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AOK Bremen/Bremerhaven investiert in neue Geschäftsstellen und Leistungen

Bremen, 3. Juli 2015. Die AOK Bremen/Bremerhaven schließt ihr Rechnungsjahr 2014 mit einem leichten Minus von rund 2,5 Millionen Euro bei Gesamtausgaben von 692 Millionen Euro in der Krankenversicherung. Das beschloss der AOK-Verwaltungsrat in seiner Sitzung am vergangenen Dienstag. Die größte Krankenkasse im Land Bremen sei weiterhin wirtschaftlich solide und zukunftssicher aufgestellt, betonten die beiden Verwaltungsratsvorsitzenden Wolfgang Söller und Annette Düring: „Die AOK hat im vergangenen Jahr sehr viel neu und umgebaut und modernisiert. Durch den besseren Service in modernen Räumen, durch die neue Hauptgeschäftsstelle in Bremerhaven, das neue Pflegezentrum in Bremen und viele andere Leistungen profitieren unsere 228.000 Versicherten jeden Tag ganz praktisch und konkret.“

Die Modernisierungsphase ist nach den Worten der beiden AOK-Verwaltungsratsvorsitzenden noch nicht abgeschlossen: So wird die Hauptgeschäftsstelle in Bremen in diesem Jahr weiter modernisiert. Und im Herbst wird eine neue - die achte Geschäftsstelle - im Bremer Stadtteil Gröpelingen eröffnet. „Wir wollen nahe bei unseren Versicherten und Kunden sein, denn das persönliche Gespräch ist gerade in schwierigen Lebensphasen durch nichts zu ersetzen“, begründete Vorstandschef Olaf Woggan diese Unternehmensstrategie. Nicht zuletzt habe man die günstige Konjunktur für jetzt notwendige Investitionen genutzt.

Im Gegensatz zu manch anderer Krankenkasse schließe die AOK Bremen/Bremerhaven keine Geschäftsstellen, sondern erweitere ihr Geschäftsstellennetz. „Trotz all dieser Investitionen liegt das Gesamtvermögen mit rund 90 Millionen Euro auf dem Rekordniveau des Jahres 2013.“

Für eine solide, nachhaltige Haushaltsplanung seien solche Finanzreserven notwendig, um unkalkulierbaren Entwicklungen begegnen zu können. „Wenn Krankenkassen erst von der Hand in den Mund leben, können sie die Versorgung ihrer Versicherten nicht mehr vernünftig und nachhaltig verbessern“, betonte Woggan.

Geschäftsjahr 2014 schließt mit leichtem Minus

Auch die Entwicklung des bundesweiten Gesundheitsfonds im vergangenen Jahr zeige, wie wichtig ausreichende Rücklagen seien, um bestimmte Entwicklungen ausgleichen und finanziell abfangen zu können. „Der Fonds, aus dem alle gesetzlichen Kassen das Geld für die Versorgung ihrer Versicherten erhalten, ist schon seit 2014 zu knapp bemessen“, warnte er. So seien etwa neu eingeführte, besonders hochpreisige Arzneimittel nicht einkalkuliert worden – allein im vergangenen Jahr habe die gesetzliche Krankenversicherung etwa 500 Millionen Euro mehr als geplant ausgegeben. Die sich daraus ergebende Unterfinanzierung des Fonds habe auch die AOK Bremen/Bremerhaven am Jahresende mit einer Rückzahlung von 2,5 Millionen Euro ausgleichen müssen. Dieses Geld fehle nun in der Bilanz.

Trotzdem bietet die AOK Bremen/Bremerhaven ihren Versicherten etliche neue Leistungen. So wird ein neuer Vertrag mit den Haus- und Fachärzten im Land Bremen die Situation für Patienten mit chronischen Erkrankungen oder schwierigen und langwierigen Krankheiten deutlich verbessern. Möglich sind für solche Patienten zum Beispiel schnelle Termine beim Facharzt durch eine dringende Überweisung. Für 43 Krankheitsbilder – von Alzheimer bis zu Rheuma – wurde eine intensivere Betreuung vereinbart, wozu auch präventive Maßnahmen oder ein gutes Arzneimittelmanagement gehören.

AOK-Versicherte können sich seit Jahren bei schweren Erkrankungen eine Zweitmeinung bei einem Experten im Rahmen von „AOK Duo“ einholen. Psychisch Kranke werden durch einen entsprechenden AOK-Vertrag in ihrer häuslichen Umgebung betreut. Und bei geplanten Gelenk- und Gefäßoperationen werden AOK-Versicherte auf gefährliche Krankenhauskeime getestet und davon befreit.

Mehr investiert die AOK Bremen/Bremerhaven seit Anfang 2015 auch in Zusatzleistungen: „300 Euro Plus“ heißt das Angebot, das pro Jahr und für jeden Versicherten 300 Euro bares Geld bringt – gegenüber 250 Euro bisher. Für eine Familie mit zwei Kindern sind das bis zu 1.200 Euro mehr im Geldbeutel. Dafür können sich die Versicherten in der Regel 80 Prozent der Kosten von homöopathischen Behandlungen, Osteopathie, (Reise-)Schutzimpfungen, sportmedizinischen Untersuchungen, Gesundheitskursen, Vorsorgeuntersuchungen bei Schwangeren oder für die frühkindliche Entwicklung erstatten lassen. Neu ist dabei unter anderem die professionelle Zahnreinigung mit bis zu 40 Euro im Jahr und ein individuell angefertigter Schwimmschutz für Kinder mit Paukenröhrchen im Ohr. Zahlreiche Kooperationen mit Sportvereinen wie Werder Bremen, Bremen 1860, ATS Buntentor oder die Eisbären Bremerhaven sowie mit diversen Fitnessstudios, dem Bremer Leichtathletik-Verband und dem Marathon-Club Bremen runden das umfangreiche Präventions- und Vorsorgeangebot der AOK Bremen/Bremerhaven ab.

Die AOK Bremen verzeichnet in der Krankenversicherung 2014 Gesamteinnahmen von 689,1 Millionen Euro gegenüber Gesamtausgaben von 691,6 Millionen Euro. Daraus ergibt sich ein Defizit von 2,5 Millionen Euro. Die Leistungsausgaben stiegen 2014 um 4,8 Prozent. Die höchsten Ausgaben betreffen die Krankenhausbehandlungen mit insgesamt 250 Millionen Euro, gefolgt von den ambulanten ärztlichen Behandlungen mit 113 Millionen Euro und den Arzneimitteln mit 99 Millionen Euro.

Im Bereich der Pflegeversicherung verzeichnete die AOK Gesamteinnahmen von 120,2 Millionen Euro und Gesamtausgaben von 119,9 Millionen Euro. Das ergibt einen Überschuss von 0,3 Millionen Euro. Insgesamt waren 2014 zusammen mit den beitragsfrei mitversicherten Familienangehörigen rund 227.000 Menschen bei der AOK versichert.

Die AOK Bremen/Bremerhaven ist mit aktuell 228.000 Versicherten und rund 700 Mitarbeitern die größte Krankenkasse im Land Bremen.