AOK zum Welt-Diabetes-Tag: Über 235.000 Menschen in Schleswig-Holstein leiden an Diabetes Typ 2
Auffällig: Große regionale Unterschiede in der Bevölkerung
Kiel. In Schleswig-Holstein leiden immer mehr Menschen an Diabetes mellitus Typ 2. Das geht aus einer aktuellen Auswertung der AOK NordWest anlässlich des Welt-Diabetes-Tages am 14. November hervor. Danach waren im Jahr 2024 insgesamt 235.300 Menschen ab 20 Jahren im nördlichsten Bundesland an Diabetes mellitus Typ 2 erkrankt. Im Vergleich zum Vorjahr mit 229.800 Betroffenen ist dies ein Plus von 2,4 Prozent, gegenüber dem Jahr 2017 allerdings ein Anstieg um 13,2 Prozent. Diese Entwicklung zeigt sich auch bei den Ausgaben für blutzuckersenkende Präparate. So stiegen die Ausgaben für Antidiabetika in 2024 für alle gesetzlich Krankenversicherten um 11,3 Prozent auf 116,8 Millionen Euro an. Im Fünf-Jahresvergleich liegt der Anstieg bei rund 51 Prozent. „Die Angebote zur Diabetesprävention greifen in Schleswig-Holstein gut. Denn im Vergleich mit anderen Bundesländern schneidet Schleswig-Holstein sehr gut ab. Da die Erkrankung aber gefährliche Begleit- und Folgeerkrankungen nach sich ziehen kann, dürfen wir nicht nachlassen, uns auf dem Gebiet der Diabetesprävention weiter zu engagieren“, sagt AOK-Vorstandsvorsitzender Tom Ackermann.
„Die Angebote zur Diabetesprävention greifen in Schleswig-Holstein gut.“
Vorstandsvorsitzender der AOK NordWest
Deutliche Regionale Unterschiede
Im Jahr 2024 waren in Schleswig-Holstein 9,7 Prozent der Bevölkerung an Diabetes Typ 2 erkrankt. Zwischen den Regionen in Schleswig-Holstein gab es allerdings deutliche Unterschiede beim Anteil der Diabetiker in der Bevölkerung. Während in Flensburg 6,7 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner einen vom Arzt Die ärztliche Berufsausübung, die Ausübung der Heilkunde, setzt nach der Bundesärzteordnung… diagnostizierten Typ-2-Diabetes hatten, lag der Anteil im Kreis Steinburg bei 11,3 Prozent. Im Vergleich mit den anderen Bundesländern lag Schleswig-Holstein aber deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt von 11,2 Prozent.
Risiko für ‚Zuckerkrankheit‘ steigt mit dem Alter
Durch Diabetes Typ 2 wird die Lebensqualität der Betroffenen oft erheblich eingeschränkt. „Häufig treten Nierenschädigungen, Erblindungen oder Amputationen als diabetesbedingte Komplikationen auf“, so Ackermann. Folgeerkrankungen wie Herzinfarkte und Schlaganfälle können dazu führen, dass Patienten frühzeitig versterben. Dabei sind die Ursachen für Diabetes Typ 2 komplex. „Das Alter ist einer der bestimmenden Risikofaktoren für die Entwicklung der Erkrankung“, sagt AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… -Chef Ackermann. Die AOK-Auswertung zeigt, dass über 50 Prozent der Betroffenen über 70 Jahre alt waren. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko an der sogenannten ‚Zuckerkrankheit‘ zu erkranken deutlich an. Dabei fällt auf, dass Männer häufiger an Diabetes Typ 2 erkranken als Frauen.
Vorbeugen und Lebensstil ändern
Neben dem Alter und einer erblichen Veranlagung, spielen Risikofaktoren wie Übergewicht, Bewegungsmangel, Stress oder ungesunde Ernährung eine große Rolle. „An einer genetischen Disposition kann man nichts ändern. Anders ist das bei Übergewicht und mangelnder Bewegung“, so Ackermann. Experten gehen davon aus, dass sich durch eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung mehr als 50 Prozent der Diabetes-Erkrankungen verhindern ließen. Um das zu erreichen, hilft die AOK NordWest ihren Versicherten mit speziellen Angeboten im Rahmen ihres Kursprogramms. Außerdem hilft der AOK-Online-Coach Diabetes unter www.aok.de/online-coach-diabetes Betroffenen und Angehörigen, die Krankheit wird in der Medizin als Abweichung von Gesundheit oder Wohlbefinden verstanden. Allerdings stößt die… besser zu verstehen und die oft notwendigen Änderungen des Lebensstils anzugehen. Das digitale interaktive Programm enthält verständliche Informationen zur Behandlung des Diabetes sowie zahlreiche Videos und Animationen.
Passgenaue Versorgungsangebote
Mit dem Disease-Management-Programm (DMP) ‚AOK-Curaplan‘ für Diabetiker engagiert sich die AOK NordWest seit Jahren für eine bessere und strukturierte medizinische Versorgung von Typ-2-Diabetikern in Schleswig-Holstein. Insgesamt haben sich derzeit über 40.000 AOK-Versicherte für dieses Programm entschieden. Im DMP sind unter anderem regelmäßige Kontrolluntersuchungen zur Vermeidung von Folge- und Begleiterkrankungen vorgesehen.
Ein weiteres AOK-Versorgungsprojekt ist der Vertrag „Diabetisches Fußsyndrom" mit der Arbeitsgemeinschaft diabetologischer Schwerpunktpraxen versorgen Patientengruppen mit bestimmten Krankheitsbildern (zum Beispiel diabetologische oder… Schleswig-Holstein. Ziel des Vertrags ist die Umsetzung integrierter Behandlungsabläufe für die Behandlung von Patienten mit Diabetischem Fußsyndrom zur Verbesserung und rechtzeitiger Einleitung von Hilfsmaßnahmen. Diese Projekte zeigen aus Sicht von Ackermann, wie gut medizinische Versorgung in Schleswig-Holstein funktioniert. „Gute und passgenaue Versorgungsverträge entstehen nur dort, wo Ortskenntnis, hoher Marktanteil und regionales Engagement vorhanden sind“, sagt der AOK-Chef.
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