Fazit Grippesaison 2025/2026: Impfbereitschaft der Über-60-Jährigen in Westfalen-Lippe weiter gesunken
Zahl der Influenza-Fälle auf hohem Niveau: Über 18.500 Influenza-Fälle gemeldet
Dortmund. In Westfalen-Lippe sind in der aktuell abgelaufenen Grippesaison 2025/2026 die Influenza-Infektionen zwar zurückgegangen, befinden aber immer noch auf einem hohen Niveau. Diese Bilanz zog heute die AOK NordWest. Insgesamt wurden nach den aktuellen Zahlen des Berliner Robert-Koch-Instituts (RKI) im Zeitraum von Anfang Oktober 2025 (40. Kalenderwoche) bis Ende April 2026 (17. Kalenderwoche) 18.582 Influenza-Infektionen gemeldet. Damit war die Influenza-Aktivität geringer als in der vorherigen Grippesaison 2024/2025 mit 34.229 registrierten Fällen. Bedenklich ist allerdings, dass die Impfbereitschaft gerade bei älteren Menschen ab 60 Jahren weiter gesunken ist. Nur etwa jeder vierte AOK-Versicherte (24,8 Prozent) in der vom RKI empfohlenen Altersgruppe ließ sich gegen die gefährliche Influenza-Grippe impfen. „Vor allem für ältere Menschen kann eine Influenza-Infektion gefährliche Folgen haben“, sagt AOK-Vorstandschef Tom Ackermann und warnt vor den Folgen der nachlassenden und geringen Impfbereitschaft. „Unser dringender Rat vor allem an die Menschen jenseits der 60 ist, die Grippeschutzimpfung rechtzeitig zu nutzen“, so Ackermann.
„Unser dringender Rat vor allem an die Menschen jenseits der 60 ist, die Grippeschutzimpfung rechtzeitig zu nutzen.“
Vorstandsvorsitzender der AOK NordWest
Februar war stärkster Grippe-Monat
Trotz des Rückgangs ist die Zahl der Influenza-Infektionen der aktuell abgelaufenen Grippesaison immer noch auf einem hohen Niveau. Der aktuelle Wert übertrifft die Grippesaison 2023/2024 mit 13.790 Fälle sowie die Zahlen vor der Corona-Pandemie deutlich. Nur in der Saison 2022/2023 sind mit 18.797 Fällen ähnliche Werte festzustellen. In der abgelaufenen Grippesaison 2025/2026 waren besonders viele Infektionsfälle Anfang des Jahres 2026 (Kalenderwochen zwei bis neun) zu verzeichnen. In dieser Zeit wurden mit 14.276 Fälle 76 Prozent aller Infektionsfälle registriert.
AOK rät zur Grippeschutzimpfung
Um sich vor einer Influenza-Infektion und schwere Krankheitsverläufe zu schützen, rät die AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… NordWest dringend dazu, die Grippeschutzimpfung zu nutzen. „Die Grippeschutzimpfung ist besonders für ältere und chronisch kranke Menschen unerlässlich“, sagt der AOK-Chef. Allerdings ist die Impfbereitschaft bei den Über-60-Jährigen trotz der nicht unerheblichen Gesundheitsrisiken mit dem Influenza-Virus weiter zurückgegangen. Das zeigt eine aktuelle AOK-Auswertung. Danach ließen sich 2025 nur 24,8 Prozent der Über-60-jährigen AOK-Versicherten in Westfalen-Lippe impfen, leicht unter dem Wert des Vorjahres (24,9 Prozent). Im Jahr 2020 lag die Impfquote noch bei 36,4 Prozent. Auch die Ständige Impfkommission (STIKO) am RKI Das Robert Koch-Institut (RKI) ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für… empfiehlt die Impfung für Menschen ab 60 Jahren. Denn mit zunehmendem Alter lassen die Abwehrkräfte nach: Infektionskrankheiten wie die Grippe können dann gefährliche Folgen nach sich ziehen. Dazu gehören Lungenentzündungen, Herzinfarkt und Schlaganfall. Eine Grippe kann zudem Asthmaanfälle verursachen.
Die STIKO empfiehlt die Impfung darüber hinaus auch Personen mit erhöhtem Gesundheitsrisiko wie Schwangere und chronisch Kranke aller Altersgruppen, außerdem für medizinisches und pflegerisches Personal sowie Personengruppen mit umfangreichem Publikumsverkehr.
Grippeschutzimpfung vormerken
Um für die nächste Grippesaison gewappnet zu sein, sollte schon jetzt der Herbst im Kalender vorgemerkt werden. Denn der beste Zeitraum für eine Impfung sind die Monate Oktober bis Mitte Dezember. Nach der Impfung dauert es etwa zehn bis 14 Tage, bis der Körper den vollen Impfschutz aufgebaut hat. Da sich Grippeviren ständig verändern, wird der Impfstoff jährlich für die zu erwartende Virus-Variante angepasst. Um optimal für die aktuelle Saison geschützt zu sein, ist eine erneute Impfung notwendig. Die Impfung kann bei allen niedergelassenen Ärzten und Ärztinnen wie in der hausärztlichen Praxis durchgeführt werden. Zudem ist die Grippeimpfung für Personen ab 18 Jahren auch in Apotheken möglich. Dafür müssen Apotheker Der Beruf des Apothekers setzt ein Pharmaziestudium voraus. Näheres zur Ausbildung und… und Apothekerinnen eine spezielle Fortbildung nachweisen. Für die Impfung wird nur die elektronische Gesundheitskarte vorgelegt.
3 passende Downloads
-
Foto: Grippe-Fazit für Westfalen-Lippe
Format: JPG | 916 KB | 2953 × 1969 px
Lizenz: Dieses Bild darf nur im Zusammenhang mit der nebenstehenden redaktionellen Berichterstattung und ausschließlich von Zeitungsredaktionen bzw. Verlags-/Medienhäuser für ihre Print-Publikationen (Veröffentlichung ist auf 500k Kopien begrenzt), Online-Plattformen und für ihre sozialen Medien genutzt werden. Bitte geben Sie immer die folgende Quelle (Copyright) an: AOK NordWest/Colourbox/hfr
-
Grafik: Bilanz der Grippesaison in Westfalen-Lippe
Format: JPG | 434 KB | 4000 × 2250 px
Lizenz: Diese Grafik darf nur für private und kommerzielle (nicht werbliche!) Zwecke und nur im Zusammenhang mit der nebenstehenden Berichterstattung auch in den sozialen Medien genutzt werden. Bitte geben Sie folgende Quelle (Copyright) an: AOK NordWest/hfr.