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„Die AOK Nordost setzt sich dafür ein, dass anspruchsvolle Krebs-OP´s nur in Kliniken mit erfahrenen Ärzten durchgeführt werden“

Knut Lambertin, AOK-Verwaltungsratsvorsitzender und Vertreter der Versicherten erklärt, warum sich die AOK Nordost für Mindestmengen in Krankenhäusern stark macht.

Einsatz für die Vorsorge

Die AOK Nordost mit ihrer sozialen Selbstverwaltung setzt sich gezielt für Vorsorge ein – auch beim Thema Krebs. Denn je früher eine Krebserkrankung erkannt wird, desto größer ist die Chance, sie dauerhaft zu besiegen. Doch auch bei einer vorbeugenden Untersuchung lässt sich nicht jede Krebsform vom Arzt äußerlich ertasten. Teilweise sind zusätzliche Untersuchungen erforderlich. Mitglieder und Familienversicherte der AOK Nordost profitieren bei der Krebsfrüherkennung deshalb von besonderen Angeboten, etwa bei der Darmkrebsvorsorge. Männern wird bereits ab dem 40. Lebensjahr und Frauen ab dem 45. Lebensjahr eine Darmspiegelung als Vorsorgeuntersuchung angeboten: zehn Jahre früher als es die gesetzliche Regelung vorsieht.

Mindestmengen führen zu mehr Routine und Qualität in den Kliniken

Bei einer Krebsdiagnose ist eine Krankenhausbehandlung oft unausweichlich. Die AOK Nordost setzt sich dafür ein, dass anspruchsvolle, komplizierte und planbare Operationen nur in Kliniken mit erfahrenen Ärzten durchgeführt werden. Es ist deshalb ein richtiger Schritt: Ende 2020 wurde beschlossen, dass beispielsweise für umfangreichere Eingriffe an der Speiseröhre die Kliniken mehr Operationen vorweisen als bisher, um diese anbieten und abrechnen zu dürfen. Verbindlich gilt dies dann für alle Krankenhausstandorte ab 2023.

Denn es gibt einen belegbaren Zusammenhang. Je mehr Routine das OP-Team hat, desto besser für den Patienten. Solche gesetzlichen Mindestmengen erhöhen die Qualität von Operationen und senken das Risiko von Komplikationen. Die AOK Nordost mit ihrer sozialen Selbstverwaltung setzt sich bereits seit vielen Jahren für die Mindestmengen-Regelung ein. Für diese wichtige Forderung der Qualitätssicherung wird die AOK auch weiterhin eintreten.

Wir stärken damit auch Ihre Wahlfreiheit, denn nicht nur bei schweren Krebserkrankungen ist die Wahl des geeigneten Krankenhauses für Patientinnen und Patienten von großer Bedeutung. Dazu wurde der AOK-Gesundheitsnavigator im Internet zusammen mit dem Krankenhausfinder grundlegend überarbeitet. Der Krankenhausnavigator zeigt nicht nur die gemeldeten Fallzahlen und ob die Mindestmengen eingehalten werden, sondern auch weitere Kennzahlen für Qualität. Die Aussagen geben den kranken Menschen und ihren Angehörigen sowie einweisenden Ärzten Hinweise auf die Routine der einzelnen Klinik. Darüber hinaus hat die AOK-Gemeinschaft eine interaktive Karte im Internet über Mindestmengen an Krankenhäusern entwickelt. Diese zeigt, welche Standorte die Vorgaben an Mindestmengen bei relevanten Operationen erfüllen. Schließlich geht es auch darum, routinierte Kliniken zu stärken.

Entwicklung weiter im Blick behalten

Gerade in unseren ländlichen Regionen macht sich der demografische Wandel bemerkbar. Das bedeutet auch, dass wir auf der einen Seite einen Fachkräftemangel bei den ärztlichen, therapeutischen und pflegerischen Berufen verzeichnen. Auf der anderen Seite wächst der Bedarf an eben diesen Leistungen. Vor diesem Hintergrund ist es entscheidend, eine qualitativ hochwertige und wohnortnahe Versorgung weiterhin sicherzustellen.

Auch künftig werden sich die AOK Nordost und ihre soziale Selbstverwaltung für die Qualitätssicherung einsetzen. Schließlich geht es um unser funktionierendes Gesundheitssystem - es soll leistbare Erfolge erbringen und gleichzeitig finanzierbar bleiben.

Der Beitrag von Knut Lambertin ist auch in der regionalen Ausgabe 2- 2021 des AOK-Gesundheitsmagazins erschienen.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Thema Mindestmengen finden Sie hier