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125 Schüler tanzen auf dem Bremer Marktplatz

15 erfolgreiche Wochen werden beim traditionellen Abschluss von „Kribbeln im Bauch“ mitten in der Stadt mit einer großen Performance beendet. Das bundesweit einmalige Bremer Präventionsprojekt gegen Sucht und Gewalt hat bereits zum zehnten Mal stattgefunden.

Tanz und Prävention

Bremen, 9. Juni 2016. Seit Dezember 2015 haben 300 Schülerinnen und Schüler aus 14 Bremer Förder-, Gesamt- und Oberschulklassen in Projektwochen Hip-Hop, Jazz und sogar langsamen Walzer einstudiert und sich außerdem jeweils eine Woche lang intensiv mit den Themen Drogen, Sucht und Gewalt beschäftigt. Zusätzlich und erstmals waren auch zwei Klassen des Förderzentrums für geistige und motorische Entwicklung mit einer Projektwoche dabei. „Kribbeln im Bauch“ ist seit 2006 ein gemeinsames Projekt der AOK Bremen/Bremerhaven und des Landesinstituts für Schule (Gesundheit und Suchtprävention) Bremen.

Erfolgreiches Projekt

Das Tanz- und Suchtprojekt genießt hohe Anerkennung. Eine Studie des Bundesgesundheitsministeriums stellte fest, dass „Kribbeln im Bauch“ zu ganz wenigen Präventionsprojekten gehört, die eine erkennbare Wirkung erzielt haben. Es hat nämlich gezeigt, dass sich das Sozialverhalten, aber auch der Zigaretten- und Alkoholkonsum bei den Teilnehmern positiv verändern. Das Projekt ist fünf Mal in Folge im Rahmen der Aktion „Bremen macht Helden“ ausgewählt und gefördert worden.

Langzeitwirkung nachgewiesen

Zum Abschluss der diesjährigen Bremer Projektwochen zogen die Initiatoren eine sehr positive Bilanz. „Tanzen bei „Kribbeln im Bauch“ entfaltet eine Langzeitwirkung. Auch lange nach der Projektwoche haben die Jugendlichen mehr Zutrauen zu sich selbst, sie haben einen Zugang zu den eigenen Gefühlen gefunden, mehr Frustrationstoleranz entwickelt und Selbstvertrauen aufgebaut. Das hilft vielen von ihnen, ohne Alltagsdrogen zu leben“, sagte der AOK-Vorstandsvorsitzende Olaf Woggan. Margrit Hasselmann vom Landesinstitut für Schule, die das Projekt leitet, hob hervor: „Wir betonen die Stärken der Schülerinnen und Schüler, damit sie mehr Eigenverantwortung für ihr Leben übernehmen können. Sie lernen, sich selbst mehr zuzutrauen.“ Und Driton Veliú, künstlerischer Leiter des Projekts und Inhaber der DritonDanceSchool, in der „Kribbeln im Bauch“ stattfindet, unterstrich: „Es geht darum, dass die Schüler hier im Team arbeiten und sich gegenseitig respektieren – es geht also nicht nur ums Tanzen.“

Projektwoche mit wichtigen Themen

Seit 2006 haben mehr als 2600 Jugendliche aus 134 Klassen von Förder-, Gesamt- und Oberschulen aus sozialen Brennpunkten teilgenommen, 207 Pädagogen haben sich bisher in dem Projekt fortgebildet. Neben Hip-Hop, Zumba oder Body Kick waren Themen wie Sucht, Drogenkonsum, Umgang mit dem eigenen Körper, Gewalt und Respekt Inhalte der Projektwoche.

Auf Drogen verzichten

Das Ziel von „Kribbeln im Bauch“ ist seit 2006 unverändert: Mit Hilfe von Tanz und gemeinsamem Training wird die Kompetenz der Jugendlichen gestärkt, mit Problemen, schwierigen Situationen und psychischen Belastungen besser fertig zu werden – und im Alltag auf Gewalt, Alkohol, Zigaretten oder gar harte Drogen zu verzichten. Einer wissenschaftlichen Studie der Universität Oldenburg zufolge halten die Effekte mindestens zweieinhalb Jahre nach der Projektwoche an. Auch nach einer Untersuchung der Universität Flensburg haben die Jugendlichen nach der Projektwoche ein verbessertes Selbstwertgefühl und ein besseres körperliches und psychisches Wohlbefinden.

Positive Veränderungen

Viele Eltern, Freunde und Lehrer haben eine positive Änderung des Sozialverhaltens bei den Schülerinnen und Schülern bemerkt - was sich auch anhand der Äußerungen vieler Teilnehmer bestätigt: „Ich fand gut, dass keiner den anderen ausgelacht hat“, heißt es da etwa. Oder: „Wir haben Respekt!“ und „Wir schämen uns nicht mehr, sind offener geworden.“

Achtung, Fototermin

Am Sonnabend, 11. Juni 2016, ab 11.00 Uhr zeigen rund 125 Schülerinnen und Schüler des Projekts „Kribbeln im Bauch...“ die Ergebnisse ihres Tanztrainings auf dem Bremer Marktplatz.

Ihr Gesprächspartner

Jörn Hons, Pressesprecher der AOK Bremen/Bremerhaven

Bürgermeister-Smidt-Straße 95,

28195 Bremen

Telefon (0421) 1761-549

Telefax (0421) 1761-540

E-Mail: joern.hons@hb.aok.de