Viel Luft nach oben bei der Krebsvorsorge in Schleswig-Holstein
AOK-Chef Ackermann: „Vorsorge verschafft wertvolle Zeit.“
Kiel. Bei der Krebsvorsorge ist in Schleswig-Holstein weiterhin viel Luft nach oben. Das geht aus einer aktuellen Auswertung der AOK NordWest hervor. Danach waren im ersten Halbjahr 2025 nur 11,2 Prozent der Männer über 45 Jahren bei der Krebsfrüherkennung. Im gleichen Zeitraum 2024 waren es 10,9 Prozent. Bei den Frauen ab 20 Jahren gingen im ersten Halbjahr letzten Jahres 19,9 Prozent zur Vorsorge ähnlich wie im Vorjahreszeitraum mit 20,0 Prozent. „Die stagnierende Entwicklung ist nicht zufriedenstellend. Nur jeder neunte Mann und jede fünfte Frau geht zur Krebsfrüherkennung. Vorsorge verschafft aber wertvolle Zeit. Daher appellieren wir dringend, die kostenfreien Angebote der gesetzlichen Krankenkassen zur Krebsfrüherkennung zu nutzen“, sagt Tom Ackermann, Vorstandsvorsitzender der AOK NordWest anlässlich des Weltkrebstages am Freitag, 4. Februar.
„Vorsorge verschafft wertvolle Zeit. Daher sollte die Chance der frühen Diagnostik unbedingt genutzt werden.“
Vorstandsvorsitzender der AOK NordWest
Ausgefallene Termine unbedingt wahrnehmen
Es sei wichtig, Termine unbedingt wahrzunehmen und ausgefallene Termine nachzuholen. Denn durch die Krebsvorsorge ist es möglich, bereits Frühstadien von Krebs zu erkennen. Durch eine frühe Diagnostik bestehen gute Heilungschancen. „Daher sollten Frauen und Männer in Schleswig-Holstein die Chance der frühen Diagnostik unbedingt nutzen“, so Ackermann. Die gesetzlichen Früherkennungsuntersuchungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen Die 97 Krankenkassen (Stand: 26.01.22) in der gesetzlichen Krankenversicherung verteilen sich auf… für ihre Versicherten vollständig bezahlt. Finanzielle Gründe für die immer noch geringe Inanspruchnahme scheiden daher aus. „Nach wie vor ist die Inanspruchnahme einfach zu gering“, so Ackermann.
Eigene Vorsorge im Überblick
Um den Überblick über alle Vorsorgeuntersuchungen zu behalten, ist eine aktualisierte Version des ‚Vorsorg-O-Mat‘ online. Das Online-Angebot informiert über Ablauf und Nutzen der Vorsorgeuntersuchungen, zeigt auf, wann die nächsten Früherkennungsuntersuchungen anstehen und hilft bei der Suche nach entsprechenden Fachärzten und -ärztinnen. Außerdem erstellt es einen individuellen Vorsorgeplan, damit keine Untersuchung versäumt wird. „Es ist wichtig, die eigene Gesundheit aktiv im Blick zu behalten. Wir möchten die Menschen motivieren, die gesetzlich vorgesehenen Untersuchungen wahrzunehmen“, so Ackermann. Alle Informationen zum ‚Vorsorg-O-Mat‘ unter www.aok.de/tagderkrebsvorsorge.
Krebsvorsorge für Männer und Frauen
Junge Frauen ab 20 Jahren können bereits die Angebote zur Krebsvorsorge einmal jährlich wahrnehmen. Der gynäkologische Krebsvorsorge-Check umfasst Untersuchungen der Geschlechtsorgane und einen Abstrich vom Muttermund sowie aus dem Gebärmutterhals. Ab dem 35. Lebensjahr wird der Abstrich alle drei Jahre durchgeführt, zusätzlich erfolgt ein Test auf humane Papillomviren (HPV). Ab dem Alter von 30 Jahren ist ein Abtasten der Brust und der Achselhöhlen vorgesehen. Männer haben ab dem Alter von 45 Jahren einmal im Jahr Anspruch auf Untersuchungen zur Früherkennung Im Rahmen der Prävention dienen Maßnahmen der Früherkennung dazu, Krankheiten bereits im Frühstadium… von Krebserkrankungen. Dazu gehören die Untersuchungen der Prostata, der äußeren Geschlechtsorgane sowie das Abtasten der regionären Lymphknoten.
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Foto: Weltkrebstag 2026 Schleswig-Holstein
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