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Krankenkassen fördern Ausbildung im Rettungsdienst

Knapp 80.000 Euro kostet die Ausbildung

08.02.2018

Sie sind meist die Ersten am Unfallort – die Einsatzkräfte des Rettungsdienstes. Sie versorgen die Verletzten und transportieren die Patienten in die Klinik. Bei Schwerstverletzten kann die Erstversorgung mitentscheidend sein für die Überlebenschancen. Entsprechend wichtig ist die Qualifikation im Rettungsdienst. Um den gestiegenen medizinischen Anforderungen gerecht zu werden, hat der Gesetzgeber 2014 das neue Berufsbild Notfallsanitäter eingeführt.

Die Ausbildung zum Notfallsanitäter dauert drei Jahre. Der Notfallsanitäter ist damit die höchste nichtärztliche Qualifikation im Rettungsdienst. Im Vergleich zum bisher verantwortlichen Rettungsassistenten verfügt der Notfallsanitäter über mehr Kompetenzen. Neu ist auch: Die Krankenkassen bezahlen die komplette Ausbildung. Für jeden Auszubildenden sind dies fast 80.000 Euro. Insgesamt investierten die Krankenkassen in Bayern im Schuljahr 2016/2017 mehr als 16,7 Millionen Euro in die Ausbildung der Notfallsanitäter. Hinzukommt: Auch die Weiterbildung vom Rettungsassistenten zum Notfallsanitäter unterstützen die Krankenkassen. Die Ausgaben lagen 2017 bei knapp 7,8 Millionen Euro.

Die AOK Bayern begrüßt die höheren Qualifikationsanforderungen im Rettungsdienst. „Für die bestmögliche Erstversorgung brauchen wir gut ausgebildete Notfallsanitäter“, sagt Matthias Wenig, verantwortlich für den Bereich Rettungsdienst bei der AOK Bayern. Wenig befürchtet aber, dass viele Notfallsanitäter nach der Ausbildung den Job wechseln – beispielsweise in Krankenhäuser. „Angesichts der Ausbildungskosten muss es Ziel sein, dass möglichst viele Notfallsanitäter auch dem Rettungsdienst zur Verfügung stehen.“