Pressemitteilung

Koloskopien in Schleswig-Holstein auf gleichbleibendem Niveau

04.08.2026 AOK NordWest 3 Min. Lesedauer

AOK rät, Chance der Früherkennung zu nutzen

Im Vordergrund ist eine Mitarbeiterin in blauer OP-Kleidung zu sehen, die ihren Blick auf den liegenden Patienten gerichtet hat, bei dem die Ärztin eine Koloskopie durchführt.
Darmspiegelungen sind Routine und können Leben retten. Daher sollte die Chance der Früherkennung unbedingt genutzt werden.

Kiel. Die Darmkrebsfrüherkennung bleibt in Schleswig-Holstein auf dem Status Quo des Vorjahres. Das belegt eine aktuelle Auswertung der AOK Nord-West. Danach wurden im ersten Halbjahr 2025 insgesamt 11.903 präventive und diagnostische Darmspiegelungen im ambulanten und stationären Bereich bei AOK-Versicherten im nördlichsten Bundesland vorgenommen. Ähnlich wie im ersten Halbjahr 2024 mit 11.920 Koloskopien. „Da Koloskopien den Kern der Darmkrebsfrüherkennung darstellen, appellieren wir an die Bevölkerung in Schleswig-Holstein, die Chance zu nutzen, um Symptome medizinisch abklären zu lassen oder im Rahmen der Vorsorge Darmkrebs frühzeitig zu erkennen. Positiv ist, dass die Darmkrebsvorsorge für Männer und Frauen inzwischen einheitlich geregelt ist“, sagt AOK-Vorstandsvorsitzender Tom Ackermann. 

„Positiv ist, dass die Darmkrebsvorsorge für Männer und Frauen inzwischen einheitlich geregelt ist.“

Tom Ackermann

Vorstandsvorsitzender der AOK NordWest

Darmspiegelung kann Leben retten

Eine Darmspiegelung, auch Koloskopie genannt, ist nicht nur unproblematisch, sie kann vor allem auch Leben retten. Bei der Koloskopie wird der gesamte Dickdarm durchleuchtet und auf krebsverdächtiges Gewebe untersucht. So lassen sich schon Vorstufen von Darmkrebs erkennen und überwiegend bereits während der Untersuchung entfernen. Findet der Arzt Die ärztliche Berufsausübung, die Ausübung der Heilkunde, setzt nach der Bundesärzteordnung… bei der Untersuchung Polypen, entfernt er diese sofort, da sich auch aus gutartigen Wucherungen bösartige Tumore entwickeln können. 

Gleiches Angebot für Frauen und Männer

Seit April 2025 wurde die Darmkrebsfrüherkennung für Frauen und Männer ab dem Alter von 50 Jahren einheitlich mit gleichem Anspruch auf Untersuchungen mit identischen Intervallen geregelt. „Das war ein wichtiger Baustein in der Weiterentwicklung der Darmkrebsfrüherkennung“, so Ackermann. Denn vorher wurde Frauen erst ab dem Alter von 55 Jahren eine Darmspiegelung auf Kosten ihrer gesetzlichen Krankenkasse angeboten. Jetzt ist genau wie bei den Männern die Koloskopie bereits ab 50 Jahren möglich.

Zur Darmkrebsvorsorge können sowohl Tests auf nicht sichtbares Blut im Stuhl als auch Darmspiegelungen in Anspruch genommen werden. Frauen und Männer können ab 50 Jahren zweimal eine Darmspiegelung (Koloskopie) im Abstand von zehn Jahren durchführen lassen. Ab dem Alter von 65 Jahren kann nur eine Darmspiegelung als Früherkennungsmethode in Anspruch genommen werden. Alternativ zur Darmspiegelung können Frauen und Männer ab 50 Jahren alle zwei Jahre einen Stuhltest machen. 

Weiterhin gilt: Wer sich zehn Jahre nach der ersten Darmspiegelung gegen eine zweite entscheidet, kann stattdessen Stuhltests machen. Bei auffälligen Stuhltests besteht außerdem immer ein Anspruch auf eine Darmspiegelung zur weiteren Abklärung.

Mehr Informationen zum Thema Darmkrebsfrüherkennung gibt es im Internet unter www.aok Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… .de/nw, Rubrik Leistungen & Services. 

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Jens Kuschel

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