Mehr Krankenhauseinweisungen wegen Raucherkrankheiten in NRW
AOK-Chef Ackermann: „Nichtrauchen ist die beste Prävention.“
Dortmund. Die Zahl der Krankenhauseinweisungen wegen typischer Raucherkrankheiten ist in Nordrhein-Westfalen weiter angestiegen. Dies teilte heute die AOK NordWest auf Basis aktueller Zahlen des Statistischen Bundesamtes mit. Danach wurden im Jahr 2024 insgesamt 112.345 Patientinnen und Patienten wegen Raucherkrankheiten wie einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD), einer bösartigen Neubildung im Kehlkopf, in der Luftröhre, den Bronchien oder der Lunge stationär in einer Klinik behandelt. Das sind 2,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor (109.627). „Rauchen ist nach wie vor der größte vermeidbare Risikofaktor für Krebs und COPD – das belegen zahlreiche Studien. Obwohl die Evidenz eindeutig ist, rauchen viele Menschen weiter. Auch Passivrauchen birgt erhebliche Gesundheitsrisiken. Das zeigt, wie wichtig ein gesellschaftliches Umdenken und das Werben für konsequentes Nichtrauchen ist“, sagt AOK-Vorstandsvorsitzender Tom Ackermann anlässlich des Weltnichtrauchertages am 31. Mai.
„Rauchen birgt erhebliche Gesundheitsrisiken. Das zeigt, wie wichtig ein gesellschaftliches Umdenken und das Werben für konsequentes Nichtrauchen ist.“
Vorstandsvorsitzender der AOK NordWest
Rauchen: Risikofaktor für COPD
Die häufigste Krankheit wird in der Medizin als Abweichung von Gesundheit oder Wohlbefinden verstanden. Allerdings stößt die… , die vor allem durch das Rauchen verursacht wird, ist die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD). In Westfalen-Lippe leben 364.900 COPD-Betroffene im Alter ab 40 Jahren, in Gesamt-NRW sind es 817.800 Patientinnen und Patienten Das entspricht 7,8 Prozent der Gesamtbevölkerung in Westfalen-Lippe (8,1 Prozent in NRW). Das geht aus dem aktuellen ‚AOK-Gesundheitsatlas‘ des Wissenschaftlichen Instituts der AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… (WIdO Das WIdO (Wissenschaftliches Institut der AOK) liefert als Forschungs- und Beratungsinstitut der… ) hervor. Die Krankheitshäufigkeit steigt ab dem 40. Lebensjahr mit zunehmendem Alter deutlich an. Bereits im Alter von 60 Jahren liegt in Westfalen-Lippe eine hohe COPD-Betroffenheit von 9,4 Prozent bei den Männern und 7,2 Prozent bei den Frauen vor. Ihren Höhepunkt erreicht die Krankheit bei den Männern in der Altersgruppe der 80- bis 84-Jährigen mit 17,1 Prozent und bei den Frauen im Alter von 75 bis 79 Jahren mit 11,8 Prozent. „Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern können vor allem damit erklärt werden, dass in den vergangenen Jahren der Raucheranteil in Deutschland unter den Männern stets deutlich höher als unter den Frauen war“, sagt Ackermann.
Bei einer COPD sind die Atemwege dauerhaft verengt. Patientinnen und Patienten haben dadurch ein Gefühl von Luftnot. Atemnot, Husten und Auswurf sind die typischen ‚AHA‘-Symptome. Die eingeatmeten Partikel rufen eine Entzündung des Lungengewebes hervor, die langfristig zu einer chronischen Verengung der Bronchien und damit zu einem erhöhten Atemwiderstand führt. Aber auch weitere Faktoren wie das Einatmen anderer Schadstoffe oder chronisch wiederkehrende Atemwegsinfekte können zum Entstehen der Krankheit beitragen und diese verschlimmern.
Nikotinfreies Leben beste Prävention
Die Prävention Prävention bezeichnet gesundheitspolitische Strategien und Maßnahmen, die darauf abzielen,… ist die wichtigste Strategie zur Vermeidung einer COPD-Erkrankung. Die AOK NordWest engagiert sich seit Jahren mit unterschiedlichen kostenfreien Angeboten und hilft ihren Versicherten bei der Rückkehr in ein nikotinfreies Leben. Dazu gibt es spezielle Kursangebote vor Ort oder Liveonline-Kurse im Internet. In den Programmen lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, sich endgültig und dauerhaft von der Zigarette zu verabschieden. Um auch Kinder und Jugendliche für ein nikotinfreies Leben zu motivieren, beteiligt sich die AOK NordWest seit vielen Jahren an dem bundesweiten Wettbewerb für rauchfreie Schulklassen „Be Smart – Don‘t Start“.
Strukturierte Behandlung für ein besseres Krankheitsmanagement
„Ein wichtiges Ziel bei der Versorgung von COPD-Erkrankten ist neben dem Rauchverzicht ein optimales Krankheitsmanagement der Betroffenen und eine gute strukturierte medizinische Versorgung“, sagt Ackermann. Dabei hilft die AOK ihren Versicherten mit dem Disease-Management-Programm (DMP) ‚AOK-Curaplan‘. Aktuell sind über 22.000 AOK-Versicherte in Westfalen-Lippe in dieses Programm eingeschrieben. Untersuchungen belegen die Effektivität von Disease-Management-Programmen bei COPD.
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Foto: Weltnichtrauchertag in Westfalen-Lippe
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