Pressemitteilung

Nur jeder dritte Teenager in Westfalen-Lippe geht zum Gesundheits-Check

07.10.2026 AOK NordWest 3 Min. Lesedauer

AOK-Chef Ackermann: „Die Jugenduntersuchungen sollten unbedingt genutzt werden.“

Eine Jugendliche sitzt gegenüber einer Ärztin mit einem Blutdruckmessgerät am Arm.
Jugenduntersuchungen leisten einen wichtigen Beitrag zur körperlichen und seelischen Gesundheit. Doch nur jeder dritte Teenager in Westfalen-Lippe ging 2025 zum Gesundheits-Check.

Dortmund. Nur etwa jeder dritte Teenager in Westfalen-Lippe geht zu den Jugenduntersuchungen. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der AOK NordWest. Danach nutzten im vergangenen Jahr 28,5 Prozent der AOK-versicherten Jugendlichen im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren die medizinischen Checks, die von der AOK NordWest für ihre Versicherten kostenfrei angeboten werden. Damit lag die Inanspruchnahme der Jugenduntersuchungen J1 und J2 auf dem Niveau des Vorjahres (29,0 Prozent). „Wachstum, körperliche Veränderungen, Stimmungsschwankungen – all das ist normal in der Pubertät. Auch wenn es augenscheinlich keinen Grund für einen Arztbesuch gibt, appellieren wir dringend an alle Eltern, ihre Kinder zu diesen wichtigen Vorsorgeuntersuchungen zu motivieren“, sagt Tom Ackermann, Vorstandsvorsitzender der AOK NordWest.

„Wir appellieren dringend an alle Eltern, ihre Kinder zu motivieren, die Jugenduntersuchungen zu nutzen.“

Tom Ackermann

Vorstandsvorsitzender der AOK NordWest

Was sind die J1 und J2?

Nach den bekannten U-Untersuchungen für Kinder werden die sogenannten Jugenduntersuchungen angeboten, denn die Entwicklung ist auch als Jugendlicher nicht abgeschlossen. Die AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… als größte gesetzliche Krankenkasse in Westfalen-Lippe schreibt alle bei ihr versicherten Jugendlichen sogar persönlich an und weist auch auf verschiedenen digitalen Kanälen auf die wichtigen Vorsorgeuntersuchungen gezielt hin. Die J1 für Jugendliche zwischen 12 und 14 Jahren gehört zum Leistungskatalog Als Leistungskatalog werden die Leistungsarten der Krankenkassen bezeichnet, auf die ihre… der gesetzlichen Krankenkassen Die 93 Krankenkassen (Stand: 01.01.26) in der gesetzlichen Krankenversicherung verteilen sich auf… . Während im Jahr 2025 immerhin fast jeder zweite Jugendliche (46 Prozent) zumindest diese Untersuchung genutzt haben, nahmen nur elf Prozent die J2 wahr, die die AOK NordWest als besondere Mehrleistung für ihre Versicherten im Alter zwischen 16 und 17 bezahlt.

Jugenduntersuchungen: Warum sie genutzt werden sollten

„Neben den Veränderungen in der Pubertät geht es bei den Jugenduntersuchungen um die Früherkennung Im Rahmen der Prävention dienen Maßnahmen der Früherkennung dazu, Krankheiten bereits im Frühstadium… von Krankheiten“, so Ackermann. Im Rahmen der J1 werden Größe, Gewicht und der Impfstatus sowie Blut und Harn überprüft. Bei der körperlichen Untersuchung klärt der Arzt Die ärztliche Berufsausübung, die Ausübung der Heilkunde, setzt nach der Bundesärzteordnung… die pubertären Entwicklungsstadien sowie den Zustand der Organe, des Skelettsystems und der Sinnesfunktionen ab. Fehlhaltungen aufgrund von Wachstumsschüben sowie chronische Krankheiten können frühzeitig erkannt und entsprechend behandelt werden. Auch auf eventuelle Hautprobleme und Essstörungen wie Magersucht oder Übergewicht wird eingegangen. Außerdem wird auf Allergien geachtet, die für die spätere Berufswahl wichtig sein können. 

Die Jugenduntersuchung J2 zielt zusätzlich unter anderem auf das Erkennen von Pubertäts- und Sexualitätsstörungen, Haltungsstörungen und Diabetes-Risiko ab. Zu den Terminen sollten die elektronische Gesundheitskarte und der Impfpass mitgebracht werden.

Vertraulich: Ohne Eltern zum Arzt

Beide Untersuchungen bieten neben einem Gesundheits-Check auch immer die Chance, ausführlich mit dem Arzt zu sprechen. Denn in dem Alter ist es wichtig, nicht nur die körperliche Entwicklung zu kontrollieren, sondern auch über die geistigen und sozialen Kompetenzen sowie eine gesundheitsfördernde Lebensführung zu beraten. Das persönliche Gespräch ist selbstverständlich vertraulich und häufig eine Premiere, denn bis zu den Jugenduntersuchungen sind üblicherweise die Eltern beim Kinderarzt mit dabei. Zu beiden Jugenduntersuchungen können die Jugendlichen dann auch allein gehen.

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