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Ropeskipping oder Karate?

AOK Hessen fordert mehr Bewegung für Schulkinder

12.11.2008

Dass 10- bis 14-Jährige weniger fit sind, ist wissenschaftlich bestätigt: Seit 1995 ist ein Rückgang der motorischen Fähigkeiten von 20 Prozent zu verzeichnen. Bei Kids im Alter von 10 bis 12 Jahren verfügt nur die Hälfte über einen normalen Muskelzustand. Offensichtlich achten immer weniger Eltern darauf, dass sich ihr Nachwuchs ausreichend bewegt, dabei ist Toben genauso wichtig wie ausgewogenes Essen und Trinken. „Körperliche Aktivität stärkt die Knochen, sorgt für eine bessere Haltung, kräftigt die Muskeln und fördert die Geschicklichkeit“, sagt deshalb AOK-Ärztin Dr. Angela Smith. Bereits im Kleinkindalter sollte viel Bewegung etwas ganz Alltägliches sein. Ganz wichtig: Das Kind muss Lust an der Sportart haben und nicht gezwungenermaßen seinen Turnbeutel packen müssen.

Im Vorschulalter sollte nicht das Gefühl aufkommen, dass Bewegung gleichzusetzen ist mit ernsthaftem Training. Vielmehr soll das Kind damit immer Spiel und Spaß verbinden. Strukturierte Bewegungsangebote sind empfehlenswert, wenn es sich um spezielle Turn- oder Schwimmangebote für Eltern und Kinder handelt. Im frühen Schulkindalter dann (6 bis 10 Jahre) lernen Kinder die Verfeinerung ihrer motorischen und koordinativen Fähigkeiten. Das liegt daran, dass sich das Körperwachstum verlangsamt und sich die Proportionen harmonisch ausprägen können. „Genau genommen haben Kinder von Grund auf einen starken Bewegungsdrang. Sie brauchen hierfür die notwendigen Freiräume und Angebote, dann ergibt es sich wie von selbst“, meint Dr. Smith. Das bedeutet auch, kürzere Wege nicht mit dem Auto, sondern zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auf Inline-Skates gemeinsam zurückzulegen. Über kurz oder lang wird der Vereinssport eine attraktive Möglichkeit sein, sich gezielt mit anderen Kindern zu bewegen. Zudem fördert er die soziale Kompetenz. In der Gruppe lernen Kinder, Rücksicht auf Schwächere zu nehmen, sich gegenseitig anzufeuern, Erfolge zu feiern und bei Niederlagen Trost zu spenden. Erwiesen ist, dass Kinder, die sich regelmäßig im Verein austoben, ausgeglichener sind, sich besser konzentrieren können als Gleichaltrige ohne Vereinszugehörigkeit. „Doch anfangs gilt: Kein Kind sollte öfter als ein Mal wöchentlich ins Training gehen, bestenfalls zwei Mal. Der Leistungsdruck darf nicht zu hoch sein, das kann sich auf Dauer belastend auswirken“, so Dr. Smith.

Wenn Eltern ratlos sind, welcher Sport für ihr Kind interessant sein könnte und auch die Kleinen unschlüssig sind, hilft der AOK-Sportartentypentest im Inter-net (www.aok.de/hessen - rechte Navigationsleiste). Er unterteilt die vielen Sportarten in die fünf Bereiche Ausdauer, Ballsport, Tanz/Rhythmik, Kampfsport sowie Turnen/Leichtathletik. Die wissenschaftliche Ausarbeitung des Tests geht auf das Institut für Sport und Sportwissenschaft der Universität Karlsruhe zurück. Auf den AOK-Seiten finden auch Eltern umfangreiche Informationen zum Thema Bewegung im Kindesalter.

Pressekontakt

Ansprechpartner für diese Pressemitteilung
Riyad Salhi - 06172 272-143 oder Riyad.Salhi@he.aok.de

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