Angebot anzeigen für:
Kontakt zu meiner AOK Bremen/Bremerhaven
Ort/Kasse korrigieren
Geschäftsstellen werden geladen ...

Männer für Krebsvorsorge gewinnen

Wie schafft man es, Männer für das schwierige Thema Prostatakrebs zu sensibilisieren und sie zu Früherkennungsuntersuchungen zu animieren? Darum geht es bei der Aufklärungskampagne „Deine Manndeckung“, die jetzt im Bremer Weserstadion vorgestellt wurde.

"Deine Manndeckung"

Bremen, 26. September 2016. Partner wie Werder Bremen, die AOK Bremen/Bremerhaven, das Klinikum Bremen-Mitte, das Evangelische Diakonie-Krankenhaus und der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. (BDU) werden Interessierte in vielen Aktionen in der Region über das Thema informieren. Ins Leben gerufen wurde „Deine Manndeckung“ von dem Pharmaunternehmen Janssen Deutschland, um das Thema Prostatakrebs aus dem Abseits zu holen.

Häufigste Krebserkrankung bei Männern

Prostatakrebs zählt mit jährlich 67.000 Neuerkrankungen zu den häufigsten Krebserkrankungen beim Mann, verursacht aber am Anfang der Erkrankung keine Symptome. Prof. Dr. med. Sebastian Melchior, Direktor der Urologischen Klinik am Klinikum Bremen-Mitte, erklärte: „Wenn Prostatakrebs früh genug erkannt wird, sind die Heilungschancen sehr gut. Umso wichtiger ist es, regelmäßig zur Untersuchung zu gehen – denn wird Prostatakrebs erst spät festgestellt, sind die Heilungschancen deutlich geringer. Hierzu gibt es noch viel Aufklärungsbedarf.“ Zur Früherkennungsuntersuchung, die ab einem Alter von 45 Jahren empfohlen wird, geht nur etwa jeder fünfte Mann. Zum Vergleich: Frauen nutzen Früherkennungsuntersuchungen zu 60 Prozent.

Angst vor Untersuchung

Nur: Warum ist das so? Bei einer Umfrage in Nordrhein-Westfalen gaben 70 Prozent der Männer an, dass ihnen Wissen in Bezug auf Notwendigkeit und Möglichkeit der Untersuchung fehlt. 58 Prozent würden sich durch die Aufklärung, wie eine Untersuchung abläuft, am ehesten dazu bewegen lassen, zur Früherkennung zu gehen. Vergleichbare Studien zeigen zudem, dass die zu Beginn fehlenden Symptome der Krankheit und Angst vor einer unangenehmen Untersuchung wichtige Motive sind, nicht zum Arzt zu gehen.

Kampagne soll helfen

Dr. Markus Köhl, Gesundheitswissenschaftler bei der AOK Bremen/Bremerhaven, bestätigte diesen Trend: „Wir haben als Gesundheitskasse unsere Angebote in Sachen Prävention umfassend ausgebaut. Aber: sie werden vor allem von Frauen, weniger von Männern genutzt. Das wollen wir unter anderem mit dieser Kampagne ändern.“

Erfolgreicher Start

Die Aufklärungskampagne „Deine Manndeckung“, in der sich Vertreter aus den Bereichen Gesundheit und Sport zusammengeschlossen haben, ist in vielen Regionen in Deutschland bereits erfolgreich gestartet. Die Kampagne in Bremen wurde mit Unterstützung von Werder Bremen ins Leben gerufen. Dr. Hubertus Hess-Grunewald, Geschäftsführer des SV Werder Bremen: „Werder Bremen stellt sich seit vielen Jahren mit WERDER BEWEGT - LEBENSLANG gesellschaftlichem Engagement und sozialer Verantwortung – und das in vielen lokalen, regionalen und internationalen Projekten. Über den Fußball können wir sehr viele Männer erreichen – deshalb wollen wir auch in Sachen Prostatakrebs-Vorsorge ein Zeichen setzen“. Der Auftakt, ein Infostand beim Tag der Fans Mitte August, sei bereits sehr vielversprechend verlaufen.

Männer sensibilisieren

Wieso engagiert sich das Pharmaunternehmen Janssen für die Aufklärungskampagne? Laut Projektleiterin Dr. Silke Sittner hat Janssen selbst keinen direkten wirtschaftlichen Nutzen von der Aufklärungskampagne, wenn die Zahl der Männer steigt, die zur Früherkennung gehen. „Unser Therapieangebot konzentriert sich auf fortgeschrittenen Prostatakrebs. Im Idealfall führt eine bessere Früherkennung also sogar dazu, dass weniger Männer am fortgeschrittenen Prostatakrebs leiden. Unser Ziel ist es, Männer zu sensibilisieren, sich über Prostatakrebs zu informieren“, sagte sie.

Weitere Informationen