Pressemitteilung

Fast jedes zweite Kind in Westfalen-Lippe geht nicht zur Zahnvorsorge 

17.09.2026 AOK NordWest 3 Min. Lesedauer

AOK-Chef Ackermann: „Je früher mit der gezielten Prophylaxe begonnen wird, desto besser.“

Ein Zahnmodell wird von einer Frau nah vor die Kamera gehalten.
Insgesamt nahmen in Westfalen-Lippe in 2025 insgesamt 175.473 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 17 Jahren die kostenfreien Untersuchungen zur Zahnvorsorge in Anspruch. Das entspricht 56,9 Prozent aller AOK-versicherten Kinder und Jugendlichen dieser Altersgruppe.

Dortmund. In Westfalen-Lippe geht fast jedes zweite Kind nicht zur Zahnvorsorge. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Auswertung der AOK NordWest anlässlich des Tages der Zahngesundheit am 25. September. Danach gab es im vergangenen Jahr zwar einen Anstieg bei der Inanspruchnahme der Zahnvorsorge im Rahmen der Individualprophylaxe von 3,6 Prozent gegenüber 2024, aber fast die Hälfte der Kinder nutzte das Angebot nicht. Insgesamt nahmen 175.473 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 17 Jahren die kostenfreien Untersuchungen in Anspruch. Das entspricht 56,9 Prozent aller AOK-versicherten Kinder und Jugendlichen in der Altersgruppe in Westfalen-Lippe. „Trotz der positiven Entwicklung ist bei der Zahnvorsorge noch viel Luft nach oben. Kontinuierliche Zahnarztbesuche sind entscheidend für die lebenslange Erhaltung der Mundgesundheit. Je früher dabei mit der gezielten Zahnvorsorge begonnen wird, desto besser“, sagt AOK-Vorstandsvorsitzender Tom Ackermann.

„Trotz der positiven Entwicklung ist bei der Zahnvorsorge noch viel Luft nach oben.“

Tom Ackermann

Vorstandsvorsitzender der AOK NordWest

Zahnmedizinische Früherkennung mit dem ersten Zahn

Denn Kinderzähne sind bereits ab dem ersten Zahn anfällig für Karies. Daher gibt es für Kinder bis sechs Jahre die zahnmedizinische Früherkennung Im Rahmen der Prävention dienen Maßnahmen der Früherkennung dazu, Krankheiten bereits im Frühstadium… . Zwischen dem sechsten Lebensmonat und dem vollendeten sechsten Lebensjahr besteht ein Anspruch auf sechs zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen. Wie bei der Individualprophylaxe für Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 17 Jahren gab es auch bei der zahnmedizinischen Früherkennung für die Kleinsten einen Anstieg der Inanspruchnahme. So nutzten im vergangenen Jahr in Westfalen-Lippe 54.303 Kinder die Untersuchungen zur Frühprävention, im Jahr 2024 waren es 52.484. Das ist ein Plus von 3,5 Prozent. „Um Karies im Milchzahngebiss von Kleinkindern zu vermeiden, sollte die Zahnvorsorge schon mit dem Durchbruch des ersten Zahns beginnen“, so Ackermann. Um die Zahngesundheit der Kleinsten zu verbessern, zahlte die AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… NordWest für die zahnmedizinische Früherkennung in Westfalen-Lippe im letzten Jahr insgesamt fast 2,9 Millionen Euro, 9,5 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. „Mit der zahnmedizinischen Früherkennung stärken wir die frühkindliche Mundgesundheit und wollen den Kindern direkt am Lebensanfang die Basis für eine zahngesunde Zukunft geben“, so Ackermann. Denn gesunde Milchzähne verringern das Risiko von Zahn- und Kieferfehlstellungen der bleibenden Zähne. Auch die Eltern sollten die Phase, in der die ersten Zähne durchbrechen, gut mitbegleiten und das Kind an eine regelmäßige Zahnpflege gewöhnen. 

Ab dem sechsten Lebensjahr halbjährlich zum Zahnarzt

Nach der zahnärztlichen Früherkennung werden die Kinder von sechs bis 17 Jahren im Rahmen der Individualprophylaxe dann halbjährlich untersucht. Die gesetzlichen Krankenkassen Die 93 Krankenkassen (Stand: 01.01.26) in der gesetzlichen Krankenversicherung verteilen sich auf… übernehmen die Prophylaxe ab dem sechsten Lebensjahr zweimal im Jahr. Auch die Fissurenversiegelung der bleibenden großen Backenzähne wird bis zum 18. Lebensjahr vollständig bezahlt. 

Dokumentation für besseren Überblick

Seit Anfang des Jahres dokumentieren Zahnärztinnen und Zahnärzte die Ergebnisse der sechs zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen direkt im Kinderuntersuchungsheft (‚gelbes Heft‘). Bisher erfolgte dies gesondert in sogenannten Kinderzahnpässen Ziel ist es, die Mundgesundheit von Kindern weiter zu verbessern und Eltern einen besseren Überblick zu bieten. Zudem ist geplant, das ‚gelbe Heft‘ im Laufe des Jahres in die elektronische Patientenakte Mit der ePA können Patientinnen und Patienten sowie die an Ihrer Behandlung beteiligten Ärztinnen… zu integrieren. 

Gesund beginnt im Mund – kau dich fit

Der diesjährige Tag der Zahngesundheit steht unter dem Motto „Gesund beginnt im Mund – kau dich fit“. Denn die uneingeschränkte und schmerzfreie Kaufähigkeit ist eine der Säulen für ein lebenslanges Wohlbefinden. Mehr Informationen dazu gibt es im Internet unter tagderzahngesundheit.de/.

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Jens Kuschel

AOK NordWest