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AOK Bayern: Fast 13 Prozent weniger Krankmeldungen im Pandemiejahr 2020

Pflegekräfte am meisten von COVID-19 betroffen

28. April 2021

Im Pandemiejahr 2020 waren die mehr als 2,7 Millionen erwerbstätigen Versicherten der AOK Bayern seltener krank. So sank die Zahl der Krankmeldungen im Vergleich zum Vorjahr um 12,5 Prozent. Die durchschnittliche Dauer der Erkrankungen hat sich allerdings von 12,3 auf 14 Tage erhöht (plus 13,8 Prozent). Damit blieb der Krankenstand in Bayern mit insgesamt 4,8 Prozent unverändert. Neben den üblichen saisonalen Schwankungen gab es zu Beginn der Pandemie im März 2020 mit einem Krankenstand von 6,9 Prozent einen deutlichen Ausreißer (Vorjahr: 5,3 Prozent). Positive Nachricht: Die Bayern sind im bundesweiten Vergleich weiterhin mit am gesündesten. Der Freistaat hat mit 4,8 Prozent nach Hamburg (4,3 Prozent) bundesweit den niedrigsten Krankenstand (Bund: 5,4 Prozent).

Atemwegserkrankungen am häufigsten
Jede fünfte Krankmeldung in Bayern (19,9 Prozent) entfiel im ersten Pandemiejahr auf Atemwegserkrankungen. Damit sind Atemwegserkrankungen erneut die häufigste Krankheitsursache, allerdings waren sie im Vergleich zu 2019 (22 Prozent) rückläufig. Am zweithäufigsten erfolgten Krankmeldungen wegen Muskel-Skelett-Erkrankungen (16,2 Prozent), wobei hier die häufigste Diagnose „Rückenschmerz“ lautete. Mit der gesicherten Diagnose COVID-19 meldeten sich rund 39.300 erwerbstätige AOK-Versicherte in Bayern krank. Dies entspricht 1,45 Prozent aller Krankmeldungen.

Bezogen auf die Dauer der Erkrankungen lagen Muskel-Skelett-Erkrankungen mit 22,2 Prozent auf dem ersten Platz, danach folgten Verletzungen und psychische Erkrankungen (beide 11,3 Prozent). Psychische Erkrankungen verursachen nach wie vor mehr Fehltage als Atemwegserkrankungen (281 bzw. 274 je 100 Versicherte).

Überdurchschnittlich viele Krankheitsfälle wegen psychischer Erkrankungen gab es in den Pflegeberufen: Auf Beschäftigte in der Altenpflege entfielen die meisten Fälle (17,3 je 100 Versicherte), gefolgt von Berufen in der Haus- und Familienpflege (16,9 Fälle je 100 Versicherte). Auch von Krankmeldungen wegen COVID-19 waren Beschäftigte in der Gesundheits- und Krankenpflege und in der Altenpflege am stärksten betroffen (5,8 Fälle bzw. 5,6 Fälle je 100 Versicherte).

Weiterhin Nord-Süd-Gefälle
Zwischen Nord- und Südbayern zeigte sich auch 2020 eine Zweiteilung beim Krankenstand, die unter anderem auf der demografischen Entwicklung beruht. Den niedrigsten Krankenstand verzeichneten die Landkreise München und Starnberg (3,7 bzw. 3,8 Prozent) sowie die Stadt München (3,8 Prozent). Die höchsten Werte registrierten die Landkreise Kronach und Rhön-Grabfeld (6,4 bzw. 6,0 Prozent). 

AOK unterstützt Betriebe auch in Pandemiezeiten
Trotz der Pandemie konnte die AOK Bayern 2020 knapp 2000 Unternehmen mit der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) unterstützen. Dafür hat die größte Krankenkasse im Freistaat ihr Angebot auch online ausgebaut. Ein Schwerpunkt sind Angebote zur Stärkung der psychischen Gesundheit, beispielsweise mit Programmen wie Stress im Griff (www.stress-im-griff.de) oder Gesund Führen (www.aok-gesundfuehren.de). Online-Seminare zu Themen wie „Resilienz“ oder „Gesund im Homeoffice“ konnten über 1000 Teilnehmer verzeichnen.

Anbei die Pressemitteilung als pdf.

Tabelle und Grafiken

Regionale Kennzahlen zum Krankenstand 2020 für bayerische Stadt- und Landkreise entnehmen Sie bitte der Tabelle (pdf-Datei) im Anhang.

Gerne stellen wir Ihnen zusätzlich zur beigefügten Bayernkarte zum Krankenstand 2020 Grafiken für die einzelnen Regierungsbezirke zur Verfügung (als Beispiel haben wir die Grafik für Unterfranken beigefügt). 

Pressekontakt

AOK Bayern – Die Gesundheitskasse
Ansprechpartner: Michael Leonhart, Pressesprecher
Zentrale, Carl-Wery-Straße 28, 81739 München
Telefon 089 62730 146, E-Mail: presse@by.aok.de