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AOK setzt auf Digitalisierungsschub bei  elektronischer Patientenakte

13.12.2023 AOK Rheinland-Pfalz/Saarland 3 Min. Lesedauer

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen bietet ein enormes Potenzial. Das gilt auch für die elektronische Patientenakte (ePA). Doch nur mit erkennbarem Mehrwert kann die ePA nach Ansicht der AOK auch tatsächlich bei den Versicherten und Leistungserbringern ankommen. Einfacher Zugang und Nutzerfreundlichkeit müssten im Fokus stehen, fordert Dr. Martina Niemeyer, Vorstandsvorsitzende der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland.

Digitale Lösungen wie etwa die elektronische Patientenakte sollen vor allem den Alltag von Ärzten, Apothekern und Patienten vereinfachen.

Für die Verbesserung der Gesundheits- und Pflegeversorgung ist die Digitalisierung essenziell. Unter den richtigen Rahmenbedingungen kann neben einer besseren Qualität ist ein zentrales Versorgungsziel der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Im Rahmen der… in Prävention Prävention bezeichnet gesundheitspolitische Strategien und Maßnahmen, die darauf abzielen,… und Diagnostik auch eine zeitlich und geografisch unabhängige Gesundheits- und Pflegeversorgung erreicht werden – ein Mehrwert für Patientinnen und Patienten, aber auch für die behandelnden Ärztinnen und Ärzte. Gerade die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass Digitalisierung echte Vorteile bringt. Die Digitalisierung im Gesundheitswesen Das Gesundheitswesen umfasst alle Einrichtungen, die die Gesundheit der Bevölkerung erhalten,… bietet noch immer ein enormes Potenzial, das bisher nicht genutzt wurde. Die AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… begrüßt vor diesem Hintergrund die Zielsetzung und Initiative eines Gesetzes zur Beschleunigung der Digitalisierung des Gesundheitswesens (Digitalgesetz). Insbesondere was die Neuausrichtung der elektronischen Patientenakte (ePA) als ePA für alle angeht, kann das Gesetz wie ein Katalysator wirken.

Die Einführung des Opt-out-Verfahrens, das heißt, wer die ePA nicht nutzen will, kann dem widersprechen, muss nach Einschätzung der AOK mit einem vereinfachten Authentifiezierungsverfahren kombiniert werden. Mit der Speicherung der elektronischen Patientenkurzakte und des Medikationsplans in der ePA wird der Ausbau zur zentralen Versichertenplattform weiter vorangetrieben. Konsequent allerdings wäre, diesen Ansatz auch auf die Notfalldaten auszuweiten.

Nach wie vor ungelöst bleibt auch das Problem eines einfachen initialen Zugangs der Versicherten zur ePA.

Aus Sicht der AOK sollte die Doppelstruktur von elektronischer Gesundheitskarte und PIN daher vom neuen elektronischen Personalausweis abgelöst werden. So können zum einen der Zugang der Versicherten zur ePA erleichtert und weiterhin die Gelder der Beitragszahlenden vor einem unwirtschaftlichen Einsatz geschützt werden. „Der einfache Zugang und die Nutzerfreundlichkeit der elektronischen Patientenakte müssen im Fokus stehen. Nur mit erkennbarem Mehrwert kann die ePA in der Versorgung bei den Versicherten und Leistungserbringern auch tatsächlich ankommen“, fordert Dr. Martina Niemeyer, Vorstandsvorsitzende der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland.