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Aus drei Pflegestufen werden fünf Pflegegrade

Umstellung erfolgt automatisch zum 1. Januar 2017

Die gesetzliche Pflegeversicherung steht vor einem großen Umbruch: Mit Beginn des kommenden Jahres werden die bisherigen Pflegestufen in Pflegegrade umgewandelt. Mit dieser Reform sind zum Teil auch höhere Geldleistungen für die Pflegebedürftigen verbunden. „Niemand, der heute bereits pflegebedürftig ist und eine Pflegestufe besitzt, wird durch die Neuregelung schlechter gestellt“, versichert die AOK Niedersachsen. In den nächsten Tagen verschickt die AOK landesweit 150.000 Schreiben an die betroffenen Pflegepersonen mit detaillierten Informationen zu den bestehenden und künftigen Pflegeleistungen.

Die Pflegebedürftigen müssen sich derweil um nichts kümmern. Die Neueinstufung erfolgt automatisch, ein neuer Antrag ist nicht nötig. So wird beispielsweise aus Pflegestufe 1 der Pflegegrad 2. Das Pflegegeld erhöht sich hierbei von 244 Euro auf 316 Euro.

Ebenso verhält es sich bei den Pflegesachleistungen, wenn ein ambulanter Pflegedienst tätig ist: Bei Pflegestufe 2 zahlt die Pflegekasse derzeit einen Betrag von 1144 Euro. Künftig werden es im Pflegegrad 3 über 150 Euro mehr sein.

Die neuen fünf Pflegegrade orientieren sich verstärkt am Maß der Selbstständigkeit. Geistige und psychische Einschränkungen fallen stärker ins Gewicht. So profitieren etwa Menschen mit einer Demenzerkrankung und einer dauerhaft intensiven Betreuung im Alltag von einem doppelten Stufensprung sowie besseren Pflegeleistungen.

Mehr Infos unter www.aok.de/pflege