Schwangerschaftsdiabetes

Mit dem kostenfreien Test tragen Sie dazu bei, diabetesbedingte Komplikationen in der Schwangerschaft und bei der Entbindung zu vermeiden.

Eine schwangere Frau kontrolliert ihren Blutzucker. Schwangerschaftsdiabetes kann gut behandelt werden.© iStock / MMPhotography

Inhalte im Überblick

    Rechtzeitiges Erkennen des Schwangerschaftsdiabetes verhindert Komplikationen

    Schwangerschaftsdiabetes (auch Gestationsdiabetes) tritt immer häufiger auf. In der Vergangenheit wurde diese Krankheit leider oft nicht entdeckt.

    Bei etwa 5 bis 13 Prozent aller Schwangeren in Deutschland entsteht im Laufe der Schwangerschaft ein Schwangerschaftsdiabetes, Tendenz steigend. Der Stoffwechsel verändert sich und Zucker wird nach einer Mahlzeit langsamer aus dem Blut in die Körperzellen aufgenommen. Viele schwangere Frauen haben deshalb erhöhte Blutzuckerwerte, die sich meistens nach der Geburt wieder normalisieren.

    Einen Schwangerschaftsdiabetes zu haben heißt also nicht, einen Diabetes mellitus und damit eine chronische Erkrankung zu haben. Wenn der Schwangerschaftsdiabetes jedoch nicht behandelt wird, erhöht sich zum Beispiel das Risiko einer Frühgeburt, eines Kaiserschnittes, eines erhöhten Geburtsgewichts oder auch von Fehlbildungen der Neugeborenen. Circa 50 Prozent der Schwangerschaftsdiabetikerinnen entwickeln zudem in den fünf Jahren nach der Schwangerschaft einen manifesten Diabetes mellitus Typ 2. Daher ist eine frühzeitige Begleitung und Behandlung des Schwangerschaftsdiabetes sehr wichtig.

    Der kostenfreie Test auf Schwangerschaftsdiabetes trägt im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge dazu bei, Komplikationen während der Schwangerschaft und bei der Entbindung für Mutter und Kind zu vermeiden. Die AOK sichert die Betreuung und Schulung von Schwangeren mit diagnostiziertem Schwangerschaftsdiabetes in speziellen diabetologischen Schwerpunktpraxen ab.

    Durch diese Maßnahmen kann verhindert werden, dass:

    • Kinder ein zu hohes Geburtsgewicht haben (größer als 4,5 kg)  
    • Kinder schon mit bleibenden Stoffwechselstörungen geboren werden 
    • sich bei Müttern ein Diabetes manifestiert

    Rechtzeitig festgestellt, kann so Müttern und Kindern viel Kummer erspart werden. Die zusätzlichen Schulungen helfen den Schwangeren, mit der Diagnose umzugehen und ihr mit medizinischer Unterstützung entgegenzuwirken.

    Wie wird getestet?

    Ganz einfach: Für diesen Test trinken Sie unter Aufsicht in der Arztpraxis eine Glukoselösung. Im Anschluss daran wird das entnommene Blut der werdenden Mutter untersucht. Bei Auffälligkeiten überweist Sie der Gynäkologe direkt in eine diabetologische Schwerpunktpraxis zur weiteren Betreuung und Schulung.

    Welche Vorteile haben Sie?

    Der kostenfreie Test auf Schwangerschaftsdiabetes ermöglicht:

    • das frühzeitige Erkennen von Schwangerschaftsdiabetes
    • die Verhinderung/Verringerung möglicher Probleme während der Schwangerschaft/Geburt, wie zum Beispiel ein erhöhtes Risiko für Kaiserschnittentbindungen, Blutdruckprobleme bei der Mutter während der Schwangerschaft, Komplikationen bei der Geburt wegen erhöhtem Geburtsgewicht des Kindes, Absterben des Fötus bei unerkanntem und unbehandeltem Schwangerschaftsdiabetes
    • die Verhinderung/Verringerung von Folgeerkrankungen für Mutter und Kind, wie zum Beispiel Manifestation von Stoffwechselstörungen beim Kind nach der Geburt oder einer Manifestierung des Diabetes der Mutter nach der Entbindung
    • den nahtlosen Übergang in der Behandlung/Betreuung vom Frauenarzt zur Diabetes-Schwerpunktpraxis.
    • Betroffenen bei Bedarf ergänzende Schulungsangebote anzubieten

    Welche weiteren Vorsorgeprogramme in der Schwangerschaft gibt es bei der AOK?

    Die Angebote der AOK unterscheiden sich regional. Mit der Postleitzahl Ihres Wohnorts können wir die für Sie zuständige AOK ermitteln und Ihnen Informationen zu Vorsorgeprogrammen in der Schwangerschaft durch Ihre AOK anzeigen.
    Aktualisiert: 06.09.2021

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