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Studie - Asthma: Große regionale Unterschiede in Bayern

521.000 Menschen im Freistaat betroffen

11.11.2020  

Bei der Zahl der Asthma-Patienten in Bayern gibt es große Unterschiede zwischen den Regionen: Das Spektrum reicht von 3,1 Prozent der Einwohner im Landkreis Unterallgäu bis zu 5,1 Prozent im Landkreis Kaufbeuren. Das zeigt der neue „Gesundheitsatlas Bayern“ des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Der Anteil der Asthma-Patienten an der Bevölkerung liegt im Freistaat mit 4,0 Prozent leicht unter dem bundesweiten Durchschnitt von 4,2 Prozent. Den niedrigsten Wert weist Mecklenburg-Vorpommern mit 3,4 Prozent auf, den höchsten Nordrhein-Westfalen (4,7 Prozent). In Bayern hat von den Regierungsbezirken Mittelfranken mit 4,2 Prozent die meisten Asthma-Patienten, die Oberpfalz mit 3,7 Prozent die wenigsten.

Die höchsten Werte bei älteren Frauen
Insgesamt leben in Bayern 521.000 Menschen mit Asthma bronchiale – häufig verkürzt als Asthma. Dabei handelt es sich um eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Atemwege, die zu anfallsartig auftretender Verengung der Atemwege führt. „Asthma kann allergisch bedingt sein, in der Familie vererbt werden, aber auch durch psychische Belastungen und Reizstoffe, insbesondere Tabakrauch, ausgelöst werden“, erläutert Dr. Stefan Stern, Internist und beratender Arzt bei der AOK Bayern. In der Krankheitshäufigkeit von Asthma zeigen sich Unterschiede nach Alter und Geschlecht. „Bei Kindern und Jugendlichen bis 14 Jahre sind zunächst Jungen deutlich häufiger von Asthma betroffen, mit zunehmendem Alter tritt Asthma öfter bei Frauen als bei Männern auf“, so Dr. Stern. Die höchsten Werte weisen Frauen zwischen 70 bis 79 Jahren auf – sie haben zu 6,7 Prozent Asthma – sowie Männer in der Altersgruppe ab 80 Jahren (5,3 Prozent).

Vergleicht man die Zahlen der deutschen Großstädte, so liegt der Freistaat im Mittelfeld: Regensburg hat mit 3,3 Prozent die niedrigste Asthma-Häufigkeit unter den bayerischen Großstädten, gefolgt von Ingolstadt (3,4 Prozent), Erlangen (3,7), Würzburg (4,0) und München (4,2). Augsburg (4,4 Prozent), Nürnberg (4,6) und Fürth (4,7) liegen über dem Bundesdurchschnitt von 4,2 Prozent. „Insgesamt ist die Asthma-Häufigkeit in Großstädten im Vergleich zu ländlichen Regionen leicht erhöht. Möglicherweise kann dies mit Luftverschmutzung erklärt werden, denn diese gilt als Risikofaktor für die Entstehung der Krankheit“, so Dr. Stern.

AOK-Behandlungsprogramm für Asthma
Vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Pandemie sei es besonders wichtig, die Asthma-Erkrankung gut unter Kontrolle zu haben, betont Dr. Stern: „Erste Studienergebnisse weisen darauf hin, dass bei einem gut kontrollierten Asthma nicht von einem erhöhten Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf auszugehen ist.“ Die AOK Bayern engagiert sich seit 2006 im Rahmen des Disease-Management-Programms (DMP) „AOK-Curaplan“ für eine bessere Versorgung von Asthma-Patienten. Ziel sei es, Asthma-Anfälle möglichst zu vermeiden, sodass das Alltagsleben der Patienten nicht durch die Erkrankung eingeschränkt werde, so Dr. Stern.

Hinweis
Die Asthma-Häufigkeit in den einzelnen bayerischen Stadt- und Landkreisen entnehmen Sie bitte der beigefügten Karte.

Anbei die Pressemitteilung als pdf.

Pressekontakt

AOK Bayern – Die Gesundheitskasse
Ansprechpartner: Michael Leonhart, Pressesprecher
Zentrale, Carl-Wery-Straße 28, 81739 München
Telefon 089 62730 146, E-Mail: presse@by.aok.de