intelligenz in der Gesundheitsversorgung und entwickelt unter Beratung des Wissenschaftlichen Beirats der AOK Nordost eine KI-Strategie.

Weitere Informationen unter: www.aok.de/nordost/fokusdigitalisierung

Die Apps der AOK Nordost finden Sie hier: www.aok.de/nordost/apps

Pressekontakt

AOK Nordost - Die Gesundheitskasse
Matthias Gabriel
Pressesprecher
Telefon: 0800 265080- 22202
E-Mail: presse@nordost.aok.de