AOK Bayern: Erkältungswelle lässt Krankenstand steigen

Bayerns Beschäftigte im bundes- weiten Vergleich gesünder

02.04.2019

Die Erkältungswelle Anfang 2018 hat zu einem Anstieg der Krankmeldungen in Bayern geführt. Allein bei den Erkrankungen der oberen Atemwege – hierunter fallen die Erkältungskrankheiten – gab es ein Plus von acht Prozent bei den Krankheitstagen. Insgesamt verzeichnete die AOK Bayern im vergangenen Jahr einen leichten Zuwachs beim Krankenstand auf 4,8 Prozent (Vorjahr: 4,7 Prozent). Damit fehlte jeder der mehr als 2,6 Millionen erwerbstätigen AOK-Versicherten im Durchschnitt 17,5 Tage im Betrieb. Das zeigt die aktuelle Auswertung der Arbeitsunfähigkeitsdaten für 2018.

Trotz des Anstiegs sind Bayerns Beschäftigte im bundesweiten Vergleich gesünder als Arbeitnehmer in anderen Bundesländern. Mit 4,8 Prozent weist der Freistaat hinter Hamburg (4,3 Prozent) den niedrigsten Krankenstand auf. Die höchsten Werte gibt es in Brandenburg (6,5 Prozent) sowie in Sachsen-Anhalt und Thüringen (jeweils 6,4 Prozent). Der Bundesdurchschnitt liegt bei 5,5 Prozent (Vorjahr: 5,3 Prozent).

Die Erkältungswelle 2018 traf nicht alle Beschäftigten gleichermaßen: Arbeitnehmer, die bei ihrer täglichen Arbeit viel mit Menschen zu tun haben oder in Großraumbüros arbeiten, sind besonders gefährdet. Callcenter-Mitarbeiter belegen mit 3,4 erkältungsbedingten Fehltagen den Spitzenplatz, gefolgt von Beschäftigten in der Kindererziehung (2,8 Fehltage). Zum Vergleich: Bayerns Beschäftigte blieben 2018 im Schnitt 1,7 Tage mit Erkältung Zuhause, Beschäftigte in der Landwirtschaft sogar nur 0,6 Tage. Insgesamt waren Atemwegserkrankungen im vergangenen Jahr mit 22,9 Prozent der häufigste Grund für eine Krankschreibung. Danach kommen Muskel-Skeletterkrankungen (15,7 Prozent), Verdauungsprobleme (8,1 Prozent) und Verletzungen (7,9 Prozent).

Deutliche Unterschiede bei den Krankmeldungen gibt es auch zwischen Nord- und Südbayern. Den niedrigsten Krankenstand wiesen 2018 die Landkreise Garmisch-Partenkirchen, Starnberg und München auf (jeweils 3,8 Prozent). Spitzenreiter sind die Landkreise Kronach (6,3 Prozent) und Rhön-Grabfeld (6,1 Prozent). Dass der Süden beim Krankenstand besser abschneidet, liegt unter anderem am starken Zuzug jüngerer Arbeitnehmer nach Oberbayern.

Die AOK Bayern unterstützte 2018 mehr als 2.500 Unternehmen in der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF). Vor allem kleinere und mittelständische Unternehmen profitieren von den individuellen Angeboten. Fast jedes zweite Unternehmen mit langfristigen BGF-Projekten beschäftigt weniger als 100 Mitarbeiter. Die AOK Bayern stemmte insgesamt mehr als jedes sechste BGF-Projekt der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland.

Anbei die Pressemitteilung als pdf, sowie eine Grafik zum Krankenstand in Bayern 2018.

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AOK Bayern – Die Gesundheitskasse
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