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AOK-Beitragssatz wird 2020 nicht erhöht

Die AOK Bremen/Bremerhaven sieht sich gut gerüstet für die kommenden Jahre.

AOK solide aufgestellt

Bremen, 4. September 2019. Die AOK Bremen/Bremerhaven sieht sich gut gerüstet für die kommenden Jahre. Bei der Präsentation des Geschäftsberichts 2018 verwies Vorstandschef Olaf Woggan darauf, dass die größte Krankenkasse in Bremen nicht nur ein Plus von 5,8 Millionen Euro erwirtschaftet, sondern auch zahlreiche Investitionen, Organisationsveränderungen und Modernisierungen bewältigt hat. Gleichzeitig wurden die Mitglieder und Versicherten durch die Senkung des Zusatzbeitrages zwei Jahre hintereinander in erheblichem Maße entlastet (aktuell beträgt der Zusatzbeitrag 0,7 Prozent, der Gesamtbeitragssatz also 15,3 Prozent). „Wir haben als gesamtes Haus sehr viel geleistet, was uns in den kommenden Jahren helfen wird“, betonte er. „Die AOK Bremen/Bremerhaven ist deshalb finanziell sehr solide aufgestellt und wird ihren Beitragssatz 2020 nicht erhöhen.“

Zahl der Versicherten wächst

Bei Gesamtausgaben von rund einer Milliarde Euro (830 Millionen Euro für Krankenversicherung, 175 Millionen Euro für die Pflegeversicherung) wächst die Zahl der Versicherten: Über 256.000 Menschen waren 2018 bei der Bremer AOK krankenversichert, bis August 2019 ist die Zahl auf 261.000 gestiegen. Dabei ist das Durchschnittsalter der Versicherten auf inzwischen 41 Jahre gesunken - vor allem durch mehr jüngere Mitglieder, die sich bei der AOK versichern. Dies trägt neben anderen Faktoren zur Senkung der Leistungsausgaben der AOK Bremen/Bremerhaven bei, denn jüngere Menschen sind im Mittel gesünder als ältere. Diese und weitere Zusammenhänge macht der AOK-Geschäftsbericht 2018 deutlich.

Woggan kritisiert Berliner Politik

Gefährdet werde die gute Entwicklung der AOK Bremen/Bremerhaven künftig vor allem durch mögliche Eingriffe der Berliner Politik, sagte Vorstandschef Olaf Woggan. „Wenn zum Beispiel die Arztberatung so eingeschränkt wird, wie es Bundesgesundheitsminister Jens Spahn jetzt beabsichtigt, dann verlieren wir in Bremen ein seit Jahrzehnten bewährtes Instrument, um unnötige Arzneimittelkosten zu vermeiden.“ Schon seit 1973 gibt es im kleinsten Bundesland die gemeinsam mit anderen Bremer Kassen getragene Pharmazeutische Beratungs- und Prüfstelle, die Ärzte individuell berät, wie sie besser wirksame, aber kostengünstigere Medikamente einsetzen können. Das gleiche Ziel verfolgen auch das von der AOK mit initiierte Bremer Arzneimittelregister, und die Arzneimittelberatung im Rahmen des Arzt-Partner-Services. Der Erfolg: Seit vielen Jahren liegen die Arzneimittelausgaben in Bremen und Bremerhaven sehr deutlich unter jenen in anderen Bundesländern. „Eine intensive Arztberatung macht also Sinn. Aber nicht, um schlicht Kosten zu sparen, sondern um damit den finanziellen Spielraum zu haben, neue, wirksame und zunächst entsprechend teurere Medikamente für unsere Versicherten zu finanzieren.“  

FKG gefährdet Arzt-Partner-Service

Das geplante „Faire-Kassenwahl-Gesetz“ (FKG) gefährdet nach Ansicht von Woggan auch den Arzt-Partner-Service der AOK Bremen/Bremerhaven, mit dessen Hilfe 2017 die „AOK-Arzt-Akademie“ für niedergelassene Mediziner und Praxispersonal ins Leben gerufen wurde. Die Ärzte erfahren hier – vermittelt durch unabhängige Experten – alles Wissenswerte über moderne Wundversorgung, über Themen wie Hygiene in der Arztpraxis, die Diagnostik von Schwindel oder die Behandlung von Depressionen, über gute Praxisorganisation und über Führungsverhalten. Die Ärztekammer Bremen hat viele dieser Seminare als Fortbildung für Mediziner anerkannt – und die Seminare sind oft sehr schnell ausgebucht.

Verlagerung der Kassenaufsicht nicht zielführend

Einen weiteren Punkt im Entwurf des Gesetzes kritisierte der Bremer Vorstandschef ebenfalls: Die darin geplante komplette Verlagerung der Kassenaufsicht an das Bundesversicherungsamt (BVA). „Das ist einfach nicht zielführend“, so Woggan. „Wir haben hier eine gute Landesaufsicht, die die Realität der Versorgung der Menschen in Bremen und Bremerhaven viel besser einschätzen kann, als es das BVA in Bonn zu leisten vermag.“ Die AOK Bremen/Bremerhaven sei mit allen anderen AOKs zwar der Ansicht, dass die Einnahmen der Kassen sehr wohl wie bisher vom BVA kontrolliert werden sollten. Die Kontrolle der Ausgaben, also der konkreten Leistungen in der regionalen Versorgung, müsse aber insgesamt – für alle Krankenkassen in gleicher Weise - von den Kassenaufsichten der Bundesländer geleistet werden, forderte Woggan. 

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