Pressemitteilung

Krankenstand in Rheinland-Pfalz stabilisiert sich – Atemwegserkrankungen rückläufig

02.09.2026 AOK Rheinland-Pfalz/Saarland 3 Min. Lesedauer
Eine junge Frau liegt eingedeckt auf einer Couch. Sie sieht müde aus.

Der Krankenstand Der Krankenstand beziffert die Zahl der arbeitsunfähig geschriebenen Kranken bezogen auf 100… der Beschäftigten in Rheinland-Pfalz ist im ersten Halbjahr 2026 leicht zurückgegangen. Mit 6,4 Prozent lag er um 0,3 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Damit setzt sich die Entwicklung der vergangenen zwei Jahre fort: Nach zuvor kontinuierlichen Anstiegen ist der Krankenstand im ersten Halbjahr inzwischen das zweite Jahr in Folge nicht weiter gestiegen.

Im saisonalen Verlauf wurde der höchste Krankenstand im Februar mit 7,5 Prozent erreicht. Gegenüber dem Februar des Vorjahres entspricht dies einem Rückgang um 1,1 Prozentpunkte. Eine Arbeitsunfähigkeit liegt nach der Definition des Gemeinsamen Bundesausschusses dann vor, wenn der Versicherte aufgrund… dauerte im ersten Halbjahr 2026 durchschnittlich 10,1 Tage je Fall. Damit hat sich die durchschnittliche Falldauer gegenüber dem Vorjahreszeitraum geringfügig um 0,1 Tage erhöht.

11,6 Fehltage je AOK-Mitglied

Auf jedes AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… -Mitglied in rheinland-pfälzischen Betrieben entfielen im ersten Halbjahr 2026 durchschnittlich 11,6 Arbeitsunfähigkeitstage. Dies entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,7 Prozent.

Auch der Anteil der Beschäftigten, die sich im ersten Halbjahr mindestens einmal arbeitsunfähig meldeten, ist zurückgegangen: 51,4 Prozent der AOK-Mitglieder waren einmal oder mehrfach krankgeschrieben. Damit liegt der Anteil um 2,4 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Muskel-Skelett-Erkrankungen verursachen weiterhin die meisten Fehltage

Den größten Anteil an den Arbeitsunfähigkeitstagen hatten im ersten Halbjahr 2026 weiterhin Muskel- und Skeletterkrankungen mit 20,5 Prozent. Es folgten Atemwegserkrankungen mit 13,5 Prozent, psychische Erkrankungen mit 12,9 Prozent und Verletzungen mit 9,9 Prozent.

Bei der Betrachtung der Anzahl der AU-Fälle ergibt sich ein anderes Bild: Hier standen Atemwegserkrankungen mit 25,6 Prozent an erster Stelle, gefolgt von Muskel- und Skeletterkrankungen mit 14,9 Prozent, Erkrankungen des Verdauungssystems mit 6,3 Prozent und Verletzungen mit 5,7 Prozent.

Dabei zeigt sich: Nur 3,7 Prozent der AU-Fälle dauerten länger als sechs Wochen. Diese Langzeiterkrankungen verursachten jedoch 38,4 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage. Damit entfällt ein erheblicher Teil der Fehlzeiten auf vergleichsweise wenige, aber lang andauernde Erkrankungen.

Atemwegserkrankungen erstmals wieder rückläufig

Eine besonders auffällige Entwicklung zeigt sich bei den Atemwegserkrankungen. Seit dem ersten Halbjahr 2021 – dem Jahr, das stark durch die Corona-Pandemie geprägt war – war der Anteil der Atemwegserkrankungen an allen AU-Fällen in Rheinland-Pfalz zunächst kontinuierlich gestiegen: von 9,9 Prozent im Jahr 2021 auf 29,0 Prozent im Jahr 2025. Im ersten Halbjahr 2026 ist nun eine Trendwende erkennbar. Der Anteil der Atemwegserkrankungen an den AU-Fällen ist auf 25,6 Prozent zurückgegangen. Bereits die Ganzjahresdaten 2025 hatten auf eine beginnende Stabilisierung beziehungsweise einen Rückgang hingedeutet.

„Atemwegserkrankungen verursachen nach wie vor rund ein Viertel aller Arbeitsunfähigkeitsfälle. Gleichzeitig sehen wir erstmals wieder eine klare Bewegung in die rückläufige Richtung“, fasst Dr. Martina Niemeyer, Vorstandsvorsitzende der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse die Entwicklung zusammen.

Während sich die Anteile an den AU-Tagen der Muskel- und Skeletterkrankungen sowie der Verletzungen auf ähnlichem Niveau zeigten, entwickelten sich psychische Erkrankungen weiterhin auf einem erhöhten Niveau. Die Daten unterstreichen damit die Bedeutung eines ganzheitlichen betrieblichen Gesundheitsmanagements, das sowohl körperliche als auch psychische Belastungen in den Blick nimmt. „Die AOK versichert Beschäftigte und Auszubildende aus allen Branchen, sodass diese Zahlen durchaus als Maßstab für die gesamte Wirtschaft im Saarland angesehen werden können“, sagt Niemeyer. Um die Lebensqualität der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu verbessern, unterstützt die Gesundheitskasse Beschäftigte und Firmen seit Jahrzehnten mit passgenauen Angeboten zur Betrieblichen Gesundheitsförderung ist ein fortlaufender Prozess mit dem Ziel, allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über… (BGF).

1 passender Download

Ihr Ansprechpartner und Pressekontakt

Porträt: Jan Rößler, Pressesprecher AOK Rheinland-Pfalz/Saarland
Pressesprecher

Jan Rößler

AOK Rheinland-Pfalz/Saarland