Pressemitteilung

forsa-Umfrage: Große Zustimmung zum neuen elektronischen Medikationsplan in Schleswig-Holstein

14.07.2026 AOK NordWest 4 Min. Lesedauer

Beim Arztbesuch ist die elektronische Patientenakte weiterhin kaum Gesprächsthema

Eine Frau in Nahaufnahme sitzt am Tisch, auf dem verschiedene Tabletten liegen, und schaut auf ihr Handy.
Die elektronische Patientenakte (ePA) wird um den digital gestützten Medikationsplan ergänzt. Nach einer repräsentativen forsa-Befragung in Schleswig-Holstein bewerten 91 Prozent der Befragten diese neue Option als ‚sehr gut‘ oder ‚eher gut‘, nur vier Prozent bewerten dies ‚weniger gut‘ oder ‚gar nicht gut‘.

Kiel. Die elektronische Patientenakte (ePA) wird im Juli um den digital gestützten Medikationsplan ergänzt. Darin können künftig auch nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel sowie Hinweise zur Dosierung und Einnahme der Medikamente erfasst werden. Die neue Funktion stößt in Schleswig-Holstein auf breite Zustimmung. Nach einer repräsentativen forsa-Befragung im Auftrag der AOK NordWest bewerten 91 Prozent der Befragten diese neue Option als ‚sehr gut‘ oder ‚eher gut‘, nur vier Prozent bewerten dies ‚weniger gut‘ oder ‚gar nicht gut‘. Bislang konnten die Medikationspläne nur schriftlich geführt werden. „Der elektronische Medikationsplan ist eine wichtige Ergänzung und wird den Nutzen der elektronischen Patientenakte für die Versicherten ganz entscheidend erhöhen. Die hohe Zustimmung in der Umfrage zeigt: Viele Menschen wünschen sich einfache digitale Lösungen, die ihre Gesundheitsversorgung sicherer und übersichtlicher machen“, sagt Tom Ackermann, Vorstandsvorsitzender der AOK NordWest.

„Der elektronische Medikationsplan ist eine wichtige Ergänzung und wird den Nutzen der elektronischen Patientenakte für die Versicherten ganz entscheidend erhöhen.“

Tom Ackermann

Vorstandsvorsitzender der AOK NordWest

Besonderen Zuspruch finden in der forsa-Befragung der bessere Überblick für die behandelnden Ärztinnen und Ärzte über die Medikation und ihr Einblick in verordnete Medikamente und Dosierungen (jeweils 93 Prozent Zustimmung). 83 Prozent Zustimmung gibt es für den möglichen Einblick von Apothekerinnen und Apothekern in die eigenen Medikamente und deren Dosierung. Gute Bewertungen erhalten die Unterstützung bei der Vermeidung von gefährlichen Wechselwirkungen zwischen Medikamenten (88 Prozent) sowie der gute Überblick über die eigenen Medikamente durch den elektronischen Medikationsplan Patientinnen und Patieten, die drei oder mehr Arzneimittel anwenden, haben seit 2016 einen Anspruch… in der ePA (87 Prozent). 89 Prozent der Befragten stimmen zudem der Aussage zu, dass der elektronische Medikationsplan Patientinnen und Patienten, die drei oder mehr Arzneimittel anwenden, haben seit 2016 einen Anspruch… die Sicherheit erhöhen kann, wenn pflegende Angehörige bei der Medikamenteneinnahme helfen.

Ein Tortengramm in verschiedenen Grün- und Blautönen zeigt an, wie die Befragten es finden, dass der Medikationsplan künftig auch elektronisch in der elektronischen Patientenakte gespeichert werden kann.
Die neue Möglichkeit, bisher schriftlich geführte Medikationspläne künftig in der ePA zu speichern, wird von 91 Prozent der Befragten in Schleswig-Holstein als ‚sehr gut‘ oder ‚eher gut‘ befunden, nur vier Prozent bewerten dies als ‚weniger gut‘ oder ‚gar nicht gut‘.

Mehrwert schon jetzt sehr groß

Schon die automatisch aus dem E-Rezept Mit dem am 20. Oktober 2020 in Kraft getretenen Gesetz zum Schutz elektronischer Patientendaten in… heraus befüllte Medikationsliste in der ePA sorge laut Ackermann nach den bisherigen Rückmeldungen aus der Praxis für einen großen Mehrwert, weil sie allen behandelnden Ärztinnen und Ärzten einen Überblick über die verschriebene Medikation ermögliche. „Dies wird mit dem Medikationsplan Patientinnen und Patienten, die drei oder mehr Arzneimittel anwenden, haben seit 2016 einen Anspruch… noch um die Möglichkeit zum Eintragen von nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten sowie durch Informationen zur Dosierung und Hinweisen zur Einnahme ergänzt“, so Ackermann. Bis alle Software-Systeme der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte den elektronischen Medikationsplan Patientinnen und Patienten, die drei oder mehr Arzneimittel anwenden, haben seit 2016 einen Anspruch… unterstützen, wird es noch bis zum Herbst dauern. „In vielen Fällen braucht es also noch etwas Geduld, bis der neue Service genutzt werden kann“, erklärt Ackermann

Ein Tortendiagramm in zwei verschiedenen Grüntönen zeigt an, ob die Befragten schon einmal einen Medikationsplan in Papierform von einem Arzt oder einer Ärztin erhalten haben.
Von den Befragten in Schleswig-Holstein, die mehr als drei Medikamente einnehmen, haben nach eigenen Angaben knapp zwei Drittel (63 Prozent) bereits einen Medikationsplan in Papierform von ihrem behandelnden Arzt oder ihrer behandelnden Ärztin erhalten.

