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Was Familien vor Stress schützt

Neue Ergebnisse der AOK-Familienstudie / Deutschland-Premiere des AOK-Kindertheaters in Bremen

Bremen, 13. Mai 2014. Gemeinsame Zeit ist ein entscheidender Faktor, damit Kinder gesund aufwachsen können. Die Ergebnisse der neuen AOK-Familienstudie zeigen jedoch, dass sich viele Eltern in Deutschland gestresst fühlen, vor allem durch zu wenig Zeit und Hektik im Familienalltag. Das AOK-Kindertheater mit dem neuen Stück „Henriettas Reise ins Weltall“, das heute in Bremen vorgestellt wurde, greift die wichtigsten Themen dieser Studie auf. Am Sonntag, den 18. Mai 2014, startet die deutschlandweite Theatertournee in Bremen.  

Die AOK-Zeltstadt „Möhren, Kinder, Sensationen“ gastiert am 18. und 19. Mai auf den Osterdeichwiesen in Bremen und am 20. Mai im Theater im Fischereihafen in Bremerhaven. Kinder, Eltern und Pädagogen können hier live erleben, wie man ein gesundes Kinder- und Familienleben schaffen kann. Zentraler Teil des Gastspiels ist das neue AOK-Theaterstück „Henriettas Reise ins Weltall“. Darin erlebt das Grundschulkind Henrietta, wie gemeinsame Rituale und Regeln helfen können, das Leben in der Schule und zu Hause zu erleichtern. Das Theaterprojekt setzt Erkenntnisse der neuen AOK-Familienstudie 2014 ins Theaterspiel um.  Bundesweit unterwegs ist das Kindertheater seit 2007 und hat bereits über 1,2 Millionen Menschen erreicht, davon allein über 20.000 Kinder in Bremen und Bremerhaven.  

Ein zentrales Ergebnis der AOK-Studie: Gesundheit von Kindern und Eltern bedingen einander. Zwei Drittel aller Väter und Mütter fühlen sich laut AOK-Studie gesundheitlich gut oder sogar sehr gut. Bei den Kindern liegt dieser Wert, Angaben ihrer Eltern zufolge, sogar bei 80 Prozent. Doch es gibt einen Haken: Eltern leiden zum Beispiel vermehrt unter Hektik und Zeitstress, die sich nachweislich auf die Gesundheit der ganzen Familie auswirken können. Deshalb lautet eine Empfehlung der Studie, dass sich Väter und Mütter mehr Zeit für sich und ihre Partnerschaft nehmen sollten. Olaf Woggan, Vorstandsvorsitzender der AOK Bremen/Bremerhaven: „Die AOK-Familienstudie zeigt, wie wichtig die Gesundheit der Eltern und ein entspannter Familienalltag für ein gesundes Aufwachsen der Kinder sind. Kindergesundheit hängt direkt vom Elternwohl ab. Den meisten Familien geht es gut, trotzdem leiden viele aber unter einem hektischen Alltag, der dauerhaft stresst.“

Nach 2007 und 2010 hat die AOK die Familienstudie zum dritten Mal in Auftrag gegeben. Die Studie basiert auf einer bundesweiten Repräsentativbefragung mit 1.503 Personen, die im Haushalt die Haupterziehungsfunktion haben (1.138 Mütter und 365 Väter). Der Zeitstress durch die Arbeit, das Abholen der Kinder aus Kindergarten und Schule oder die fehlende Ferienbetreuung wurde 2014 unter allen Belastungen am häufigsten genannt (46 Prozent).  

Woggan wies auf einen weiteren Aspekt hin: Nach einer vor wenigen Tagen vorgestellten Studie der Arbeitnehmerkammer Bremen wohnen im Land Bremen rund 28.000 alleinerziehende Mütter und Väter. Jede vierte Familie hat hier nur einen Elternteil, bundesweit ist es jede fünfte. „Wir wissen aus der AOK-Familienstudie, dass gerade Alleinerziehende besonders unter Zeitmangel leiden. Sie haben zum Beispiel im Vergleich zu Paarfamilien weniger Zeit für sich selbst und ihre Interessen oder haben weniger Freunde und Familienangehörige, die bei der Kinderbetreuung einspringen.“ Auf Basis der Studienergebnisse hat die AOK in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Universität Hamburg Empfehlungen entworfen, mit deren Hilfe die Kinder- und Elterngesundheit bewahrt und sogar verbessert werden kann.  

„Flexible Arbeitszeiten können sich für Paare wie Alleinerziehende positiv auswirken. Eltern, die zeitlich und örtlich flexibel arbeiten können, fühlen sich oft gesünder. Wichtig ist auch die Verfügbarkeit eines sozialen Netzwerks und verlässlicher Kinderbetreuung, insbesondere durch Familienmitglieder“, fasste Vorstandschef Woggan die Ergebnisse zusammen. Wichtig für die Gesundheit der Kinder seien zudem Regeln und Rituale im Familienalltag. Dazu gehöre mindestens eine gemeinsame Mahlzeit am Tag, gemeinsame Ausflüge, eine Gutenachtgeschichte vor dem Einschlafen oder regelmäßige, ungeteilte Aufmerksamkeit für Kinder – ohne Fernseher und Computer. Das Theaterstück rund um Henrietta und ihre Freunde habe dies sehr erfolgreich an die Kinder vermittelt. Das zeige auch die stetig wachsende Nachfrage von Kindergärten, Schulen und Eltern.  

Die AOK-Familienexpertin Stefanie Appelles wies daneben auf zahlreiche Kooperationen und Leistungen der AOK Bremen/Bremerhaven hin, die Eltern und Familien unterstützen. Dazu gehören in Bremen unter anderem eine Kooperation mit dem Verein Bremen 1860 mit einer neuen Ferienbetreuung für Schulkinder. Außerdem sei das Projekt „100 % fitte Werder-Partner“ und die „Windel-Liga“ mit Werder Bremen, die Freizeitanlage Sportgarten/Sportakademie, das Hood-Training in Tenever oder die Kooperation mit dem ATS Buntentor in Sachen Mädchenfußball zu nennen. In Bremerhaven stehen unter anderem die Eisbären Bremerhaven mit der AOK-Schultour und der Eishockey-Club Fishtown Pinguins an der Seite der AOK Bremen/Bremerhaven.  

Bernd Sürken, Projektleiter des AOK-Kindertheaters „Möhren, Kinder, Sensationen“, betonte, dass das Theaterensemble mit dem Stück „Henriettas Reise ins Weltall“ auf zentrale Ergebnisse der aktuellen AOK-Familienstudie Bezug nimmt. „Unsere Botschaft ist immer: Für einen gesunden Familienalltag ist es wichtig, dass man einander zuhört, gemeinsame Regeln und Rituale schafft, mindestens einmal am Tag gemeinsam isst und bewusst Zeit miteinander verbringt.“ Die aktuelle AOK-Familienstudie sei insofern auch Initialzündung für das neue Stück „Henriettas Reise ins Weltall“ gewesen: „Wir wollten die Geschichte einmal anders erzählen. Dass also eine insgesamt gesunde Lebensweise wichtig ist, und nicht unbedingt, was man im Einzelnen auf dem Teller hat.“ So spielen in dem Stück unterschiedliche Lebensstile und verschiedene Familienmodelle eine große Rolle. Diese Botschaft komme sehr gut bei den Kindern und Eltern an.