Pressemitteilung

Zahnersatz-Ausgaben in Westfalen-Lippe weiter gestiegen

07.07.2026 AOK NordWest 3 Min. Lesedauer

AOK zahlte 2025 fast 149 Millionen Euro – Frauen waren häufiger betroffen

Ein Zahnarzt zeigt seiner Patientin ein Röntgenbild ihrer Zähne auf dem Tablet.
In Westfalen-Lippe zahlte allein die AOK im vergangenen Jahr fast 148,8 Millionen Euro für Kronen, Brücken oder Prothesen ihrer Versicherte.

Dortmund. Der Aufwärtstrend bei den Ausgaben für Zahnersatz geht in Westfalen-Lippe weiter: Das geht aus einer aktuellen Auswertung der AOK NordWest hervor. Danach zahlte allein die AOK in Westfalen-Lippe im vergangenen Jahr für Kronen, Brücken oder Prothesen ihrer Versicherten fast 148,8 Millionen Euro. Das sind 2,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Vergleich zum Jahr 2018 liegt das Plus bei rund 33 Prozent. Zusätzlich müssen Betroffene entsprechende Kosten selbst übernehmen. So betrug der gesetzliche Eigenanteil der AOK-Versicherten in 2025 über 90 Millionen Euro. „Wer Zahnersatz benötigt, steht vor einer schwierigen und oftmals teuren Wahl. Denn für Kronen, Brücken und Prothesen können schnell mehrere tausend Euro zusammenkommen. Aber Vorsorge wird belohnt: Wer regelmäßig zum Zahnarzt geht, und ein Bonusheft führt, kann durch den höheren Zuschuss von seiner Krankenkasse Geld sparen“, sagt Tom Ackermann, Vorstandsvorsitzender der AOK NordWest.

„Für Kronen, Brücken und Prothesen können schnell mehrere tausend Euro zusammenkommen.“

Tom Ackermann

Vorstandsvorsitzender der AOK NordWest

Frauen erhalten häufiger Zahnersatz

Zahnersatz Der Leistungsanspruch auf Zahnersatz wurde mit dem GKV-Modernisierungsgesetz ab 2004 grundlegend… wird notwendig, wenn Zähne durch Karies, Parodontitis oder Unfälle stark beschädigt oder verloren gegangen sind. Er verhindert Zahnfehlstellungen und den Abbau des Kieferknochens. Insgesamt erhielten im vergangenen Jahr 197.375 AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… -Versicherte in Westfalen-Lippe Zahnersatzleistungen. Das waren 8,5 Prozent der Versicherten und damit fast jeder Elfte. Der Anteil ist in den letzten Jahren fast konstant geblieben. Auffällig sind jedoch die Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Die AOK-Auswertung zeigt, dass Frauen häufiger Zahnersatz erhalten als Männer. Insgesamt wurde im vergangenen Jahr bei 107.933 Frauen in Westfalen-Lippe Zahnersatz eingesetzt. Damit waren fast 21 Prozent mehr Frauen als Männer betroffen.

Höheren Festzuschuss sichern

Ist Zahnersatz gefragt, beteiligt sich die AOK mit einem Festzuschuss Jeder Versicherte hat Anspruch auf eine Versorgung mit medizinisch notwendigem Zahnersatz. Mit… an den Kosten. Die Festzuschüsse für Zahnersatz betragen 60 Prozent, bemessen an einer bundesweit standardisierten Regelversorgung, die sich am jeweiligen Befund orientiert. Kosten, die über den Festzuschuss hinausgehen, müssen als Zuzahlung selbst getragen werden. Allerdings können regelmäßige Besuche beim Zahnarzt helfen, die eigenen Kosten zu reduzieren. Wer regelmäßig zur Vorsorge Für die medizinische Vorsorge und die Rehabilitation gilt der Grundsatz ambulant vor stationär – das… geht und die Besuche beim Zahnarzt im Bonusheft dokumentieren lässt, bekommt einen höheren Festzuschuss und kann so sparen. Die Dokumentation ist auch im digitalen Bonusheft in der elektronischen Patientenakte Mit der elektronischen Patientenakte (ePA) können Patientinnen und Patienten sowie die an ihrer… (ePA) möglich. So erhalten Patienten mit lückenlos geführtem Bonusheft einen höheren Festzuschuss: nach fünf Jahren 70 Prozent und nach 10 Jahren sogar 75 Prozent. „Der regelmäßige Eintrag im Bonusheft ist bares Geld wert“, so Ackermann.

Regelmäßige Kontrolltermine beim Zahnarzt

Eine gute Zahnvorsorge trägt dazu bei, Zähne bis ins hohe Alter gesund zu halten. Dazu gehört die regelmäßige zahnärztliche Vorsorge. Dies bedeutet: Erwachsene müssen mindestens einen Zahnarztbesuch im Jahr in ihrem Bonusheft nachweisen. Bei Kindern und Jugendlichen ist ein Kontrolltermin je Halbjahr nötig, um vom Bonus zu profitieren. Kinder haben bereits ab dem sechsten Geburtstag einen Anspruch auf zwei Vorsorgeuntersuchungen. Die regelmäßige Zahnpflege und eine zahngesunde Ernährung sind ebenfalls wichtige Voraussetzungen für lebenslang gesunde Zähne.

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