40 Prozent der Befragten nehmen drei oder mehr ärztlich verordnete Medikamente ein

Anspruch auf das Anlegen eines elektronischen Medikationsplans oder eines entsprechenden Dokuments auf Papier haben alle Patientinnen und Patienten, die mindestens drei ärztlich verordnete Medikamente einnehmen. Dies betrifft laut der aktuellen forsa-Befragung 40 Prozent der befragten gesetzlich Versicherten in Schleswig-Holstein. Von diesen Befragten haben nach eigenen Angaben knapp zwei Drittel (63 Prozent) bereits einen Medikationsplan Patientinnen und Patienten, die drei oder mehr Arzneimittel anwenden, haben seit 2016 einen Anspruch… in Papierform von ihrem behandelnden Arzt Die ärztliche Berufsausübung, die Ausübung der Heilkunde, setzt nach der Bundesärzteordnung… oder ihrer behandelnden Ärztin erhalten.

Innerhalb der elektronischen Patientenakte Mit der elektronischen Patientenakte (ePA) können Patientinnen und Patienten sowie die an ihrer… können Versicherte künftig auch ihren Widerspruch gegen das Anlegen eines elektronischen Medikationsplans dokumentieren. Von dieser Möglichkeit will laut der Befragung aber nur ein sehr kleiner Anteil der Befragten in Schleswig-Holstein Gebrauch machen. Mit "Ja" antworteten hier nur ein Prozent der Befragten, die nicht bereits grundsätzlich der ePA widersprochen haben.

Ein Tortendiagramm in verschiedenen Grüntönen zeigt an, ob die Befragten regelmäßig drei oder mehr Medikamente einnehmen, die ihnen ärztlich verordnet wurden.
Laut forsa-Umfrage in Schleswig-Holstein nehmen 40 Prozent der befragten gesetzlich Versicherten regelmäßig drei oder mehrere Medikamente ein.

Informationsstand zur ePA seit dem vergangenen Jahr verschlechtert

Der Informationsstand beim Thema elektronische Patientenakte Mit der ePA können Patientinnen und Patienten sowie die an Ihrer Behandlung beteiligten Ärztinnen… hat sich seit der letzten Befragung im August und September 2025 in Schleswig-Holstein nicht verbessert. Während sich 2025 noch 45 Prozent der Befragten sehr gut oder eher gut über die ePA informiert fühlten, hat sich dieser Anteil in der aktuellen Befragung mit 42 Prozent leicht verschlechtert. 

Thema ePA in der Arztpraxis weiterhin kaum angesprochen

Außerdem zeigt die aktuelle Befragung, dass die ePA trotz der seit 1. Oktober 2025 geltenden Verpflichtung zur Befüllung durch die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte weiterhin kaum ein Thema beim Arztbesuch ist: 82 Prozent der Menschen in Schleswig-Holstein mit einem Arztbesuch im laufenden Jahr geben an, dass die ePA in der Arztpraxis bisher kein Thema gewesen sei. Damit ist dieser Anteil seit der letzten Befragung nur um zwei Prozentpunkte gesunken. Auf der anderen Seite stieg der Anteil derer, die vom Arzt, der Ärztin oder Praxisangestellten auf das Thema angesprochen wurden, leicht von neun auf elf Prozent. Acht Prozent haben das Thema selbst angesprochen, in der Vorgänger-Befragung aus dem Sommer 2025 waren es sieben Prozent. 

„Mit der Einführung des elektronischen Medikationsplans wird die ePA weiter an Fahrt aufnehmen. Sie ist aus unserer Sicht ein zukunftsweisendes Projekt, ein zentraler Meilenstein für die Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens. Die dringend notwendige Vernetzung der Leistungserbringer Unter diesem Sammelbegriff werden alle Personengruppen zusammengefasst, mit denen die Krankenkassen… und der digitale Transport aller relevanten Informationen für den Behandlungsprozess stehen dabei im Mittelpunkt“, so Ackermann.

Für die forsa-Befragung sind vom 13. bis zum 27. April 2026 insgesamt 500 gesetzlich Krankenversicherte ab 18 Jahren in Schleswig-Holstein befragt worden. Es handelte sich um eine Kombination aus einer telefonischen Befragung und einer Online-Erhebung im Rahmen von forsa.omninet.

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  • Grafik: Regelmäßige Medikamenteneinnahme in Schleswig-Holstein

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