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Umfrage: Hohe digitale Gesundheitskompetenz in Bayern

Bundesweit 8.500 Frauen und Männer befragt

17.12.2020

Videosprechstunde, Online-Fitnesskurse oder Gesundheitsinformationen im Netz: Jeder Zweite in Bayern schätzt seine digitale Gesundheitskompetenz als „hoch“ oder „sehr hoch“ ein. Damit liegt der Freistaat leicht über dem Bundesschnitt (48 Prozent). Dies zeigt eine repräsentative Umfrage zur digitalen Gesundheitskompetenz, die die AOK in Auftrag gegeben hat. Schwierigkeiten bereitet den Nutzern am ehesten, die Zuverlässigkeit der Informationen im Netz zu bewerten.

„Die Digitalisierung bietet uns neue Chancen, die Gesundheitsversorgung zu verbessern“, sagt Dr. Irmgard Stippler, Vorstandsvorsitzende der AOK Bayern. Dadurch steige auch die Bedeutung von digitaler Gesundheitskompetenz. „Unsere Aufgabe ist es, mit leicht verständlichen Angeboten und Informationen alle mitzunehmen. Denn die Digitalisierung soll den Zugang zum Gesundheitswesen erleichtern und nicht erschweren“, bekräftigt Stippler.

Informationen im Netz zuverlässig oder nicht?
Das Institut Skopos befragte bundesweit 8.500 Frauen und Männer im Alter von 18 bis 75 Jahren, wie gut sie digitale Gesundheitsinformationen im Internet finden, verstehen, bewerten und letztendlich für sich nutzen können. Dabei zeigt sich, dass es knapp der Hälfte der Befragten in Bayern (45,6 Prozent) schwer fällt zu beurteilen, ob die Informationen zuverlässig sind oder nicht. Etwa jeder Dritte (36,4 Prozent) findet es „schwierig“ oder „sehr schwierig“ zu bewerten, ob hinter den Gesundheitsinformationen im Netz kommerzielle Interessen stehen. Bundesweit gilt: Frauen sowie Personen mit höherem Einkommen und höherer Bildung zeigen tendenziell eine höhere digitale Kompetenz ebenso wie Personen mit sehr gutem oder gutem Gesundheitszustand.

Leicht verständliche Angebote für Versicherte
Die AOK Bayern setzt seit Jahren auf fachlich fundierte und leicht verständliche Informationsangebote im Internet. Dazu gehört der Gesundheitsnavigator, der jetzt vollständig überarbeitet wurde und den Nutzern noch umfassendere Informationen über das Angebot und die Qualitätsergebnisse von Ärzten und Krankenhäusern bietet. Unter www.aok.de/gesundheitsnavigator können Nutzer etwa laiensprachliche Begriffe eingeben, die im Rahmen einer Kooperation mit dem Projekt „Was hab‘ ich?“ in medizinische Fachbegriffe übersetzt werden.

Neu ist auch der Online-Coach für Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2. Das Programm ergänzt das strukturierte Behandlungsprogramm (DMP) und unterstützt Betroffene, besser mit der Krankheit umzugehen. Neben dem Online-Coach Diabetes gibt es bereits den „Familiencoach Pflege“, der die Psyche von pflegenden Angehörigen stärken und sie vor Überlastung schützen soll, den „ADHS-Elterntrainer“ für Mütter und Väter in schwierigen Erziehungssituationen sowie den „Familiencoach Depression“ für Angehörige und Freunde von Menschen mit Depressionen.

Anbei die Pressemitteilung als pdf

Pressekontakt

AOK Bayern – Die Gesundheitskasse
Ansprechpartner: Michael Leonhart, Pressesprecher
Zentrale, Carl-Wery-Straße 28, 81739 München
Telefon 089 62730 146, E-Mail: presse@by.aok.de