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AOK übergibt erste „VERAHmobile“ an Hausärzte

20.06.2014

In einem großen Flächenland wie Niedersachsen gibt es besondere Herausforderungen für die ärztliche Versorgung der Patienten. Mobilität spielt dabei eine große Rolle, weil die Wege zwischen Patient und Hausarzt oft sehr weit sind. Bei Hausbesuchen der Hausärzte und deren Mitarbeitern geht dabei viel Zeit verloren, die dann bei der Behandlung anderer Patienten fehlt. Daher haben die AOK und die Hausärzteverbände Niedersachsen und Braunschweig eine Mobilitätsoffensive für eine verbesserte ambulante Versorgung angestoßen: Im Hausarztvertrag eingeschriebene Mediziner bekommen für Kleinwagen einen monatlichen Zuschuss von bis zu 100 Euro über drei Jahre, mit denen speziell ausgebildete Praxishelferinnen zur Entlastung der Hausärzte zusätzliche Hausbesuche absolvieren können. Jetzt wurden die ersten flinken Kleinwagen an die Hausärzte übergeben. In den nächsten Jahren wollen die Vertragspartner mehrere hundert Fahrzeuge dieser Art in Niedersachsen auf die Straße bringen.

„VERAHmobil“ nennen sich die Fahrzeuge mit einem einheitlichen Design. VERAH steht für: VERsorgungsAssistentin in der Hausarztpraxis. Dank einer Zusatzqualifikation können sie den Hausarzt durch Übernahme von Routine-Hausbesuchen entlasten. Sie betreuen dabei meistens ältere und chronisch kranke Menschen, die es aus verschiedenen Gründen nicht mehr in die Praxis schaffen. Das ‚VERAHmobil’ kommt zum Einsatz, um eine gute Langzeitversorgung von chronisch oder multimorbiden Patienten sicherzustellen.

„Mit dem VERAHmobil bieten wir sowohl den Ärzten als auch unseren Versicherten einen echten Vorteil. Gerade unsere chronisch kranken Versicherten müssen nicht mehr so oft zum Arzt, denn die Praxisassistentin kommt zu ihnen und kümmert sich um sie. Vor allem im ländlichen Bereich ist das eine gute Sache. Und unsere Hausärzte werden weiter entlastet. Sie haben mehr Zeit für Aufgaben, die nur ein Arzt erledigen kann. Unterm Strich steigt dadurch die Versorgungsqualität. Genau das wollen wir erreichen. Von daher sind die VERAHmobile eine Investition in die Zukunft unserer hausärztlichen Versorgung“, erläutert Dr. Jürgen Peter, Vorstandsvorsitzender der AOK Niedersachsen.

„Die ganzheitliche Betreuung der Patienten im hausärztlichen Bereich ist eine Teamarbeit. Die hohen Anforderungen an die Qualität und den Umfang der Behandlung chronisch kranker Patienten in ihrem häuslichen Umfeld erfordert einen koordinierten Einsatz von Ärztinnen und Ärzten sowie qualifizierten Praxisassistentinnen. Die VERAH aus der dem Patienten bekannten Hausarztpraxis hat oft einen persönlicheren ‚Draht’ zum Patienten und garantiert mit Mobilität und Flexibilität ein echtes Plus für die Versorgung“, ergänzt Dr. med. Carsten Gieseking, Vorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes – Landesverband Braunschweig.

„Das ,VERAHmobil’ ist eine vernünftige Sache und ein sinnvoller Weg, um den besonderen Anforderungen auf dem Lande zu begegnen. Wir gestalten unsere Praxis mobiler und bringen unsere Helferinnen zu den Menschen, die uns brauchen“, so Dr. med. Heinz Jarmatz, Vorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes – Landesverband Niedersachsen.

Hausärzte, die am Hausarztvertrag der AOK Niedersachsen teilnehmen und besonders qualifizierte Praxisassistentinnen beschäftigen, können ein VERAHmobil einsetzen. Die Beantragung erfolgt über die Hausarztverbände.