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AOK Niedersachsen erhöht ihren Beitragssatz erstmals seit sechs Jahren

Die Versicherten der AOK Niedersachsen können sich auch im kommenden Jahr auf einen guten Service und umfangreiche Mehrleistungen verlassen. Die AOK Niedersachsen als größter Partner im niedersächsischen Gesundheitswesen bleibt trotz teurer Reformgesetze und Belastungen durch die Corona-Pandemie wirtschaftlich gut aufgestellt.

Der Verwaltungsrat der AOK Niedersachsen hat aktuell den Haushalt für 2021 verabschiedet. Dieser umfasst im kommenden Jahr für die Krankenversicherung 11,6 Milliarden Euro sowie 2,5 Milliarden Euro für die Pflegeversicherung. Der Zusatzbeitragssatz muss zum 1. Januar 2021 um 0,5 Prozentpunkte auf 1,3 Prozent angehoben werden. Damit erhöht sich der paritätisch erhobene Zusatzbeitrag der AOK Niedersachsen erstmalig seit sechs Jahren und liegt künftig auf Höhe des Durchschnitts in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

Dr. Jürgen Peter, Vorstandsvorsitzender der AOK Niedersachsen, erklärt: „Die AOK Niedersachsen hat mit Blick auf absehbare Ausgabensteigerungen gut gewirtschaftet und vorausschauend geplant. Zu den absehbaren Belastungen gehören Mehrausgaben durch bereits beschlossene Gesetze wie dem Versichertenentlastungsgesetz und dem Pflegepersonal-Stärkungsgesetz sowie durch die Reform des Risikostrukturausgleichs zwischen den Krankenkassen. Hinzu kommen nun noch die Belastungen durch die Pandemie. Die dadurch bedingten Einnahmeausfälle und gesamtgesellschaftlichen Pandemiekosten werden durch die Bundeszuschüsse in Höhe von fünf Milliarden Euro nur teilweise gedeckt.“

Der Druck auf die Finanzen der AOK Niedersachsen hat sich dadurch verschärft, dass die Bundesregierung auf die Rücklagen der Krankenkassen zugreift, um große Teile des im nächsten Jahr erwarteten Defizits im Gesundheitsfonds in Höhe von 16,6 Milliarden Euro zu finanzieren.

„Die AOK Niedersachsen ist damit gezwungen, Rücklagen in Höhe von 484 Millionen Euro an den Gesundheitsfonds abzugeben. Diese Vermögensentnahme ist ein unglaublicher Vorgang. Damit können die Kosten der teuren Reformgesetze nicht ausgeglichen werden und müssen an unsere Beitragszahler weitergegeben werden. Wir fordern eine gerechtere Verteilung der Lasten zwischen den Krankenkassen und eine faire Finanzierung der Pandemiekosten“, erläutert Christoph Meinecke, alternierender Verwaltungsratsvorsitzender der Arbeitgeberseite.

„Entscheidend für die Versicherten ist, dass sie bei der AOK Niedersachsen auch 2021 von der regionalen Stärke und der exzellenten Betreuung an 121 Standorten profitieren sowie von einem Mehrleistungsbudget, das für das nächste Jahr von 250 Euro auf 500 Euro verdoppelt wurde“, erklärt Ulrich Gransee, alternierender Verwaltungsratsvorsitzender der Versichertenvertreter.

Bis zu dieser Summe können beispielsweise zwei professionelle Zahnreinigungen pro Jahr, Reiseschutzimpfungen, sportmedizinische Untersuchungen sowie Sonderleistungen bei Schwangerschaft in Anspruch genommen werden. Versicherte bekommen für die Mehrleistungen 80 Prozent ihrer Kosten erstattet. 

„Unsere Versicherten können darauf bauen: Die AOK Niedersachsen bleibt ein verlässlicher Partner mit regionaler Kompetenz sowie ausgezeichnetem Preis-Leistungsverhältnis“, hebt Dr. Jürgen Peter hervor.