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Corona-Pandemie: Beschäftigte im Freistaat mit am stärksten betroffen

Die meisten Covid-19-Fälle im April

02.11.2020 

Die Corona-Pandemie hat Bayerns Arbeitnehmer besonders erwischt: Insgesamt waren bis Ende August über 14.500 AOK-Mitglieder wegen einer SARS-CoV-2-Infektion krankgeschrieben. Das sind 0,6 Prozent der rund 2,2 Millionen erwerbstätigen AOK-Versicherten. Damit liegt Bayern deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 0,45 Prozent. Nur in Baden-Württemberg war die Arbeitsunfähigkeitsquote mit 0,63 Prozent noch etwas höher. Die meisten Krankmeldungen wegen einer Covid-19-Erkrankung verzeichnete die AOK Bayern in den Monaten März (0,2 Prozent) und April (0,37 Prozent). Zum Vergleich: Im August lag der Wert bei 0,07 Prozent. Dies zeigt eine Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO).

Im April gab es in Bayern zwar die meisten Covid-19-Fälle, die Arbeitsunfähigkeitszahlen insgesamt befanden sich aber in etwa auf dem Niveau von April 2019. Der höchste Krankenstand der AOK-versicherten Beschäftigten im Freistaat wurde im März mit 6,9 Prozent am Beginn der Pandemie erreicht. Er lag damit deutlich höher als im März 2019 mit 5,3 Prozent. Die gleiche Entwicklung zeigte sich auch im Bund. Hier kletterte der Krankenstand im März 2020 sogar auf 7,8 Prozent. Von Mai bis August sanken im Bund und in Bayern die Krankenstände merklich unter die Werte der entsprechenden Vorjahresmonate.

Auch bei den psychischen Erkrankungen zeigt sich eine interessante Entwicklung: Nach einem stetigen Anstieg der Krankschreibungen in den letzten Jahren ist heuer erstmals wieder ein Rückgang zu verzeichnen. Die aktuellen Analysen weisen von Januar bis August 2020 im Durchschnitt 9,6 Arbeitsunfähigkeitsfälle je 100 bayerische AOK-Mitglieder wegen psychischer Erkrankungen aus. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren dies noch 10,5 AU-Fälle. Bayern liegt damit unter dem Bundesdurchschnitt (2020 bisher 11,1 AU-Fälle je 100 Mitglieder). Gleichzeitig stieg die Dauer eines durchschnittlichen psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeitsfalls bei den AOK-Mitgliedern im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als drei Tage – von 25,9 Tagen auf 29,1 Tage.

Psychische Belastungen: AOK unterstützt Betriebe
Psychische Gesundheit ist wesentliche Voraussetzung für Arbeitszufriedenheit, Motivation und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten. Die AOK Bayern unterstützt Unternehmen im Freistaat mit Analysen und Angeboten zur Stärkung der psychischen Gesundheit. Dabei geht es unter anderem um Verbesserungen in der Arbeitsorganisation, um Stressfaktoren für die Beschäftigten zu vermeiden. Zudem sollen mit Maßnahmen zur Verhaltensprävention, wie etwa der Förderung einer gesunden Life-Balance, die Mitarbeiter im Berufsalltag gestärkt werden. Da die Beschäftigten selbst mit den AOK-Experten die aus ihrer Sicht erfolgversprechendsten Vorschläge zur Gestaltung von gesundheitsförderlichen betrieblichen Rahmenbedingungen erarbeiten, ist die Akzeptanz sehr hoch. Auch online hat die AOK Bayern ihr Angebot ausgebaut – von Seminaren zum Thema Resilienz bis hin zu Programmen wie Stress im Griff (www.stress-im-griff.de) oder Gesund Führen (www.aok-gesundfuehren.de), aber auch Apps zum kostenlosen Download wie die AOK App Relax.

Anbei die Pressemitteilung als pdf

Pressekontakt

AOK Bayern – Die Gesundheitskasse
Ansprechpartner: Michael Leonhart, Pressesprecher
Zentrale, Carl-Wery-Straße 28, 81739 München
Telefon 089 62730 146, E-Mail: presse@by.aok.de