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Weniger Antibiotika in Bayern verordnet

Aber jedes zweite Antibiotikum ist Reservemedikament

26.11.2020

Positive Entwicklung bei den Antibiotika-Verordnungen in der gesetzlichen Krankenversicherung in Bayern: Wurden 2001 noch sechs Millionen Antibiotika ambulant verordnet, waren es 2019 nur noch 4,5 Millionen. Dies entspricht einem Rückgang von 25 Prozent. Grundlage der Auswertung sind Daten der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB), die das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) ausgewertet hat. 

Allerdings ist der Anteil der verordneten Reserveantibiotika an allen verordneten Antibiotika in Bayern in den letzten 20 Jahren fast unverändert hoch geblieben: 2019 lag er mit 2,5 Millionen Verordnungen bei 56 Prozent. Im Vergleich: 2001 betrug der Anteil 57 Prozent. Damit ist weiterhin mehr als jedes zweite verordnete Antibiotikum ein Reserveantibiotikum. Das Problem: Reserveantibiotika werden häufig auch bei banalen Infekten verordnet und nicht nur, wie eigentlich vorgesehen, bei schweren bakteriellen Erkrankungen. „Dadurch steigt aber die Gefahr der Resistenzen, die im schlimmsten Fall dazu führen, dass Reserveantibiotika nicht mehr wirksam sind", so Christina Sabic, Geschäftsbereichsleiterin Ambulante Versorgung der AOK Bayern.

Mit ihren Arztnetzen hat sich die AOK Bayern am Innovationsfondsprojekt „ARena – Antibiotika Resistenzentwicklung nachhaltig abwenden“ beteiligt. Das Ziel von ARena war, insbesondere auch Versicherte über den verantwortungsvollen Umgang mit Antibiotika aufzuklären und so die Versorgungsqualität für Patienten zu verbessern. „Erste Auswertungen zeigen, dass das Projekt in zwölf bayerischen Arztnetzen zu einem kritischeren Umgang mit Antibiotika geführt hat", so Sabic. Das Projekt lief bis Ende September dieses Jahres. Die Ergebnisse werden voraussichtlich im Frühjahr 2021 veröffentlicht.  

Anbei die Pressemitteilung als pdf.

Pressekontakt

AOK Bayern – Die Gesundheitskasse
Ansprechpartner: Michael Leonhart, Pressesprecher
Zentrale, Carl-Wery-Straße 28, 81739 München
Telefon 089 62730 146, E-Mail: presse@by.aok.de